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Weiter Unterstützung für FIFA-Chef Infantino aus Afrika

FILE - FIFA President Gianni Infantino makes comments during the opening ceremony of the International Broadcast Center, June 1, 2026, in Dallas. (AP Photo/Tony Gutierrez, File)
Gianni Infantino
Gianni Infantino erhält weiterhin die Unterstützung aus Afrika.Bild: keystone

Afrika unterstützt Infantino weiterhin – Norwegen fordert den sofortigen Rücktritt

Gianni Infantino steckt seit dem Scheitern seines Plans, die FIFA für private Investoren zu öffnen, in einer schweren Krise. Am späten Donnerstagabend erhält er Support aus Afrika. Die Kräfteverhältnisse scheinen zugunsten des Schweizers zu stehen.
07.08.2026, 06:4507.08.2026, 13:51

Nach einer Sitzung ihres Exekutivkomitees bekräftigte die Afrikanische Fussballkonföderation (CAF) einstimmig ihre Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino. Die Entschuldigung Infantinos wurde positiv aufgenommen, nachdem die FIFA-Führung am Mittwoch in Rabat eine Krisensitzung abgehalten und Fehler im Zusammenhang mit den Investorenplänen eingestanden hatte.

Das Pro-Infantino-Lager

Damit präsentieren sich die Kräfteverhältnisse innerhalb des Weltfussballs zugunsten des Schweizers, der im kommenden März die Wiederwahl anstreben dürfte. Die CAF ist mit 54 Mitgliedsländern die zweitgrösste Kraft innerhalb der FIFA.

Die südamerikanische Konföderation (CONMEBOL) mit ihren 10 Mitgliedsverbänden, darunter Argentinien und Brasilien, hatte sich zunächst zurückhaltend gezeigt. Gleichzeitig sprachen sich die Südamerikaner für die Wahrung der Institutionen aus und lehnten jede Initiative zur Absetzung Infantinos ab.

Die Ozeanische Fussballkonföderation (OFC) hatte ihre 11 Mitgliedsverbände nach der Vorstellung des Projekts lediglich aufgefordert, dieses zu prüfen und sich am Konsultationsprozess der FIFA zu beteiligen. Seit der Aufgabe des Projekts hat sie sich nicht mehr geäussert.

Die Asiatische Fussballkonföderation (AFC) mit ihren 46 Mitgliedsverbänden stellte sich nicht klar gegen Infantino. Sie erklärte jedoch, das Projekt habe «grundlegende Schwächen in den Konsultations- und Entscheidungsprozessen der FIFA» offengelegt, und forderte eine rasche Überprüfung der Governance-Strukturen.

Gleichzeitig erhielt Infantino Unterstützung von mehreren asiatischen Verbänden. So veröffentlichten Katar und die Mongolei nahezu wortgleiche Erklärungen, in denen sie den «Verdienst» des Projekts und die «Weisheit» lobten, vom Investoren-Projekt Abstand zu nehmen.

Gianni Infantino looks on during the Africa Cup Of Nations match between South Africa and Cameroon at Al Medina Stadium on January 4, 2026 in Rabat, Morocco. Photo by Thor Wegner/DeFodi Images - *** G ...
Infantino darf sich über viel Unterstützung freuen.Bild: www.imago-images.de

UEFA und CONCACAF sind nicht einverstanden

Obwohl das umstrittene Projekt inzwischen offiziell aufgegeben wurde, bleibt die UEFA mit ihren 55 Mitgliedsverbänden hart. Das Vertrauen in die Präsidentschaft von Infantino ist verloren.

Mehrere europäische Verbände, darunter Finnland, Serbien, Schweden, Wales und Dänemark, haben bereits öffentlich angekündigt, Infantino bei der Wahl 2027 nicht zu unterstützen. Der norwegische Fussballverband um Präsidentin Lise Klaveness fordert am Freitagmorgen den FIFA-Boss sogar zum sofortigen Rücktritt auf. Die Haltung der grossen Fussballnationen steht jedoch noch aus.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin kann dabei auf die Unterstützung der Europäischen Klubvereinigung (ECA) zählen, deren Präsident Nasser al-Khelaïfi zugleich Präsident von Paris Saint-Germain ist.

Auch die CONCACAF mit ihren 35 Mitgliedsverbänden aus Nordamerika, Mittelamerika und der Karibik schloss sich der Kritik der UEFA am Privatisierungsprojekt an. Die FIFA habe «ausserhalb jedes Rahmens und ohne Transparenz, Konsultation oder ordnungsgemässes Verfahren» gehandelt. CONCACAF-Präsident Victor Montagliani, ein Kanadier, gilt laut mehreren internationalen Medien als möglicher Gegenkandidat Infantinos bei der Wahl im März. (riz/sda/afp/dpa)

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