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Bjelica gegen Sané: «Das ist nicht zu tolerieren, was ich gemacht habe»

10 Leroy Sane FCB und Trainer Nenad Bjelica Berlin zoffen sich, die beiden gerieten aneinander, Streit Fussball / 1. BL / FC Bayern Muenchen - 1. FC Union Berlin / 24.01.2024 / Allianz Arena / FOTO: M ...
Rencontre an der Seitenlinie: Nenad Bjelica und Leroy Sané.Bild: www.imago-images.de

Union-Trainer Bjelica drei Spiele gesperrt: «Nicht zu tolerieren, was ich gemacht habe»

Während der Partie zwischen Bayern München und Union Berlin (1:0) kommt es zu einem Aufreger an der Seitenlinie. Nach dem Spiel stellt sich Union-Trainer Nenad Bjelica. Auch Bayern-Trainer Thomas Tuchel äussert sich.
25.01.2024, 08:1225.01.2024, 17:21
David Digili / t-online

Es war die Aufreger-Szene der Partie: Die Tätlichkeit von Union Berlins Trainer Nenad Bjelica gegen Bayern-Star Leroy Sané. In der zweiten Hälfte gerieten die beiden Akteure an der Seitenlinie aneinander, als der Kroate dem deutschen Nationalspieler den Ball verwehrte, um das Spiel zu verzögern. Nachdem Sané nach dem Ball griff, wischte Bjelica mit seiner Hand zweimal durch das Gesicht des Bayern-Spielers. Bjelica sah für seinen Ausraster die Rote Karte, Sané Gelb.

Nach dem Spiel stellte sich der Kroate im Interview bei Sky und erklärte seine Sicht auf die Dinge: «Ich bin in meiner Zone und will den Ball zu Sané geben, und der hat mich geschubst in meinem Raum. Und dann habe ich natürlich reagiert», erklärte der 52-Jährige.

Puls auf 180

Er zeigte sich dann aber einsichtig und reumütig: «Also, das ist nicht zu tolerieren, was ich gemacht habe. Die Rote Karte verstehe ich.» Allerdings versuchte sich Bjelica auch an einer Erklärung für seine Unbeherrschtheit: «Natürlich war ich etwas aufgeregt wegen der Elfmeter-Szene aus der 70. Minute. Da war uns nicht klar, ob das nun Elfmeter ist oder nicht, und auch, dass man das nicht gecheckt hat.»

In besagter Szene verpasste Unions Kevin Behrens den Ball vor Bayern-Keeper Manuel Neuer, kam dabei im Strafraum zu Fall. Die Gäste forderten Strafstoss, Schiedsrichter Frank Willenborg entschied sich aber dagegen. «Schwer zu sagen», äusserte Bjelica nun mit Blick auf die Fernsehbilder.

Tuchel: «Nicht gut, ne?»

«Ich will nicht sagen, ob das ein Elfmeter oder keiner ist. Aber ich habe schon solche Elfmeter gesehen. Kann man geben, auf jeden Fall.» Und mit Blick auf den Unparteiischen: «Aber vor 75'000 Leuten beim Stand 1:0 für Bayern ist es nicht einfach, Elfmeter zu geben.»

elfmeterwuerdige Szene:Kevin BEHRENS Union Berlin kommt im Strafraum bei Aktion,Zweikampf gegen Konrad LAIMER Bayern Muenchen zu Fall, doch der Pfiff zum Elfmeter,Strafstoss blieb aus. Li:Manuel NEUER ...
Behrens reklamiert vergebens einen Penalty.Bild: www.imago-images.de

Auch Bayern-Trainer Tuchel reagierte bei Sky auf die Tätlichkeit seines Kollegen. «Nicht gut, ne?», sagte der 50-Jährige, als ihm die TV-Bilder gezeigt wurden. «Schwer, ihn da zu verteidigen. Ich will da aber jetzt kein Öl ins Feuer giessen.» Bjelica wird seinem Team in den nächsten drei Spielen fehlen. Am Donnerstag gab der Deutsche Fussball-Bund die Entscheidung des Sportgerichts bekannt. Union akzeptierte das Urteil.

Upamecano verletzt sich
Bayern München bezahlte den Sieg mit dem Ausfall von Dayot Upamecano. Er hat sich laut Trainer Tuchel einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogenen. Der französische Innenverteidiger dürfte dem Team damit mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Mit dem an der Asien-Meisterschaft im Einsatz stehenden Südkoreaner Kim Min-Jae fehlt den Münchnern eine weitere Stammkraft in der Abwehr. Dazu zogen sich gegen Union mit Konrad Laimer (Wade) und Joshua Kimmich (Schulter) zwei weitere Bayern-Spieler eine Verletzung zu. Ihre Ausfalldauer ist unklar. (ram/sda)
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