Sport
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National League

Lugano – Servette 4:3nP (1:2,1:1,1:0)

ZSC Lions – Bern 1:2 (0:2,1:0,0:1)

ZSC Lions Cheftrainer Arno Del Curto waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem SC Bern am Sonntag, 17. Februar 2019, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Grübelnder ZSC-Coach: Arno Del Curto. Bild: KEYSTONE

ZSC taucht gegen Bern – Lugano gewinnt Strichkampf gegen Servette



Lugano – Servette 4:3 n.P.

Der HC Lugano bleibt im Playoff-Rennen hoffnungsvoll positioniert, weil gegen Servette nach einem 2:3-Rückstand bis zur 52. Minute noch ein 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen resultierte. Der Penalty-Krimi riss die 6727 Zuschauer in der Resega mit. Das Penaltyschiessen wurde zum Privatduell zwischen Luca Fazzini und Henrik Tömmernes. Beide reüssierten 4 Mal. Erst der 20. Penalty brachte die Entscheidung: Henrik Tömmernes, der in diesem Shootout zum sechsten Mal für Servette anlief, verschoss zum zweiten Mal. Fazzini verwertete 4 von 5 Penaltys.

Lugano's player Raffaele Sannitz, center, makes the 1-0 goal, during the preliminary round game of National League Swiss Championship 2018/19 between HC Lugano and HC Geneve Servette, at the Corner Arena in Lugano, Switzerland, Sunday, February 17, 2019. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Sannitz bringt Lugano in Führung. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Nicht erst das Penaltyschiessen begeisterte die Zuschauer. Schon vorher bekamen die Fans eine packende Partie mit Playoff-Intensität zu sehen. Servette reagierte auf einen frühen Rückstand und führte 2:1 und 3:2. Die Genfer kontrollierten das Geschehen, weil dem HC Lugano bei seinen ungestümen Angriffsbemühungen die Ruhe und die Übersicht fehlte. Der Ausgleichstreffer von Gregory Hofmann zum 3:3 veränderte indes alles: Im Finish suchte Lugano den Sieg um jeden Preis.

Beinahe wäre der konsequente Vorwärtsgang bestraft worden, denn 15 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit jubelte plötzlich Servette kurz. Die Servettiens glaubten, dass der Puck nach einem Schuss von Tanner Richard kurz hinter der Torlinie gewesen war. Der Videobeweis schien diese These zu bestätigen – jedoch zu wenig schlüssig. Deshalb blieben die Schiedsrichter bei ihrem On-Ice-Entscheid (kein Tor).

In der Tabelle liegen Lugano (9.) und Servette (10.) nach dem Spektakelspiel je zwei Punkte hinter den Playoff-Plätzen zurück. Luganos Ausgangslage präsentiert sich jedoch besser, weil Lugano ein Spiel weniger als die Konkurrenz und sogar zwei Spiele weniger als Servette schon bestritten hat. (sda)

ZSC Lions – Bern 1:3

Die ZSC Lions kassierten gegen den SC Bern mit 1:3 die dritte Heimniederlage hintereinander. Dennoch gab es aus Zürcher Sicht positive Anzeichen: Die Löwen spielten viel besser als auch schon. Sie tankten zwar gegen Bern keine zusätzlichen Punkte für die Tabelle, dafür aber Moral. Denn der ZSC spielten den Leader phasenweise an die Wand. Maxim Noreau (57.) und Jérôme Bachofner (55.) vergaben die letzten Möglichkeiten zum 2:2-Ausgleich. 55 Sekunden vor Schluss machte Simon Moser mit einem Schuss ins leere Tor alles klar.

SC Bern Stuermer Thomas Ruefenacht (#81) bejubelt das Tor zum 0-2 gegen ZSC Lions Torhueter Lukas Flueeler waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den ZSC Lions und dem SC Bern am Sonntag, 17. Februar 2019, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Flüeler bezwungen – Rüfenacht jubelt. Bild: KEYSTONE

Diese letzte Szene widerspiegelte die Partie: Die ZSC Lions versuchten alles, ersetzten den Goalie durch einen sechsten Feldspieler, aber just als Niklas Schlegel das Eis verliess, verlor Roger Karrer den Stand, er stürzte, wodurch Simon Moser den Puck übernehmen und ins leere Tor einschiessen konnte. Das Glück stand am Sonntagnachmittag definitiv nicht auf der Seite der ZSC Lions – und die Referees meinten es mit dem ZSC auch nicht gut. Sie anerkannten ein fragwürdiges 2:0 für den SCB und fielen lange durch einseitige Strafengebung auf.

