Die ikonischen Jubel der grossen Fussballstars – und was dahintersteckt
Merinos Hommage an den Vater
Mit einem späten Tor zum 2:1-Sieg gegen Belgien schoss Mikel Merino Spanien in den Halbfinal. Danach drehte er eine Runde um die Eckfahne und jubelte erneut:
— media (@seanwedia) July 10, 2026
Es handelt sich um eine Hommage an seinen Vater, der 1991 für Osasuna im UEFA-Cup ein Tor in Stuttgart erzielte und diesen Jubel zeigte. An selber Stelle imitierte sein Sohn diesen bereits an der EM 2024 beim 2:1-Sieg gegen Deutschland:
Father and son with similar celebrations after scoring a goal at the MHPArena.
— Mohamed Moallim (@iammoallim) July 5, 2024
July 5, 2024: Mikel Merino (Spain) vs. Germany.
November 5, 1991: Ángel Merino (Osasuna) vs. VfB Stuttgart. pic.twitter.com/36W8ZZY8Uh
Casemiro mit «Six Seven»
Im Sechzehntelfinal gegen Japan schoss der Brasilianer das 1:1. Und dann das: Casemiro feierte sein Tor mit der «Six-Seven»-Geste – dem nichtssagenden TikTok-Trend. Den 34-Jährigen hat den Trend also auch noch erwischt.
Cunha im Surfer-Stil
Matheus Cunha jubelte nicht nur einmal, sondern gleich zweimal im Surfer-Stil. Der Brasilianer geht dabei in die Knie und tut so, als würde er gerade eine Welle reiten. Das Surfen gehört zu seinem Leben – denn er ist ein leidenschaftlicher Surfer. Nun hat er es in seinen Torjubel integriert, als Zeichen für die Energie, die ihm das Surfen gibt.
Manzambis Mango
Johan Manzambi traf im zweiten Gruppenspiel gegen Bosnien und Herzegowina zum ersten Mal an einer WM. Danach zeigte er den bekannten Jubel, den viele als Anlehnung an die «Kamehameha»-Attacke aus «Dragon Ball Z» interpretiert haben. Dies sei jedoch falsch, wie Kindheitsfreund Lois Ndema, der mittlerweile beim FC Rapperswil-Jona spielt, nun beim Tages-Anzeiger erzählt. Stattdessen halte Manzambi bei seinem Jubel eine imaginäre Mango. «Es ist ein Insider-Joke», erklärte Ndema, wollte aber nicht mehr dazu verraten. Am Tag nach seinem Treffer postete Manzambi ein Bild seines Jubels und setzte darunter das Emoji der Frucht.
John McGinns Brillenjubel
Beim 1:0-Sieg über Haiti jubelte der Schotte John McGinn mit einer besonderen Geste: Er formte mit den Händen eine Brille vor seinem Gesicht – damit widmete er das Tor seinem Neffen, der an einer Sehschwäche leidet und auch beim Fussballspielen auf eine Brille angewiesen ist.
Undav mit Volkstanz
Deniz Undav traf nach seiner Einwechslung zum 6:1 im WM-Auftaktspiel gegen Curaçao für Deutschland und feierte den Treffer zusammen mit Antonio Rüdiger mit einem kleinen Tanz. Dieser hat jedoch eine grosse Bedeutung für ihn – er ist nämlich ein Teil eines traditionell kurdisch-jesidischen Tanzes. Mit diesem zeigt er seine Verbundenheit zu seinen kurdischen Wurzeln.
Embolos Grimasse
Bei der Grimasse von Breel Embolo imitiert der Schweizer Nationalstürmer das Grinsen der Figur Joker aus dem Batman-Film «The Dark Knight». Embolos Grimasse entstand aus einem süssen Grund – seine Kinder hatten nämlich Angst vor dem Joker, und dank seinem Torjubel sollen sie das Grinsen cool statt gruselig finden.
Gyökeres setzt die Maske auf
Die Maske, welche Viktor Gyökeres mit seinen Händen vor Mund und Nase formt, ist auf Drängen seiner Freunde entstanden. Diese hatten ihn nämlich aufgefordert, sich eine eigene Jubelvariante zuzulegen. Inspiriert ist der Jubel wie bei Embolo durch den Batman-Film «The Dark Knight Rises» und durch die Worte der Figur Bane: «Niemand hat sich dafür interessiert, wer ich war, bis ich die Maske aufgesetzt habe.»
Ronaldos «Siuuuu»
Der wohl berühmteste Torjubel kommt von Cristiano Ronaldo. Der 41-Jährige springt nach einem Treffer in die Luft, dreht sich und landet mit einem lauten Schrei: «Siuuuuu». Der Jubel entstand spontan – die Bedeutung ist ganz einfach: «Ja», nur mit mehr Kraft ausgedrückt.
Messis Verbundenheit mit seiner Grossmutter
Immer wenn Lionel Messi ein Tor schiesst, ehrt er seine verstorbene Grossmutter Celia – dabei zeigt er mit den Zeigefingern in den Himmel. Diese soll ihn zum Fussball gebracht, früh gefördert und an ihn geglaubt haben.
Ndoye, der Löwe von Teranga
Dan Ndoyes Torjubel erinnert an einen Löwen. Gegenüber «Blue» erklärte er: «Seit meiner Kindheit vergleichen mich meine Eltern mit einem Löwen und von meiner senegalesischen Seite, von der Seite meines Vaters, sagt man oft, dass die senegalesischen Spieler die ‹Löwen von Teranga› sind.» Der 25-Jährige fühlt sich so auch mit seiner zweiten Nationalität verbunden.
Mbappés verschränkte Arme und das Querflöten-Versprechen
Kylian Mbappés Jubel ist eiskalt – er kreuzt die Arme vor der Brust und stiert in die Weite. Die Inspiration dazu stammt von seinem Bruder Ethan. Dieser hat den Jubel beim «FIFA»-Spielen auf dem Sofa erfunden.
Versprechen eingelöst
Nach dem 1:0-Führungstreffer gegen Senegal führte Mbappé beide Hände seitlich an den Mund und spielte auf einer imaginären Querflöte. Der Jubel ist das Einlösen eines Versprechens, das er gegenüber dem Entertainer James Corden als Gast in dessen Show gegeben hatte.
Haalands Meditation
Erling Haalands Jubel ist eher aussergewöhnlich: Während andere laut und energetisch jubeln, setzt sich Haaland hin und meditiert. Der 25-Jährige meditiert auch in seinem Alltag und holt sich so seine innere Ruhe zurück.
Bellinghams «Who else?!»
Arme weit ausgestreckt, Brust raus, Blick nach vorne – Bellinghams Torjubel ist einer der wiedererkennbarsten. Hinter dem Torjubel selbst steckt keine grosse Bedeutung – gemäss Bellingham ist dieser in Birmingham einfach mal entstanden.
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