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Islam

Sinead O'Connor konvertiert zum Islam

Sinéad O'Connor hat Namen und Gott gewechselt – sie heisst jetzt «Märtyrer»

26.10.2018, 16:0526.10.2018, 17:12

Nothing can take away the blues? Sinéad O'Connor scheint jedenfalls weiter auf der Suche nach Erfüllung zu sein oder sie jetzt gefunden zu haben. Die «Nothing Compares 2 U»-Sängerin ist zum Islam konvertiert und nennt sich deshalb ab sofort Shuhada' Davitt. Der Name kommt aus dem Arabischen, ist der Plural des Wortes Shaheed und bedeutet: Märtyrer.

Ihren Geburtsnamen legte Davitt bereits Ende 2017 ab, um sich, wie sie sagt, vom «Fluch ihrer Eltern zu befreien». Seither lebte Sinéad O’Connor als «Magda Davitt».

Davitt verkündete ihre Konversion mitsamt neuem Namen auf Twitter. Es sei die «natürliche Konsequenz der Reise eines jeden intelligenten Theologen». Das Studium der «heiligen Schriften» führe zwangsläufig zum Islam. Ihr Twitter-Profilbild hat David ebenfalls geändert. Es zeigt das Nike-Logo. Darüber steht: «Wear a Hijab. Just do it. »

Davitts katholische Vergangenheit: Missbrauch im Internat 

Davitt besuchte in ihrer Jugend in Irland ein Internat der «Sisters of Our Lady of Charity». Die Kongregation machte in den 90ern Schlagzeilen, weil sie in Fälle von Kindesmissbrauch verwickelt war. Auch Davitt wurde eigenen Angaben zufolge missbraucht. 1992 zeriss Sinéad O'Connor – so hiess sie zu der Zeit noch – in einer amerikanischen Fernsehshow ein Foto des Papstes, damals noch Johannes Paul II. Auch sonst liess Davitt keine Gelegenheit aus, ihre Skepsis gegenüber der katholischen Kirche Kund zu tun. 

Die muslimische Glaubensgemeinschaft freut sich jedenfalls grösstenteils über den Zuwachs und heisst die Sängerin mit zahlreichen Glückwünschen willkommen. Davitt singt jetzt statt «Nothing Compares 2 U» arabische Verse und entschuldigt sich für Fehler bei der Aussprache. 

Übrigens: 

(tam)

«Prince hat alles behalten, um es zu zeigen.»

Video: srf/SDA SRF
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