«Schau mal, was hier los ist»: So feiert der FCSG seinen Cupsieg
«Es war eine so grosse Sehnsucht da», sagt Klubpräsident Matthias Hüppi nach dem 3:0-Sieg seines FC St.Gallen im Cupfinal gegen Stade Lausanne-Ouchy. Wer die Bilder der Ostschweizer Fans im Berner Wankdorf, aber auch in der St.Galler Innenstadt sieht, hat daran keine Zweifel mehr. 26 Jahre nach der letzten Meisterschaft des FCSG und gar 57 Jahre nach dem bisher einzigen Cupsieg der Vereinsgeschichte feiern die Espen wieder einen Titel.
Im Stadion versetzte das Team die Fans spätestens mit dem 3:0 durch Christian Witzig, der erst fünf Sekunden auf dem Feld gestanden hatte, in der Nachspielzeit in Ekstase. «Ich habe es mir genauso vorgestellt», berichtete der 25-jährige Mittelfeldspieler, der zuletzt verletzt gefehlt hatte, beim SRF, «dass wir auf der Seite das Tor schiessen und dann auf der anderen Seite vor unseren Fans jubeln.»
Wenige Minuten nach der Entscheidung gab es im Wankdorf dann kein Halten mehr. Nach Abpfiff stürmten die Spieler direkt zu ihren Fans in die Kurve, um mit den rund 20'000 mitgereisten Anhängerinnen und Anhängern zu feiern. «Schau mal, was hier los ist», schwärmte Tom Gaal, der das 1:0 erzielt hatte.
Das sagt Tom Gaal:
Besonders gefeiert wurde selbstverständlich Captain Lukas Görtler, der mit dem FC St.Gallen seinen dritten Cupfinal spielte. 2021 (1:3 gegen Luzern) und 2022 (1:4 gegen Lugano) gingen diese noch verloren. «Ich war den Tränen nahe, weil ich so traurig war, dass wir die Erwartungen nicht erfüllt haben», blickte der 31-jährige Deutsche zurück, «ich habe mich verantwortlich gefühlt, weil ich in den Finals nicht gut gespielt habe.» Jetzt durfte er als Captain aber die Trophäe in die Höhe stemmen. «Ich wollte es so sehr, für die Fans und die Region. Es musste so kommen, dass wir gewinnen.»
Das sagt Captain Görtler:
Für grossen Jubel sorgte das Ergebnis im Wankdorf auch in der Heimat des FCSG: Auf dem St.Galler Marktplatz verfolgten die Partie Tausende Fans beim Public Viewing, sie fieberten mit:
Sie feierten die Tore:
Und als Schiedsrichter Luca Cibelli das Spiel dann endlich beendete, brachen alle Dämme:
Und die Feier dürfte noch lange weitergehen. Am Sonntagabend wird das Team in der Innenstadt empfangen – und in St.Gallen nach 26 Jahren mal wieder ein Titel zelebriert. (nih)
