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Bild: instagram.com/swissicehockeyfederation

Coronasorgen vor U20-WM – doch die Schweizer Nati erhält grünes Licht

09.12.2020, 19:24

Am 25. Dezember soll in der «Bubble» von Edmonton die U20-Weltmeisterschaft im Eishockey losgehen. Doch noch bevor die Mannschaften überhaupt in der kanadischen Stadt angekommen sind, schwebt das Coronavirus über dem Turnier wie ein Damoklesschwert. Mehrere Mannschaften müssen nach positiven Tests auf Spieler oder gar Trainer verzichten.

Als Erstes hat es Gastgeber Kanada erwischt, das bereits Ende November mit einem grossen Kader in die WM-Vorbereitung startete. Am 26. November wurde das Trainingslager allerdings wegen mehreren positiven Tests unterbrochen und die Spieler wurden in eine 14-tägige Quarantäne geschickt. Seit gestern dürfen die Kanadier wieder trainieren. Für fünf Spieler ist das Abenteuer Junioren-WM aber schon vorbei, bevor es richtig begonnen hat. Weil sie unlängst zu kurzfristig noch einmal positiv getestet wurden, mussten Matthew Robertson, Mason Millman, Daemon Hunt, Ridly Greig und Xavier Simoneau bereits wieder die Heimreise antreten.

Auch im schwedischen Team ging das Virus um. Mit William Wallinder, Karl Henriksson, William Eklund und Albin Grewe wurden vier Spieler positiv getestet, die nun allesamt das Turnier verpassen. Insbesondere Henriksson hätte zu den Leistungsträgern gehört. Doch damit nicht genug: Weil er ebenfalls positiv getestet wurde, verpassen auch der schwedische Cheftrainer Tomas Montén, Assistenztrainer Anders Lundberg und Goalietrianer Nizze Landén das Turnier.

Derweil gab der Deutsche Eishockey-Bund bekannt, dass in der Vorbereitung Lukas Reichel, Elias Lindner und Nino Kinder positiv getestet wurden und deshalb beide die U20-WM ebenfalls verpassen. Reichel, Erstrundendraft dieses Jahres, war schon letztes Jahr einer der wichtigsten Spieler im Team der Deutschen.

Das Problem bei positiven Tests in europäischen Mannschaften ist die Anreise. Am kommenden Wochenende steigen die Teams in die vom Internationalen Eishockeyverband (IIHF) eigens dafür gebuchten Charterflieger nach Edmonton. Und dort darf nur rein, wer in den Tagen zuvor drei negative Covid-19-Tests abgelegt hat – oder als nicht mehr ansteckend taxiert wird.

Letzteres ist der Grund, warum die Schweizer grünes Licht erhalten. Die Mannschaft hat sich am Montag der ersten Runde PCR-Tests unterzogen, am Dienstag kamen vier positive Resultate zurück. Alle vier Spieler waren jedoch in den letzten 90 Tagen bereits einmal positiv getestet worden.

Simon Knak über die ersten Tage mit der U20-Nati.

Dennoch entschieden sich Cheftrainer Marco Bayer, Nationalmannschaftsdirektor Lars Weibel und Teamarzt Fabian Schaller dazu, am Dienstag kein Training durchzuführen. Bei den betroffenen Spielern wurde in der Folge ein Antikörpertest durchgeführt, der belegt hat, dass bei allen vier bereits Antikörper vorhanden sind.

«Die vier Spieler haben sich jederzeit vorbildlich und transparent verhalten. Sie sind alle mit einem negativen PCR-Test am Sonntag eingerückt und auch über die frühere Ansteckung wussten wir Bescheid. Daher haben wir nach den gestrigen Test-Resultaten die Lage in Absprache mit der IIHF analysiert und entsprechende Abklärungen mit dem Zuger Kantonsarzt getroffen.»
Lars Weibel, Nationalmannschaftsdirektor.

Am Mittwochmorgen erhielt der Teamarzt schliesslich die Bestätigung des Zuger Amts für Gesundheit, dass von den vier Spielern kein Ansteckungsrisiko ausgeht. Nach Rücksprache mit der IIHF dürfen sie somit im Vorbereitungscamp bleiben. Die vorsorgliche Quarantäne wurde aufgehoben und das Training am Mittwoch wieder normal aufgenommen. (abu)

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