Topskorer Essende erlöst YB in der Nachspielzeit – Sion deklassiert schwaches Vaduz
Luzern – Young Boys 2:3
Samuel Essendes eindrückliche Torserie geht weiter. In Luzern schiesst der Stürmer die Young Boys in der 92. Minute zum 3:2-Sieg. Essende stand in der Nachspielzeit einmal mehr goldrichtig und erzielte in seinem 13. Ligaspiel bereits seinen 15. Treffer. Dieser war besonders wertvoll. Nachdem die Berner zweimal eine Führung verspielt hatten, drohte dem ersten Verfolger von Leader Lugano der nächste Punktverlust. Doch dank des kongolesischen Nationalspielers verkürzt YB den Rückstand auf die Tessiner, die am Sonntag im Einsatz stehen, auf sechs Punkte.
Essende baute damit auch seine Serie aus: Der 28-Jährige traf in sieben Spielen in Folge und wandelt damit auf den Spuren der YB-Legende Guillaume Hoarau. Dieser hatte zwischen Februar und April 2018 in acht aufeinanderfolgenden Partien mindestens einmal getroffen.
Fast hätte YB allerdings auch den dritten Führungstreffer noch verspielt. Die Luzerner jubelten in der 94. Minute über den vermeintlichen Ausgleich, doch die Videoüberprüfung zeigte ein knappes Offside. Damit verpassten es die Innerschweizer, die aus den letzten vier Runden nur einen Punkt holten, sich für eine engagierte Leistung zu belohnen.
Luzern - Young Boys 2:3 (1:1)
12'771 Zuschauer. - SR Cibelli.
Tore: 22. Fassnacht 0:1. 38. Di Giusto (Penalty) 1:1. 64. Guirassy (Schmidt) 1:2. 82. Winkler (Kabwit) 2:2. 92. Essende (Virginius) 2:3.
Luzern: Letica; Dorn, Lüthi, Bung Meng Freimann, Fernandes; Zimmermann (7. Owusu), Winkler; Kabwit (91. Bung Hua Freimann), Di Giusto, Ciganiks (79. Oehlers); Mikolajewski (79. Villiger).
Young Boys: Keller; Blum, Jenz, Zesiger, Schmidt (77. Bukinac); Lauper, Gigovic (91. Pech); Fassnacht (96. Wüthrich), Sanches (91. Sène), Guirassy (77. Virginius); Essende.
Bemerkungen: Verwarnungen: 56. Schmidt, 79. Jenz, 85. Dorn, 89. Lüthi, 90. Oehlers.
Vaduz – Sion 0:4
Auch ohne Topskorer Winsley Boteli gewinnt der FC Sion. Die Walliser feiern auswärts beim FC Vaduz einen ungefährdeten 4:0-Sieg. Rilind Nivokazi, der im Sturmzentrum den an einer Lebensmittelvergiftung erkrankten Boteli ersetzte, schlug voll ein. Bis zur 15. Minute traf der kosovarische Nationalspieler zweimal und sorgte im Rheinpark-Stadion damit früh für klare Verhältnisse.
Nach dem dritten Tor der Gäste, das Ilyas Chouaref in der 34. Minute erzielte, versuchte Vaduz-Trainer Marc Schneider mit einem Dreifachwechsel, neuen Schwung ins Spiel zu bringen. Doch die Liechtensteiner, die vier Tage zuvor im Cup einen 20:0-Erfolg gegen die zweite Mannschaft von Schaan gefeiert hatten, fanden am Samstag nie richtig ins Spiel.
Bei Sion traf Théo Berdayes, nachdem er zuvor zwei Tore vorbereitet hatte, in der zweiten Halbzeit zum 4:0 und setzte damit den Schlusspunkt. Sion mischt damit weiter an der Tabellenspitze mit und bleibt zwei Punkte hinter dem zweitplatzierten YB.
Vaduz - Sion 0:4 (0:3)
3025 Zuschauer. - SR Turkes.
Tore: 11. Nivokazi (Rrudhani) 0:1. 15. Nivokazi (Berdayes) 0:2. 34. Chouaref (Berdayes) 0:3. 54. Berdayes (Chouaref) 0:4.
Vaduz: Schaffran; Hasler (36. Beeli), Simani, Berisha, Schwizer (36. Sawadogo); Walker (36. Akhalaia); Hammerich, Cocic, Cabrera (65. Lang); Dalipi, Monsberger (66. Djokic).
Sion: Racioppi; Lavanchy (84. Möschinger), Hajrizi, Kronig, Hefti; Kabacalman (78. Sylla), Baltazar Costa; Chouaref (63. Lukembila), Berdayes, Rrudhani (63. Surdez); Nivokazi (78. Kololli).
Bemerkungen: Verwarnungen: 56. Sawadogo. (pre/sda)
Die Tabelle
Die Torschützenliste
- So haben sich im Schweizer Frauenfussball die Zuschauerzahlen seit der Heim-EM entwickelt
- Vogt erhält Morddrohung – Heidenheim zieht gegen eigenen Fan Konsequenzen
- Fussballer de Miguel an seinem Heimatort beigesetzt – Todesursache bestätigt
- Neuer GC-Trainer Janssen: «Ein Captain wie Abrashi ist ein riesiger Schatz für mich»
