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Letztes Opfer von Crans-Montana verlässt Zürcher Kinderspital

KEYPIX - Snow covers the entrance to the "Le Constellation" bar, three months after the tragedy, in Crans-Montana, Switzerland, Wednesday, April 1, 2026. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
Wo sich in der Silvesternacht die Katastrophe ereignete: verbarrikadierter Eingang der Bar «Le Constellation».Bild: keystone

Letztes Opfer von Crans-Montana verlässt Zürcher Kinderspital

11.04.2026, 09:0111.04.2026, 09:01

Das letzte in Zürich behandelte Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS hat das Kinderspital am Dienstag nach Ostern verlassen. Damit sei die Akutbehandlung für alle neun betroffenen Jugendlichen abgeschlossen, teilte das Spital mit.

Die Weiterbehandlung der insgesamt neun Betroffenen erfolge nun heimatnah, meist ambulant oder in stationären Rehabilitationseinrichtungen. Dort sollen die Jugendlichen ihre Beweglichkeit und Selbständigkeit wiedererlangen, wie das Spital weiter mitteilte.

Das Zürcher Kinderspital behandelte insgesamt neun Brandopfer aus der Schweiz und dem europäischen Ausland. Zeitweise befanden sich bis zu sechs schwer- bis schwerstverletzte Jugendliche gleichzeitig in Behandlung. Alle neun mussten auf der Intensivstation versorgt werden, teilweise über mehrere Wochen und Monate.

Im Behandlungsverlauf waren zahlreiche, vorwiegend plastisch-rekonstruktive Operationen, notwendig. An der Behandlung waren laut dem Spital mehrere Dutzend Fachdisziplinen und Berufsgruppen beteiligt.

Heilungsprozess nicht abgeschlossen

Zum Behandlungserfolg trug laut dem Spital auch die moderne Infrastruktur des Neubaus bei. Ein beheizbarer Schockraum, ein entsprechender Operationssaal sowie speziell ausgestattete Zimmer auf der Intensivpflegestation seien entscheidend gewesen. Am früheren Standort hätten maximal zwei bis drei Schwerstbrandverletzte gleichzeitig versorgt werden können.

Das Universitäts-Kinderspital Zürich ist zusammen mit dem Universitätsspital Chuv in Lausanne eines von zwei nationalen Zentren für schwer brandverletzte Kinder und Jugendliche. Die Verlegungen der Patientinnen und Patienten aus anderen Kliniken koordinierte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs).

Für die Betroffenen sei der Heilungsprozess allerdings noch nicht abgeschlossen, teilte das Spital weiter mit. Sie müssten «über Jahre weiter betreut werden». Einige von ihnen würden für ambulante Therapien und Nachkontrollen weiterhin nach Zürich kommen. «Wir wünschen allen Jugendlichen von Herzen Kraft, Geduld und Zuversicht für ihren weiteren Weg», wird Dr. Julia Hillebrandt, CEO des Kinderspitals, in der Mitteilung zitiert. Der «Tages-Anzeiger» hatte zuerst darüber berichtet. (sda)

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