Sport
FC Zürich

Super League: Gegner beleidigt? GC-Trainer Schällibaum unter Verdacht

GC Trainer Marco Schaellibaum beim Fussballspiel der Super League FC Winterthur gegen den Grasshopper Club Zuerich im Stadion Schuetzenwiese in Winterthur am Samstag, 5. Oktober 2024. (KEYSTONE/Walter ...
Hat er sich im Derby unangemessen verhalten? GC-Trainer Marco Schällibaum steht unter Verdacht.Bild: keystone

Hat GC-Trainer Schällibaum beim Derby den Gegner beleidigt? Liga eröffnet Verfahren

21.10.2024, 16:0421.10.2024, 16:04

Am Ende des Spiels war GC-Trainer Marco Schällibaum ausser sich. Schon bei der Auswechslung von Antonio Marchesano schimpfte er in dessen Richtung, auch sonst soll er sich abfällig gegenüber der FCZ-Bank geäussert haben. Die Zürcher seien über die Wortwahl irritiert gewesen sein. Schällibaum erklärte nach der 1:2-Niederlage im Derby beim SRF, dass Emotionen dazugehören würden, er sich aber nie respektlos verhalten habe.

«Zwei, drei haben uns provoziert und das wollte ich ihnen noch sagen, dass man den Sieg auch anders feiern kann als mit Provokationen», so der 62-Jährige. Schällibaum hatte unter anderem mit FCZ-Geschäftsführer Andreas Schmocker und Sportchef Milos Malenovic geschimpft. Ob Schällibaum dabei wirklich ohne Respektlosigkeiten auskam, möchte die Liga nun untersuchen.

Wie die Swiss Football League am Montagnachmittag mitteilte, wurde ein Verfahren gegen Marco Schällibaum eröffnet. «Der Trainer des Grasshopper Club Zürich soll sich nach dem Derby vom Samstag gegen den FC Zürich (1:2) unangemessen verhalten haben», schreibt die Liga. Schällibaum erhalte nun eine Frist, um eine Stellungnahme abzugeben.

Besonderes Augenmerk dürfte dabei wohl auf den Äusserungen gegenüber FCZ-Goalie Yanick Brecher liegen. So schreibt der «Blick», dass Schällibaum den gegnerischen Captain vor den Augen von Schiedsrichter Sandro Schärer nach dem Abpfiff massiv beleidigt haben soll. Dieser habe das anschliessend in seinem Spielrapport festgehalten.

Ob das womöglich unangemessene Verhalten Konsequenzen haben wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Am nächsten Wochenende trifft GC auswärts auf Lausanne-Sport und damit einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Eine Sperre gegen den Trainer käme da eher ungelegen. (nih)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die unendliche GC-Saga
1 / 70
Die unendliche GC-Saga
April 2009: Die «Affäre Eckel»Alles beginnt 2009: Sportchef Erich Vogel gibt seinen Rücktritt bekannt. Er ist dem Hochstapler Volker Eckel auf den Leim gekrochen, der vorgibt ein arabischer Prinz zu sein und 300 Millionen Franken in GC investieren zu wollen.
quelle: keystone / alessandro della bella
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Schon mal was von Fahrrad-Surfen gehört? Es ist genau so absurd, wie es klingt
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Zug, Ambri und der SC Bern – die neue Herrlichkeit auf dem Prüfstand
Zug, Ambri und Bern sind nach Punkten pro Spiel die ersten Verfolger der ZSC Lions. Alle drei haben sich nach einer «Revolution» neu aufgestellt. Doch wie viel Substanz steht hinter dem überraschenden Höhenflug?
Ambri, der SCB und Zug haben im Laufe der letzten Saison neben dem Eis für ein buntes Unterhaltungsprogramm gesorgt. Alle drei drechselten allerlei personelle Schlagzeilen. Mit Kommandoenthebungen in den Büros und an der Bande, teuren Schweizer Transfers in Zug, eine Justierung der Torhüterposition in Bern und mehreren neuen Ausländern in Bern und in Ambri.
Zur Story