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Formel 1

Formel 1: Ex-Pilot kritisiert Red Bull für Umgang mit Fahrern scharf

Bildnummer: 07888581 Datum: 20.05.2011 Copyright: imago/Crash Media Group
20.05.2011- Jaime Alguersuari (SPA), Scuderia Toro Rosso, STR6 Spanish Grand Prix, Barcelona, Round 5, 19-22 May 2011 PUBLICAT ...
Erhebt schwere Vorwürfe gegen sein Ex-Team: Jaime Alguersuari.

«Manchmal wache ich weinend auf»: Ex-F1-Pilot kritisiert Red Bull für Umgang mit Fahrern

In der Formel 1 ist Red Bull ist für seine hohen Ansprüche bekannt. Ex-Fahrer Jaime Alguersuari behauptet nun, ein Trauma von seiner Zeit bei dem Rennstall zu haben.
24.09.2022, 21:52
Ein Artikel von
t-online

Der Ex-Formel-1-Pilot Jaime Alguersuari erhebt schwere Vorwürfe gegen Red Bull. In einem Interview mit der spanischen «El Confidencial» sprach der Spanier über seine negativen Erlebnisse beim Red Bull-Juniorteam Toro Rosso (heute AlphaTauri).

«Bei Red Bull hast du nie Frieden gehabt, selbst wenn du eine gute Leistung gebracht hast», sagt Alguersuari. «Deine Gegner haben dir mehr gratuliert als dein eigenes Team», kritisiert er.

Rausschmiss nach zwei Jahren

Alguersuari wurde im Alter von 15 Jahren Mitglied in der Red Bull-Nachwuchsakademie. Im Jahr 2009 erhielt er dann einen Stammplatz bei Toro Rosso, wurde dort nach zwei insgesamt enttäuschenden Jahren jedoch wieder entlassen. Bereits 2015 beendete der heute 32-Jährige seine Rennsportkarriere und arbeitet heute als DJ. Seine Zeit bei Red Bull verfolgt ihn jedoch auch mehr als zehn Jahre nach seinem Rausschmiss noch.

«Diese Ohnmacht und Frustration, nie angekommen zu sein. Das hat ein Trauma bei mir veursacht.»
Jaime Alguersuari

«Ich träume immer noch davon», gesteht Alguersuari. Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko, der für beide Teams die Fahrerentscheidungen trifft, spielt dabei eine Hauptrolle. «Diese Ohnmacht und Frustration, nie angekommen zu sein. Und Herr Marko, immer verärgert und schimpfend», so der Spanier. Er habe sich bei dem Rennstall wie ein Kind behandelt gefühlt. «Das hat ein Trauma bei mir verursacht», sagt er. Seinem damaligen Teamkollegen Sébastien Buemi gehe es sicherlich genauso, behauptet Alguersuari weiter.

Formula One World Championship, WM, Weltmeisterschaft Rd 19, Brazilian Grand Prix, Practice Day, Interlagos, Sao Paulo, Brazil, Friday 25 November 2011. L to R: Sebastien Buemi SUI Scuderia Toro Rosso ...
Alguersuari mit seinem damaligen Teamkollegen Sébastien Buemi.Bild: imago

«Manchmal wache ich weinend auf»

«Ich habe Therapien gemacht und nach meinem Rücktritt haben mir mehrere Psychologen versucht zu helfen», so der Ex-Rennfahrer. «Manchmal wache ich weinend auf. Ich träume, dass ich eine gute Runde abgeliefert habe, aber Herr Marko war trotzdem verärgert», berichtet er.

Red Bull kommentierte die Aussagen ihres Ex-Fahrers bislang nicht. Dennoch ruderte Alguersuari schon ein wenig zurück. Auf Twitter schrieb er, dass er Red Bull und Helmut Marko sehr dankbar sei. Sie hätten ihm Disziplin und harte Arbeit gezeigt. Qualitäten, die ihm auch in anderen Lebensbereichen dabei helfen würden, seine Ziele zu erreichen. «Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich nicht derjenige wäre, der ich bin, ohne Teil von Red Bull gewesen zu sein», so Alguersuari.

Jaime Alguersuari ESP Scuderia Toro Rosso STR6. Formula One Testing, Day 3, Barcelona, Spain, Thursday 10 March 2011. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY dcd1110ma174
Alguersuari konnte sich in der Formel 1 nie richtig durchsetzen.Bild: www.imago-images.de

Auch in der jüngeren Vergangenheit hat sich Red Bull wenig zimperlich im Umgang mit seinen jungen Fahrern gezeigt. So war der Franzose Pierre Gasly im Jahr 2019 seinen Sitz bei Red Bull schon nach einer halben Saison wieder los. Er musste ins Juniorteam zurückkehren. Auch für seinen Nachfolger Alex Albon war nach eineinhalb Jahren an der Seite von Max Verstappen wieder Schluss. (nih/t-online,Kgl)

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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ast1
25.09.2022 02:35registriert März 2014
Formel 1 ist sicher mitunter einer der härtesten Wettkämpfe und ein extrem kompetitives Umfeld. Das sollte man sich auch bewusst sein, wenn man dort teilnehmen will. Dass das nicht für jedermann ist, ist auch entsprechend verständlich, finde ich.
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Nuggilator
24.09.2022 22:59registriert Dezember 2021
Vielleicht sollte man da mal genauer hinschauen und den direkten Vergleich mit anderen Teams ziehen. Ich weiss ja nicht, ob es da dann besser ist…. Persönlich unterstütze ich die ganze RedBull-Familie ja mal gar nicht. Ist ja auch wirklich gruusig zum Trinken….. aber als Profi-Sportler ein solches Trauma zu haben, ist definitiv nicht von der guten Seite.
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Amica
25.09.2022 08:16registriert Juli 2022
..und dann musste er sicher noch das massiv überzuckerte, komische Wasser in der rot-blauen Dose trinken. Da muss man ja krank werden....
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