Die Zürcher müssen sich aber an der eigenen Nase nehmen. Nach sieben Minuten führte Bern 2:0. Danach investierte das Team von Arno Del Curto extrem viel in die Aufholjagd. Dank Leonardo Genoni (28 Paraden), und weil Denis Hollenstein gleich dreimal bei Sololäufen aufs Berner Goal nicht reüssierte, brachte Bern die Führung über die Zeit. Die ZSC Lions erzielten zum zehnten Mal diese Saison in einem Heimspiel weniger als drei Tore. An der mangelnden Effizienz im Abschluss müssen die Zürcher bis am Freitag arbeiten. Dann kommt es im Hallenstadion zum Duell gegen Lugano. (sda)

Die Tabelle

Bild

tabelle: srf

Die Telegramme

ZSC Lions - Bern 1:3 (0:2, 1:0, 0:1)
11'200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Hebeisen/Stricker, Castelli/Progin.
Tore: 6. Mursak (Ebbett) 0:1. 7. Arcobello (Moser, Ruefenacht) 0:2. 39. Herzog (Cervenka) 1:2. 60. (59:05) Moser 1:3 (ins leere Tor).
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Bern.
ZSC Lions: Flüeler (21. Schlegel); Klein, Phil Baltisberger; Noreau, Geering; Karrer, Marti; Sutter, Berni; Bachofner, Moore, Cervenka; Bodenmann, Suter, Hollenstein; Chris Baltisberger, Schäppi, Herzog; Miranda, Prassl, Hinterkircher.
Bern: Genoni; Burren, Almquist; Kamerzin, Blum; Andersson, Beat Gerber; Colin Gerber; Ruefenacht, Arcobello, Moser; Mursak, Ebbett, Kämpf; Bieber, Haas, Scherwey; Sciaroni, Heim, Berger.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Backman, Blindenbacher, Nilsson, Wick (alle verletzt) und Pettersson (überzähliger Ausländer), Bern ohne Jeremi Gerber, Krueger, Untersander (alle verletzt) und Boychuk (überzähliger Ausländer).

Lugano - Genève-Servette 4:3 (1:2, 1:1, 1:0, 0:0) n.P.
6727 Zuschauer. - SR DiPietro/Wiegand, Fuchs/Wüst.
Tore: 6. Sannitz (Hofmann, Haapala) 1:0. 14. Berthon (Fransson) 1:1. 15. Riat 1:2. 23. Jörg 2:2. 27. Winnik (Bozon/Ausschluss Lajunen) 2:3. 52. Hofmann (Haapala) 3:3.
Penaltyschiessen: Bozon -, Haapala -; Richard -, Klasen -; Tömmernes 0:1, Hofmann; Wick -, Fazzini 1:1; Maillard -, Bertaggia; Fazzini 2:1, Tömmernes 2:2; Klasen 3:2, Tömmernes 3:3, Fazzini 4:3, Tömmernes 4:4; Fazzini -, Tömmernes -; Fazzini 5:4, Tömmernes -.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
Lugano: Merzlikins; Ulmer, Vauclair; Löffel, Wellinger; Chiesa, Riva; Jecker; Haapala, Sannitz, Hofmann; Bürgler, Lajunen, Klasen; Bertaggia, Lapierre, Jörg; Fazzini, Romanenghi, Morini; Reuille.
Genève-Servette: Descloux; Martinsson, Tömmernes; Mercier, Fransson; Völlmin, Bezina; Antonietti, Dufner; Fritsche, Berthon, Bozon; Rubin, Almond, Simek; Wick, Richard, Winnik; Riat, Kast, Maillard.
Bemerkungen: Lugano ohne Chorney, Cunti und Walker (alle verletzt), Genève-Servette ohne Bouma, Douay, Jacquemet, Rod, Romy, Skille, Vukovic, Wingels (alle verletzt). (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • feuseltier 17.02.2019 23:02
    Highlight Highlight 4 Niederlagen an einem Sonntag. .

    Gc verliert im Fußball

    ZSC gegen bern

    ZSC Elite verliert dss 3. Spiel hintereinander gegen rappi in den Playoffs? ?

    Gck rutscht auf den 9. Rang. .

    Zürich im Fall!
    Wo sind die verantwortlichen und wer übernimmt das Zepter?
    • LebeauFortier 18.02.2019 07:58
      Highlight Highlight Musstets Du im Internet suchen, um vier erfolglose Zürcher Vereine zu finden?
      Glaub mir, es kommen wieder andere Tage. Vielleicht schon im März. Vielleicht auch noch im April.

