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Arzt: Vertauschte Tests ändern Maradona-Gutachten nicht

A fan wears a shirt depicting Argentinian player Diego Maradona during the World Cup final soccer match between Argentina and Spain, Sunday, July 19, 2026, at the FIFA Fan Zone on the National Mall in ...
Der Tod von Diego Maradona beschäftigt Argentinien weiterhin.Bild: keystone

Arzt: Vertauschte Tests ändern Maradona-Gutachten nicht

28.08.2026, 06:4528.08.2026, 06:45

Im Prozess um den Tod der argentinischen Fussball-Legende Diego Maradona sehen medizinische Sachverständige trotz mutmasslich vertauschter Nierentests keinen Anlass, ihre bisherigen Einschätzungen zu seinem Gesundheitszustand zu ändern. «Das wird meine endgültige Diagnose nicht ändern», sagte der Nierenfacharzt Hernán Trimarchi laut der Zeitung «Clarín» bei einer Anhörung.

Trimarchi gehört zu den medizinischen Sachverständigen, die bereits 2021 zu dem Schluss gekommen waren, dass es bei der Behandlung des früheren Weltmeisters möglicherweise zu schweren Fehlern gekommen war.

Das Gerichtsverfahren in San Isidro nördlich von Buenos Aires war in der vergangenen Woche unterbrochen worden. Grund war der Hinweis der Verteidigung, dass den Gutachtern offenbar Untersuchungen zugestellt worden waren, die nicht Maradona, sondern seinem Vater gehörten. Beide trugen den Namen Diego. Der Vater des Jahrhundertfussballers starb 2015, Maradona selbst am 25. November 2020 an einem Herzinfarkt.

Krankenkasse räumt Medien zufolge Fehler ein

Das Gericht ordnete daraufhin die Beschlagnahmung der tatsächlichen Krankenakte an. Die zuständige Krankenkasse räumte nach übereinstimmenden Berichten inzwischen ein, versehentlich falsche Daten an die gerichtlichen Gutachter übermittelt zu haben.

Trial Over Diego Maradona s Death Declared Null In Buenos Aires, Argentina, on May 29, 2025, Leopoldo Luque, a neurosurgeon accused of Maradona s death, arrives in court. A court in San Isidro annuls  ...
Maradonas Arzt Leopoldo Luque – ihm werden schwere Fehler bei der Behandlung des Fussballstars vorgeworfen.Bild: IMAGO/NurPhoto

Bei der nun fortgesetzten Anhörung ging es deshalb um die Frage, ob der Fehler die Einschätzungen der Expertenkommission beeinflusst. Das Gutachten ist von zentraler Bedeutung für die Frage, ob die Angeklagten für medizinische Fehler im Zusammenhang mit Maradonas Tod verantwortlich gemacht werden können.

Trimarchi erklärte, Maradona habe an einer chronischen Nierenerkrankung gelitten. Daran änderten auch die nun bekanntgewordenen Untersuchungen seines Vaters mit darin enthaltenen Kreatininwerten nichts.

Mehrere Angeklagte

Bei dem Gerichtsverfahren müssen sich sieben Ärzte und Pfleger verantworten. Ihnen werden schwere Fehler bei der häuslichen Pflege des Fussballstars vorgeworfen. Die Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück.

Ein erster Prozess war im vorigen Jahr für nichtig erklärt worden, weil eine Richterin an einem nicht genehmigten Dokumentarfilm über den Prozess mitgewirkt hatte. (abu/sda/dpa)

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