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Thun siegt in Europa-League-Quali – auch FCSG und Lugano erfolgreich

Brighton Labeau (FC Thun), left, celebrates his goal after scoring the 2-0 with Marc Gutbub (FC Thun), center, and Nassim Zoukit (FC Thun) right, during the third qualifying round UEFA Europa League m ...
Der FC Thun reist mit einem komfortablen Vorsprung zum Rückspiel nach Island.Bild: keystone

Thun schlägt Isländer in Europa-League-Quali + FCSG und Lugano siegen + Sion mit Remis

Thun gewinnt in der 3. Runde der Europa-League-Qualifikation, eine Stufe darunter siegt St. Gallen, spielt Sion Unentschieden und verliert Vaduz. In der Europacup-Qualifikation stehen gleich mehrere Super-League-Klubs im Einsatz. Allesamt haben im Rückspiel noch die Chance auf die Playoffs.
06.08.2026, 22:3406.08.2026, 22:53

Thun – Vikingur 3:0

Der FC Thun meldet sich nach der Niederlage gegen YB und dem Scheitern in der Qualifikation zur Champions League in extremis gegen Zagreb zurück. An einem lauen Sommerabend bezwingen die Berner Oberländer vor 6167 Zuschauern in der heimischen Arena den isländischen Meister Vikingur Reykjavik im Hinspiel der dritten Europa-League-Qualifikationsrunde hochverdient mit 3:0.

Trainer Gian-Luca Privitelli bewies dabei einmal mehr Mut: Er veränderte seine Startelf gleich auf sechs Positionen. Eine Rotation, die er bereits die ganze Saison so praktiziert und womit er zeigt, dass er keine Angst davor hat, auch seinen teils unerfahrenen Akteuren auf der europäischen Bühne voll zu vertrauen.

Der Plan ging perfekt auf. Die neu formierten Thuner übernahmen sofort das Kommando und drückten die harmlosen Isländer in die eigene Hälfte. Jan Bamert (19.) und Brighton Labeau (25.) belohnten den dominanten Auftritt mit zwei Treffern noch vor der Pause. Fabio Saiz setzte in den Schlusssekunden aus der Distanz den Schlusspunkt.

Ein Schreckmoment ereignete sich in der 35. Minute, als ein isländischer Kontertreffer durch den VAR wegen eines Fouls an Nicolas Bürgy korrekterweise annulliert wurde. In der Schlussphase riskierten die Isländer zwar etwas mehr, Niklas Steffen im Tor der Thuner wusste Fortuna aber auch bei einem Pfostenschuss auf seiner Seite.

Einziger Wermutstropfen aus Thuner Sicht bleibt die Chancenverwertung: Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss - etwa bei den Grosschancen durch Labeau oder Valmir Matoshi - hätten sich die Oberländer eine noch komfortablere Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche auf der Vulkaninsel erarbeiten können. Dennoch darf der Schweizer Meister weiter von einer europäischen Ligaphase träumen.

Thun - Vikingur Reykjavik 3:0 (2:0)
6167 Zuschauer. SR Kruaschwili (GEO).
Tore: 19. Bamert 1:0. 25. Labeau 2:0. 94. Saiz 3:0.
Thun: Steffen; Fehr, Bürgy, Bamert, Heule; Maier (62. Reichmuth), Roth, Zoukit (72. Saiz), Matoshi; Gutbub (72. Lengen), Labeau (88. Stewart). (nih/sda)

Tiraspol – St.Gallen 1:3

Innert sieben Minuten lenkte St. Gallen die Partie gegen Sheriff Tiraspol in Richtung Sieg. Im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde der Conference League gewannen die Ostschweizer 3:1 und nehmen damit einen Vorsprung mit ins Rückspiel zuhause.

Für die Tore gegen den moldawischen Rekordmeister sorgten mit Andrin Hunziker (63.), Leon Frokaj (70.) und Christian Witzig (92.) drei Einwechselspieler. Alle kamen erst in der 61. Minute in die Partie, vor allem Hunziker und Frokaj lenkten diese mit ihrem Doppelschlag in die für St. Gallen richtige Richtung.

Tiraspol verhinderte mit einem Tor kurz vor Schluss zwar noch die weisse Weste der St. Galler. Dennoch hat die Mannschaft von Enrico Maassen in einer Woche beste Voraussetzungen, sich den Einzug in die Playoffs zu sichern.

Sheriff Tiraspol - St. Gallen 1:3 (0:0)
SR Ladebäck (SWE).
Tore: 63. Hunziker 0:1. 70. Frokaj 0:2. 89. Pineda 1:2. 92. Witzig 1:3.
St. Gallen: Watkowiak; Ruiz, Daschner (80. Kleine-Bekel), Okoroji, Vandermersch, Görtler (73. Konietzke); Stevanovic, Fazliji (61. Frokaj), Owusu (61. Witzig); Besio, Baldé (61. Hunziker).

