Diese 10 Super-League-Spieler sind an der WM – auch die Promotion League ist vertreten
Die diesjährige WM wird auch Spieler aus der Super League dabei haben – auch die Challenge League und die Promotion League sind vertreten. Die Rollen der Spieler könnten jedoch nicht unterschiedlicher sein – der eine ist gesetzter Stammspieler, andere kämpfen um einen Platz in der Startelf und gewisse fragen sich, ob sie überhaupt zu einem Einsatz kommen werden.
Young Boys
Christian Fassnacht – Schweiz
Yakin nominiert den 32-Jährigen statt der jungen Alessandro Vogt und Alvyn Sanches – damit setzt er auf Erfahrung und Mentalität. In der Super League hat er sich mit 18 Treffern erstmals den Titel des Torschützenkönigs ergattert. Für die Nati ist seine Rolle noch nicht ganz klar – die Frage ist, ob er überhaupt Spielzeit bekommt. In den letzten Länderspielen wurde er jeweils eingewechselt – im letzten Testspiel gegen Jordanien traf er nach seiner Einwechslung zum 4:1-Schlussstand.
Für Fassnacht persönlich ist diese WM die letzte grosse Chance seiner Karriere, an einer WM teilzunehmen.
Marvin Keller – Schweiz
In der Super League lief es nicht wirklich rund für den jungen Schweizer – die Young Boys spielten eine enttäuschende Saison. Im Tor hat sich der 23-Jährige die Nummer 1 geschnappt – für die Nationalmannschaft wird es an der WM wahrscheinlich nicht für einen Einsatz reichen. Hinter Gregor Kobel (Nummer 1) und Yvon Mvogo (Nummer 2) ist Keller «nur» die Nummer 3.
Jaouen Hadjam – Algerien
Jaouen Hadjam trifft mit Algerien in der Gruppe J auf Argentinien, Jordanien und Österreich. Der 23-jährige Linksverteidiger gehört zur Rotation der Algerier, aber ist sicher nicht gesetzt. Mit seiner Nationalmannschaft gegen Messi zu spielen, wäre sicherlich ein Höhepunkt seiner Karriere. In der WM-Qualifikation spielte er eine grössere Rolle – in den letzten Länderspielen fiel er jedoch grösstenteils wegen einer Verletzung aus. Ob er wieder fit genug ist, um auch wirklich zu einem Einsatz zu kommen, ist unklar.
Armin Gigovic – Bosnien und Herzegowina
Armin Gigovic wird mit seiner Nationalmannschaft in der Gruppe B auf die Schweiz treffen – die Bosnier hatten sich im Penaltyschiessen gegen Italien in den WM-Playoffs im Final durchgesetzt und qualifiziert.
In der Nationalmannschaft kämpft der 24-Jährige im Mittelfeld noch um einen Stammplatz – bei den Young Boys spielt er eine zentrale Rolle. Für Bosnien und Herzegowina ist das Weiterkommen nicht unmöglich – dass sie einen starken Willen haben, haben sie bereits gegen Italien bewiesen.
Yan Valery – Tunesien
In der WM-Qualifikation wurde Yan Valéry in jedem Spiel eingesetzt – der Rechtsverteidiger zählt bei Tunesien zu den Stammspielern. Zu den Young Boys stiess der 27-Jährige leihweise von Sheffield Wednesday – nach Leihende verlässt er die Berner nun auch schon wieder.
Mit der Nationalmannschaft erwartet die Tunesier eine schwierige Aufgabe – mit Schweden, Japan und den Niederlanden warten keine einfachen Gegner auf sie. Valéry dürfte bei den Spielen eine wichtige Rolle spielen.
Keeto Thermoncy – Haiti
Auch ein Spieler aus der Promotion League hat es an die WM geschafft. Keeto Thermoncy spielt bei den Young Boys in der U21 – für die Super League hat es bisher noch nicht gereicht.
In der Nationalmannschaft hat es bisher erst für eine einzige Spielminute gereicht – genug, um mit Haiti an die WM zu fahren. Der 20-Jährige wird bei der WM voraussichtlich keine Rolle spielen. Mit Brasilien, Marokko und Schottland warten starke Gegner auf die haitianische Nationalmannschaft.
