Sport
FIFA

WM 2026: FIFA reagiert auf Schelte der Regelhüter im Fall Embolo

Switzerland's Breel Embolo (7) reacts in a challenge from Argentina's Leandro Paredes (5) during the World Cup quarterfinal soccer match between Argentina and Switzerland in Kansas City, Mo. ...
Der Schiedsrichter sah erst ein Foul und schickte Breel Embolo dann für eine Schwalbe vom Platz – die FIFA hält das Vorgehen für richtig.Bild: keystone

«Kein Fehler»: So reagiert FIFA auf die Schelte der Regelhüter im Fall Embolo

28.07.2026, 21:1528.07.2026, 21:15

Im WM-Viertelfinal sah der Schweizer Breel Embolo eine Gelb-Rote Karte, nachdem er eine Schwalbe begangen hatte. Der Schiedsrichter zeigte dem Stürmer diese aber erst nach dem Eingreifen des VAR, was eigentlich nicht zulässig gewesen wäre. Dies erklärten die Regelhüter vom International Football Association Board nun. So könne die Regel bezüglich der «Mistaken Identity» derzeit nur im Falle einer Verwechslung verwendet werden – die Auslegung der FIFA war demnach also nicht durch die Regeln gedeckt, obwohl sie an der WM von Beginn an so verwendet wurde.

Der Weltfussballverband verteidigte sich gegen die Kritik. «Wir betrachten dies nicht als Fehler oder des VAR», sagte ein FIFA-Sprecher am Dienstagabend. Schliesslich sei durch den Eingriff der richtige Entscheid getroffen worden. «Die Schwalbe selbst steht ausser Frage und sollte nicht zu einer Disziplinarmassnahme gegen einen Gegner führen», erklärt dieser und verweist darauf, dass «die Interpretation der ‹Mistaken Identity›-Regel während der WM konsequent angewendet» wurde.

Die FIFA sei während des Turniers in ständigem Austausch mit dem IFAB gestanden. Die Regelhüter hätten demnach bestätigt, «dass diese Auslegung ihre Berechtigung hat, positiv aufgenommen wurde und Teil der Diskussionen über Änderungen am VAR-Protokoll sein wird».

In den Augen des Weltfussballverbands war das Vorgehen im Fall Embolo sowie in der Partie zwischen den USA und Paraguay also korrekt – trotz der Erklärung der Regelhüter vom IFAB. (nih)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026
1 / 145
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026

Spanien um Captain Rodri ist am Ende der grössten WM der Geschichte der verdiente Sieger.

quelle: keystone / ashley landis
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Brände in Südfrankreich wüten weiter – Videos zeigen die Brandherde
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
60 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
MorningSun
28.07.2026 21:27registriert Dezember 2022
Diese Regelauslegung macht überhaupt keinen Sinn. Hätte es für das „Foul“ nicht Gelb gegeben, hätte es auch keine Mistaken Identity gegeben. Entweder man zeigt für alle Schwalben konsequent gelb, oder man lässt es sein.
15711
Melden
Zum Kommentar
avatar
Seebarsch
28.07.2026 23:02registriert April 2020
Gut wenn die fifa sagt es war kein Fehler, dann ist es garantiert einer!
874
Melden
Zum Kommentar
avatar
Turrdy
28.07.2026 23:42registriert März 2018
Ich bin da beim IFAB. Die Regeln sollen so umgesetzt werden wie sie geschrieben sind, ohne Eigeninterpretation. Sind die Regeln doof, soll man sie offiziell ändern. Aber solange da steht was eben steht, gibt es daran nichts zu rütteln.
671
Melden
Zum Kommentar
60
«Möchte ein spektakuläres Vermächtnis hinterlassen» – Ronaldo deutet Karriereende an
Der Portugiese will sich nach dem Karriereende anderen Interessen widmen. Cristiano Ronaldos Vertrag bei Al-Nassr läuft im kommenden Sommer aus.
Fussball-Superstar Cristiano Ronaldo steht «wahrscheinlich» vor seinem letzten Jahr als Profi. Der Portugiese erklärte in einem Interview mit dem Magazin «Vogue», dass er seine Laufbahn nach dem Auslaufen seines Vertrags bei Al-Nassr in Saudi-Arabien im kommenden Sommer wohl beenden werde.
Zur Story