Lugano – Runavik 2:0

Auch zu einem Sieg – einem ohne Gegentor – kam Lugano. Gegen den färöischen Verein Runavik gewannen die überlegenen Tessiner 2:0. Der erste Treffer des Abends fiel früh - bereits in der 7. Minute durch Elias Pihlström. In der Folge blieb die Mannschaft rund um Captain Renato Steffen überlegen.

Das 2:0 war jedoch erst in der 80. Minute dank Kevin Behrens Tatsache, der Deutsche schob aus kurzer Distanz ein, nachdem Hannes Delcroix kurz zuvor noch lediglich an den Pfosten geköpfelt hatte.

Wie St. Gallen nimmt also auch Lugano einen Zweitore-Vorsprung ins Rückspiel, das die Tessiner auswärts bestreiten werden. Die Vorzeichen für den Playoff-Einzug stehen damit gut.

Lugano - NSI Runavik 2:0 (1:0)
SR Kopiyevsky (UKR).
Tore: 7. Pihlström 1:0. 80. Behrens 2:0.
Lugano: Von Ballmoos; Zanotti, Kelvin, Delcroix, Cimignani (72. Papadopoulos); Kendouci (61. Moncada), Dos Santos (61. Grgic), Bislimi, Steffen, Pihlström (82. Castro); Behrens.

Noah – Sion 2:2

Der FC Sion spielt gegen Noah Jerewan im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde der Conference League 2:2. Damit ist für das Rückspiel im Wallis noch alles offen.

Die erste Halbzeit war für Sion alles andere als optimal verlaufen. Nach einem Foul von Nias Hefti im Strafraum wurde dieser nicht nur verwarnt, Helder Ferreira verwandelte auch den Penalty und brachte den Gastgeber in der 5. Minute in Führung. Nach dem Ausgleich von Winsley Boteli (13.) trafen die Gastgeber postwendend zum 2:1, ehe Hefti wegen einer zweiten Gelben Karte vom Platz geschickt wurde.

Den Ausgleich realisierte Sion in der 57. Minute durch Ilyas Chouaref. Es sollte das letzte Tor der Partie sein. Auch eine Rote Karte gegen Stone Mambo, welche die Kräfteverhältnisse 25 Minuten vor dem Schlusspfiff wieder ausglich, veränderte am Endstand nichts mehr.

Bereits in der 2. Qualifikationsrunde war Sion mit einem Unentschieden aus dem Hinspiel ins Rückspiel gestartet. Gegen die Belarussen von BATE Borissow resultierte zuhause dann ein souveräner 4:0-Sieg. Ob das für die Walliser ein gutes Omen ist, wird sich zeigen.

Noah - Sion 2:2 (2:1)
SR De Gabriele (MLT).
Tore: 5. Ferreira (Penalty) 1:0. 13. Boteli 1:1. 20. Manvelyan 2:1. 57. Chouaref 2:2.
Sion: Racioppi; Lavanchy, Sow, Kronig, Hefti; Kabacalman, Baltazar, Chouaref (75. Lukembila), Boteli (60. Berdayes), Surdez (60. Rrudhani); Nivokazi (30. Cipriano).
Bemerkungen: 26. Gelb-Rote Karte für Hefti. 65. Rote Karte für Stone Mambo (Noah).

Inter Turku – Vaduz 2:1

Geschlagen geben musste sich Vaduz. Der Liechtensteiner Aufsteiger in die Super League unterlag dem finnischen Verein Inter Turku 1:2 und muss im Rückspiel damit den Heimvorteil nutzen, um die Partie noch zu drehen. Ein Eigentor von Julian Stark (22.) und ein Treffer von Prosper Ahiabu (68.) besiegelten die Niederlage. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Dejan Sorgic in der 63. Minute hielt nur rund fünf Minuten.

Die Sieger nach Hin- und Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde der Conference League ziehen in die Playoffs ein, die Ende August stattfinden.

Inter Turku - Vaduz 2:1 (1:0)
SR Wattellier (FRA).
Tore: 22. Stark (Eigentor) 1:0. 63. Sorgic 1:1. 68. Ahiabu 2:1.
Vaduz: Schaffran; Beeli (82. Hasler), Lang, Berisha, Schwizer (82. Sawadogo); Stark, Cabrera, Mack; Monsberger (58. Djokic), Dalipi (82. Cocic), Sorgic (69. Kasper).
Bemerkungen: 79. Tor von Conteh (Inter Turku) nach VAR-Intervention aberkannt. 84. Tor von Cabrera nach VAR-Intervention aberkannt. (nih/sda)

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Die beliebtesten Kommentare
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dax80
06.08.2026 23:22registriert August 2019
Das war ja im Grossen und Ganzen ein guter Schweizer Abend im Europacup. Klar, erreicht hat man noch rein gar nichts. Die Gruppenphase muss für jedes Team das Ziel sein.
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