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EV Zug

NLA: Perttu Lindgren findet bei Davos zum Skoren zurück

Marc Wieser von Davos, rechts, jubelt nach seinem Tor zum 2-0 mit Perttu Lindgren, beim zweiten Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen dem HC Davos und Lausanne HC, am Dienstag, 7. M ...
Perttu Lindgren (links) hat seinen Torriecher wieder gefunden.Bild: KEYSTONE

Die finnische Davoser Hoffnung – Perttu Lindgren skort wieder

Perttu Lindgren macht wieder das, was er am besten kann. Spiele für den HC Davos dominieren und entscheiden – trotz angeblichen Hüftproblemen und mit etwas Hilfe der Schiedsrichter.
29.03.2017, 09:1429.03.2017, 16:33

Er ist unbestritten einer der besten Center der Schweizer Liga. Perttu Lindgren, der letztjährige MVP der NLA, hat alles, um das Spiel für den HC Davos zu dominieren. Er ist schnell, hat eine unglaubliche Übersicht auf dem Eis und weiss auch in den Special Teams zu überzeugen.

Perttu Lindgren, links, von Davos feiert das 3:4 fuer Dvos vor Torhueter Tobias Stephan, rechts, und David McIntyre, mitte, von Zug beim dritten Eishockey Playoff Halbfinalspiel der National League A  ...
Lindgren trumpft auf, Zug ist am Boden.Bild: KEYSTONE

Zuletzt schien Lindgren aber nur noch ein Schatten seiner selbst. Kurz vor dem Ende der Qualifikation musste sich der Finne, der eigentlich die ganze Saison über Topskorer des HCD war, noch von Andres Ambühl in der internen Skorerwertung überholen lassen. Als Davos sich definitiv für die Playoffs qualifiziert hatte, wurde der 29-Jährige nur noch geschont.

Sind es Hüftbeschwerden?

In der Viertelfinal-Serie gegen Lausanne brachte er nur einen Skorerpunkt zustande (ein Tor im vierten und entscheidenden Sieg). In den ersten beiden Halbfinalspielen blieb Lindgren ebenfalls blass. Aufgefallen ist er höchstens durch schlechtes Stellungsspiel bei kassierten Toren.

Trainer Arno Del Curto nahm seinen Spieler in Schutz. Lindgren leide an Hüftbeschwerden, nach der Saison sei eine Operation fällig, hiess es. Und es scheint, als hätte die Rückendeckung seines Trainers beim Finnen Wunder bewirkt. In den folgenden zwei Spielen konnte sich der Center jeweils als Doppeltorschütze auszeichnen.

Der Ausgleich zum 3:3 im dritten Halbfinal-Spiel.Video: streamable

Lindgren hat offenbar seinen Torriecher wieder gefunden. Beim wichtigen 3:3-Ausgleich im dritten Halbfinal-Spiel gegen Zug stand er genau am richtigen Ort und musste nur noch die Schaufel hinhalten. Auch seiner Rolle als Boxplay-Spezialist wird der Center wieder gerecht. Zwei seiner letzten vier Tore erzielte er in Unterzahl. Zuletzt bewies er am Dienstagabend seine Kaltschnäuzigkeit mit gleich zwei Penalty-Treffern. 

Beim ersten Penalty erwischt Lindgren Stephan zwischen den Beinen.Video: streamable
Lindgren versenkt auch den zweiten Penalty. Video: streamable

Zweiter Penalty war ein Fehlentscheid

Zugegeben, der zweite Penalty war ein Geschenk der Schiedsrichter. Und auch nachher pfeift das Duo Wiegand/Vinnerborg zweifelhafte Strafen – einerseits das Haken gegen Davos' Gregory Sciaroni in der 59. Minute, andererseits den Ausschluss gegen Zugs Santeri Alatalo wegen eines angeblichen Stockschlags kurz vor der Verlängerung. Aber man muss die Chancen, die sich einem bieten, auch erst nutzen. Aus irgendeinem Grund gelingt das Perttu Lindgren wieder.

Nein, das war kein Penalty.Video: streamable

Wie ist die plötzliche Steigerung zu erklären? Ganz einfach: Lindgren verkaufte sich in den Playoffs bislang unter Wert. Kam er in der Qualifikation noch auf 0,87 Punkte pro Spiel (bester Wert bei Davos), waren es in den Playoffs bis und mit Spiel 2 in Zug nur 0,50 Punkte pro Partie. Nach seinen vier Toren in den letzten beiden Duellen hat der Finne die Quote auf 0,88 hochgeschraubt – «Courant normal» für einen Spieler wie ihn.

War die Erwähnung von Lindgrens Hüftproblemen nur ein Bluff Del Curtos, um Druck von seinem Spieler zu nehmen? In den Playoffs ist es normalerweise unüblich, bei Verletzungsberichten ins Detail zu gehen, um den eigenen Spieler nicht angreifbar zu machen. Die jüngsten Leistungen des Centers würden diese Theorie bestätigen. Aber was es auch immer war, es hat funktioniert. Mit Lindgren – und dadurch auch mit dem HC Davos – ist in diesen Playoffs wieder zu rechnen.

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

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NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden
HC Davos: 5 - Marc Gianola.
quelle: keystone / fabrice coffrini
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