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Esther Gonzalez: Weltmeisterin kassiert Kritik nach Saudi-Wechsel

Spain's Esther Gonzalez kisses the trophy celebrating at the end of the Women's World Cup soccer final between Spain and England at Stadium Australia in Sydney, Australia, Sunday, Aug. 20, 2 ...
2023: Esther Gonzalez küsst die WM-Trophäe. Bild: AP

Lesbische Fussball-Weltmeisterin wechselt nach Saudi-Arabien – und löscht Familienfotos

Die spanische Weltmeisterin Esther Gonzalez wechselt nach Saudi-Arabien. Seit der Unterschrift sieht sie sich mit starker Kritik konfrontiert.
27.08.2026, 09:5727.08.2026, 10:19

Normalerweise machen Transfers von Fussballerinnen im Schatten der Millionen-Welt ihrer männlichen Kollegen (noch) nicht die ganz grossen Schlagzeilen. Doch bei Esther Gonzalez ist das etwas anders. Einerseits ist die spanische Stürmerin ein grosser Name: Weltmeisterin 2023 sowie dreifache spanische Meisterin mit Atlético Madrid. Andererseits ist ihre ausgewählte Destination kontrovers.

Denn Esther Gonzalez wechselt vom Gotham FC in New York zu Al-Qadisiyah in Saudi-Arabien. Das ist besonders pikant, weil Gonzalez lesbisch ist. Mit ihrer Partnerin Estefania Cruz ist sie schon über drei Jahre zusammen. Seit Januar dieses Jahres sind die beiden auch Eltern einer Tochter.

Doch wer seit der Bekanntgabe des Wechsels in den Golfstaat auf Gonzalez' Instagram-Profil nach Familienbildern sucht, tut dies quasi vergebens. Nur vereinzelte Fotos mit ihrer Partnerin haben überlebt, der Rest wurde gelöscht. In Saudi-Arabien sind jegliche sexuellen Handlungen ausserhalb einer heterosexuellen Ehe strafbar. Gleichgeschlechtlichen Paaren kann sogar die Todesstrafe drohen.

Die Stürmerin muss daher für ihre Entscheidung, trotzdem nach Saudi-Arabien zu wechseln, viel Kritik einstecken. Wie die spanische Zeitung «El Mundo» berichtet, soll Gonzalez bei Al-Qadisiyah rund doppelt so viel verdienen wie zuvor in den USA, wo ihr Jahressalär bei 560'000 US-Dollar lag. Die Spanierin hat sich bislang noch nicht zu ihrer Entscheidung geäussert.

Unrühmlicher Abgang in New York

Kritik gibt es auch von den Fans des Gotham FC für ihren dortigen Abgang. Beim New Yorker stand Gonzalez seit 2023 unter Vertrag. Doch Ende Juli dieses Jahres bat die 34-Jährige um eine Auflösung des Kontrakts. Sie wolle sich um persönliche Angelegenheiten in Spanien kümmern, gab die Weltmeisterin als Grund an. Selbst ein kompletter Rücktritt soll im Raum gestanden haben.

Weniger als einen Monat später unterschrieb Gonzalez dann in Saudi-Arabien. Weil der Vertrag mit dem US-Klub im Vorfeld bereits in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde, erhielt der Gotham FC für den Transfer seiner Rekordtorschützin so keine Ablösesumme.

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