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Champions League: YB mit Glück, PSG im Pech – so unfair ist neuer Modus

epa11571551 Italy's former goalkeeper Gianluigi Buffon shows the ticket of BSC Young Boys during the UEFA Champions League draw in Monaco, 29 August 2024. EPA/SEBASTIEN NOGIER
Gianluigi Buffon zog die Young Boys – der Computer wies den Bernern dann einen vermeintlich einfachen Spielplan zu.Bild: keystone

YB mit Glück, PSG mit vielen Brocken – so «unfair» ist die neue Champions League

Am morgigen Dienstag beginnt die neue Champions-League-Saison – unter anderem mit der Partie zwischen YB und Aston Villa (18.45 Uhr). Aufgrund des neuen Modus lohnt sich ein genauer Blick auf den Spielplan, denn dieser birgt Potenzial für Ungerechtigkeit.
16.09.2024, 19:5717.09.2024, 07:42

Am morgigen Dienstag beginnt die revolutionierte Champions League und gleich die erste Woche bringt eine Neuerung. Denn die 18 Partien der Auftaktrunde werden von Dienstag bis Donnerstag ausgetragen, die Europa und Conference League beginnen erst nächste bzw. übernächste Woche. Jeder der drei europäischen Wettbewerbe erhält in dieser Saison somit eine «Exklusivwoche», in der die anderen beiden Europacups pausieren.

Mit der Aufstockung von 32 auf 36 Teams wurde gleich auch die Gruppenphase abgeschafft und durch ein Ligasystem ersetzt. Dabei hat jeder Teilnehmer neu mindestens acht statt sechs Spiele. Nach den acht Runden erreichen 24 Klubs dann die K.o.-Phase.

Dass es nun nicht mehr einzelne Gruppen gibt, sondern alle 36 Teilnehmer in einer Gesamttabelle ums Weiterkommen spielen, birgt auch Potenzial für Ungerechtigkeit. So haben alle Teams acht unterschiedliche Gegner, die zwar zu gleichen Teilen aus den vier Lostöpfen kommen, doch kann in keinster Weise gewährleistet werden, dass die jeweiligen Kontrahenten aller Teams ähnlich stark sind.

Deshalb lohnt sich ab dieser Saison der genaue Blick auf die Spielpläne der einzelnen Klubs in der Champions League. «Opta» hat diese analysiert und anhand eines eigenen Power-Rankings bestimmt, wie schwer es die 36 Teilnehmer der Königsklasse in der Ligaphase haben – und somit auch, wie «unfair» der neue Modus ist.

YB kommt dabei relativ gut weg. Nur sieben Klubs haben in der Ligaphase der Champions League nämlich einen leichten Spielplan wie der Schweizer Meister, der aber selbst zu den schwächsten Teams in der Königsklasse zählt. Lediglich Slovan Bratislava wird von «Opta» noch schlechter eingestuft als YB. Jedoch trifft das Team von Patrick Rahmen mit Schachtar Donezk, Celtic Glasgow und Roter Stern Belgrad gleich auf drei Teams, die vom Sport-Analyse-Unternehmen zumindest auf einem ähnlichen Niveau angesiedelt werden.

YB's Cedric Itten, left, and Lewin Blum celebrate their victory after the Uefa Champions League playoff soccer match between Turkey's Galatasaray Istanbul and Switzerland's BSC Young Bo ...
Die Young Boys treffen in der Champions League unter anderem auf Donezk, Celtic und Roter Stern Belgrad.Bild: keystone

Den einfachsten Spielplan hat gemäss «Opta» Celtic Glasgow, das neben YB unter anderem auf Slovan Bratislava, Dinamo Zagreb und Brügge trifft. Auch Bayern München, Borussia Dortmund sowie der FC Barcelona hatten bei der von einem Computer durchgeführten Auslosung Glück.

Diese 18 Klubs hatten bei ihrer Auslosung zumindest etwas Glück.
Diese 18 Klubs hatten bei ihrer Auslosung zumindest etwas Glück.Bild: screenshot theanalyst.com
Wie wurde vorgegangen?
«Opta» nutzt für sein Power-Ranking ein Elo-basiertes System, das den Klubs aufgrund vergangener Resultate ab 1990 einen Stärkewert zuweist. Dieser wird nach jedem Spiel angepasst, wobei die Teams je nach Stärke des Gegners mehr oder weniger Punkte für einen Sieg oder ein Unentschieden erhalten bzw. ihnen mehr oder weniger Punkte für eine Niederlage oder ein Unentschieden abgezogen werden.

Aufgrund dieses Elo-Ratings wurde die durchschnittliche Stärke der acht Gegner in der Champions League bestimmt.

Härter traf es Paris Saint-Germain. Den Verantwortlichen um Präsident und Geldgeber Nasser Al-Khelaifi war bei der Auslosung in Monaco bereits anzusehen, dass sie mit ihren Gegnern nicht unbedingt zufrieden waren. Gemäss «Opta» waren die Reaktionen der PSG-Führungspersonen nicht unberechtigt. So haben die Franzosen wegen Gegnern wie Bayern München, Manchester City und Arsenal den schwierigsten Spielplan. Auch Sparta Prag und Liverpool traf es hart.

Diese 18 Klubs hatten bei der Auslosung vermeintlich eher Pech.
Diese 18 Klubs hatten bei der Auslosung vermeintlich eher Pech.Bild: screenshot theanalyst.com

Ob die unterschiedlichen Stärkeverhältnisse der Gegner am Ende tatsächlich einem Topklub zum Verhängnis werden, wird sich erst zeigen. Den Auftakt in die neue Champions-League-Saison macht YB am morgigen Dienstag (18.45 Uhr) gegen Aston Villa, mit dem Spiel Milan – Liverpool (21 Uhr) kommt es kurz danach gleich zum ersten Kracher.

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