FC Lugano
Mohamed Belhadj Mahmoud – Tunesien
Mohamed Belhadj Mahmoud gehörte in der vergangenen Saison zu den wichtigsten Spielern von Lugano – er konnte sich als Torschütze und auch als Assistgeber beweisen.
In der Nationalmannschaft dürfte es für den Mittelfeldspieler an der WM dennoch nur für Teileinsätze reichen. Der 26-Jährige konnte in den Freundschaftsspielen zwar ein paar Spielminuten sammeln. Doch wenn es ernst gilt, dürfte er bei den Tunesiern noch keine wichtige Rolle spielen.
Hannes Delcroix – Haiti
Hannes Delcroix gehört in der Super League beim FC Lugano wie auch in der Nationalmannschaft von Haiti zu den gesetzten Spielern. Nach seinem Wechsel vom Premier-League-Verein Burnley zu Lugano konnte sich der Innenverteidiger bei den Tessinern schnell als Stammspieler etablieren.
Haiti gehört zu den Aussenseitern der WM. Der 27-Jährige steht mit seiner Nationalmannschaft vor einer fast unmöglichen Aufgabe – an der WM treffen sie in der Gruppe C auf Brasilien, Marokko und Schottland.
FC St.Gallen
Lawrence Ati Zigi – Ghana
Erst vor knapp drei Wochen gewann Lawrence Ati Zigi mit dem FCSG den Schweizer Cup, nun ist er bereits mit Ghana in den letzten Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft.
Auf Ghana wartet eine starke Gruppe an der WM. Nachdem es im ersten Spiel auf Panama getroffen ist, folgen mit England und Kroatien die grossen Favoriten der Gruppe L. Ghana hat jedoch schon bewiesen, dass es auch Topfavoriten herausfordern kann. An der WM 2022 in Katar forderten die Ghanaer Portugal heraus und konnten beim Stand von 3:0 innerhalb von zwei Minuten auf 3:2 verkürzen. Nun will der Mann, der gegen Cristiano Ronaldo zweimal Weltklasse-Reflexe zeigte, mit Ghana eine Sensation schaffen und die Gruppenphase «überleben».
Zigi spielte auch in dieser Saison mit dem FC St.Gallen eine geniale Saison. Bei den Espen ist er ein gesetzter Stammspieler und gehört zu den Publikumslieblingen. In der Nationalmannschaft trägt er die Nummer 1 und wird sicherlich auch an dieser WM eine wichtige Rolle spielen.
Servette FC
Dylan Bronn – Tunesien
Dylan Bronn konnte in diesem Jahr noch keine einzige Minute für Servette spielen – er fiel aufgrund einer nicht genauer definierten Knieverletzung aus. Auch wenn er bisher in der Innenverteidigung der Tunesier gesetzt war, könnte es für den 30-Jährigen so schwierig werden, in der Startelf zu stehen.
FC Zürich
Livano Comenencia – Curaçao
Livano Comenencia gehört beim FC Zürich mittlerweile zu den Stammspielern als Aussenverteidiger – zuletzt fiel er aufgrund von Oberschenkelproblemen länger aus. In der Nationalmannschaft wird der 22-Jährige jedoch – anders als im Klub – im Zentrum eingesetzt.
Bei Curaçao kommt der junge Spieler regelmässig zu Spielzeit und wird womöglich auch an der WM auflaufen können. Mit Deutschland, der Elfenbeinküste und Ecuador steht dem Aussenseiter eine grosse Aufgabe bevor.
FC Stade-Nyonnais
Melvin Mastil – Algerien
Dass ein Spieler aus der Challenge League an einer Weltmeisterschaft dabei ist, gibt es nicht oft. Bei Stade-Nyonnais ist Melvin Mastil ein gesetzter Torhüter – im Schweizer Cup brillierte Mastil gegen den FC Zürich. Steven Zuber scheiterte ganze zwei Mal am 26-Jährigen – der vom FC Lausanne-Sport an Stade-Nyonnais ausgeliehene Torhüter hielt sowohl in der regulären Spielzeit als auch im Elfmeterschiessen einen Penalty von Zuber.
Bei der algerischen Nationalmannschaft kam er erst einmal zum Einsatz – das Tor der Algerier hütet Luca Zidane, der Sohn der französischen Legende Zinédine Zidane. So wird Mastil auch an dieser WM keine wichtige Rolle spielen – die Erfahrung wird jedoch trotzdem Gold wert sein.
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