      Bis dann hat sich die Frage nach der Zepter-Übernahme eventuell geklärt. 😘
  • UrsK 17.02.2019 21:57
    Highlight Highlight Die Szene zum angeblich fragwürdigen 2:0 hat man bei der Konkurrenz unter anderem so beschrieben:
    "Die Pflaume: Kevin Klein (ZSC). Der Verteidiger, der eigentlich seine Karriere nach der letzten Saison beenden wollte, leitet mit einem unbegreiflichen Fehlpass das 0:2 ein."
    • goldmandli 17.02.2019 22:40
      Highlight Highlight Dieser Konkurrenz schenkt man auch keine Aufmerksamkeit und page views. Unabhängig von dieser Aussage sollte man über die Qualität, oder eben des Fehlens solcher, bescheid wissen.
    • UrsK 18.02.2019 09:15
      Highlight Highlight Man kann auch nur beim Eismeister nachlesen, der ist nicht bei der Konkurrenz:
      "Kevin Klein leitet mit einem grandiosen Fehlzuspiel den zweiten Gegentreffer (zum 0:2) ein. Der Anfang vom bitteren Ende schon nach 6 Minuten und 57 Sekunden."
  • Dreibünden 17.02.2019 20:19
    Highlight Highlight Oha, da ist aber jemand auf der „Zürcher?“ Sportredaktion doch eher frustriert.
    Sollte einem Sportjournalisten nicht passieren...sorry ganz schwacher Artikel😳
    • andrin89 17.02.2019 23:21
      Highlight Highlight Ist kein Artikel von Watson, sondern von der Agentur...
  • BeatBox 17.02.2019 19:43
    Highlight Highlight Von „an die Wand spielen“ hab ich nicht viel gesehen... Ein sehr einseitiger Bericht des Spiels ZSC-SCB.

    Hier den Schiris Einseitigkeit vorzuwerfen ist ein bisschen sehr dürftig und zeugt von Sicht durch Fanbrille!
    • MARC AUREL 17.02.2019 20:03
      Highlight Highlight Wenn es um die Lions geht fehlt es Watson an objektivität! Sie anerkannten ein fragwürdiges Tor der Berner... ja, es war sehr knapp aber die Entscheidung der Schiedsrichter schlussendlich korrekt! Gegen Ambri und Zug profitierten sie von klare Fehlentscheide! Daher 🤐 und nicht meckern!
    • CaptainObvious 18.02.2019 00:31
      Highlight Highlight Das wurde nicht von watson geschrieben, sondern nur kopiert (und vielleicht noch ein klein wenig angepasst).
      Der gleiche Text ist auch bei 20min - da war er früher online, daher hab ich‘s da gelesen und mich ebenso über die „neutrale“ Berichterstattung amusiert. Der Autor kann nur ein Zett-Fan sein...
  • Rock'n'Rohrbi 17.02.2019 19:23
    Highlight Highlight Selten so ein spannendes finish wie heute in Lugano gesehn. Erst das fast Tor der Servettiens vor regulärem Ende und dann ein denkwürdiges Penaltyschiessen von Fazzini. Das kann jetzt jede Runde so weiter gehen. 💪🏻
    • BeatBox 17.02.2019 19:45
      Highlight Highlight Lugano hätte sich nicht beklagen dürfen, wenn das Tor gegeben worden wäre. Aber auch hier (wie beim 2. Tor von Bern) konnte man im TV Bild nicht klar das Gegenteil sehen und dann bleibt der Spielfeldentscheid, punkt!
  • ben harper 17.02.2019 19:09
    Highlight Highlight Schade. Mangelnde Effizienz und zuviele Fehler bei meinem Z., Deplorable Refs. Während zwei Dritteln. Den Mutzen kann man bis auf einige unschöne Dräcklereien nicht viel vorwerfen. Verpasste Chance, die wären heute zu packen gewesen.
  • Bäru 17.02.2019 19:01
    Highlight Highlight Der SCB und EVZ führen die Tabelle an, weil sie eben auch solche Spiele gewinnen. Die Lions hätten es in der Hand gehabt...aber eben. Glück muss und kann man erzwingen. Freue mich auf die PO‘s und die paar Mannschaften, die eine überraschend starke Quali spielen. Hopp SssssCeeeBeeee
  • MARC AUREL 17.02.2019 18:51
    Highlight Highlight Der SCB spielt im eigenen Slot einfach stark! 😎

Kein Witz: Arno Del Curto ab sofort Trainer der ZSC Lions!

Paukenschlag im Schweizer Eishockey: Die ZSC Lions trennen sich von Trainer Serge Aubin und ersetzen ihn durch den langjährigen Davos-Trainer Arno Del Curto.

22 Jahre lang war Arno Del Curto Trainer des HC Davos, er führte die Bündner zu sechs Meistertiteln. Ende November trat er zurück – nun ist er bereits wieder als Eishockeytrainer auf höchster Ebene tätig.

Der 62-jährige Del Curto übernimmt per sofort und bis Ende Saison die ZSC Lions, die gestern 1:2 nach Verlängerung gegen Davos verloren hatten und sich nach wie vor im Strichkampf befinden. Für Del Curto ist es eine Rückkehr ins Hallenstadion: Dort war er schon zwischen 1991 und 1993 Trainer.

Sein …

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