Die USA fräsen Australien weg und ziehen in die nächsten Runde ein
Es war ein Spiel, wie es die Amerikaner mögen. Die Story fast schon zu kitschig. Da wäre mal das Stadion in Seattle, das vielleicht lauteste in den USA. Zehn Jahre lang spielten die USA-Fussballer nie mehr in Seattle. Die verpasste Zeit machte das Team des argentinischen Trainers Mauricio Pochettino mehr als wett.
Die Amerikaner begeisterten. Und sie sorgten schon vor der Pause für mehr als eine Vorentscheidung. Das 2:0 markierte der erst 21-jährige Verteidiger Alexander Freeman, der in Spanien bei Villarreal unter Vertrag steht. Als Freeman vor einem Jahr erstmals ins Nationalteam aufgeboten worden ist, kannten die Mitspieler den Newcomer nicht. Niemand rechnete damit, dass Freeman ein WM-Aufgebot erhalten könnte.
Aber Freeman ist nicht nur mit von der Partie, er spielt auch immer durch. Und das ist so eine Tellerwäscher-Geschichte, wie sie die Amerikaner mögen. Freeman zog es zuerst zum American Football, schliesslich ist sein Vater, Antonio Freeman, eine NFL-Legende und ein Super-Bowl-Gewinner (mit den Green Bay Packers). Später tendierte Alex Freeman zum Basketball, ehe er spät doch noch Fussballer wurde.
Bei ihrem zweiten Sieg kamen die US-Amerikaner auch noch zu einem WM-Novum. Sie sind das erste Team in der Geschichte aller WM-Endrunden, die in aufeinanderfolgenden Spielen von einem gegnerischen Eigentor profitierten.
USA – Australien 2:0 (2:0)
Seattle. - 66'925 Zuschauer (ausverkauft). - SR Zwayer (GER). - Tore: 11. Burgess (Eigentor) 1:0. 43. Freeman 2:0.
USA: Freese; Freeman, Richards, Ream; Dest (80. Scally), McKennie (96. Reyna), Adams, Tillman, Antonee Robinson (80. Trusty); Balogun (96. Wright), Pepi (74. Berhalter).
Australien: Beach; Circati, Souttar, Burgess (46. Geria); Italiano, Bos; Leckie (61. Volpato), O'Neill, Okon-Engstler (78. Irvine), Velupillay (46. Metcalfe); Touré (46. Irankunda).
Bemerkungen: Verwarnungen: 16. Bos. 32. Circati. 56. Robinson. 88. Souttar. 89. Balogun. 89. Italiano. 93. Richards. (ram/sda)
