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Switzerland's Mario Gavranovic, celebrates after scoring a goal during a friendly soccer match between Switzerland and Liechtenstein, at the kybunpark stadium in St. Gallen, Switzerland, Thursday, June 3, 2021. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller).

Sein drittes Tor des Abends: Mario Gavranovic ist in Form. Reicht es sogar, um einen aus dem Duo Seferovic/Embolo zu überholen? Bild: keystone

Jokertore, Sorgenkinder und ein Energieproblem – die Erkenntnisse nach dem 7:0 der Nati

Die Schweizer Nati gewinnt im letzten Testspiel vor der Europameisterschaft gegen Liechtenstein 7:0. Lesen Sie die wichtigsten Erkenntnisse nach dem Schweizer EM-Camp.

etienne wuillemin / ch media



Ganz oben auf den Rängen hing dieses eine Plakat: «See you in London». Getragen von zwei Schweizer Fans, die überzeugt sind: Die Nati schafft es bei der EM mindestens bis in den Halbfinal. Die letzten Spiele der EM, die in ganz Europa gespielt wird, finden dann in London statt.

Wer auf das Resultat dieses Abends in St.Gallen schaut, kommt tatsächlich zum Schluss: Diese Schweiz ist in Form. 7:0 steht es am Ende gegen Liechtenstein. Gavranovic trifft dreifach, Fassnacht doppelt. Zuber – mit gütiger Hilfe des Gegners – und Edimilson Fernandes je einmal. Dass der Gegner inferior ist, braucht die Schweizer nicht weiter zu kümmern. Sie haben ihr Ziel ohne jeden Makel erreicht: ein gutes Gefühl holen für die Europameisterschaft.

Ein 7:0 gab es letztmals im Oktober 2015. Damals gegen San Marino, ebenfalls in St.Gallen, die Schweizer qualifizierten sich bei jener Partie für die EM 2016 in Frankreich. Nur einmal fiel ein Sieg der Nati noch höher aus, 1924 gegen Litauen an den Olympischen Spielen von Paris (9:0).

Die Highlights des Spiels. Video: SRF

Der Sieg gegen Liechtenstein war der fünfte im fünften Spiel 2021. Nationaltrainer Vladimir Petkovic sagt: «Es ist nur eine kleine Serie und es waren nicht immer Top-Gegner, aber wir haben uns ­die Siege verdient. Und hoffen, dass es so weiter geht.» Am Freitag geht das Trainingscamp in Bad Ragaz zu Ende. Dann dürfen die Spieler nochmals zwei Tage zu ihren ­Familien, um Energie zu tanken. Das Fazit des Trainers vor der EM: «Die Stimmung ist super. Die Trainings waren toll. Wir sind von Verletzungen verschont geblieben. Darum reisen wir optimistisch nach Baku.»

Das grösste Fragezeichen: Wer verteidigt rechts?

Was bleibt sonst noch nach diesen Vorbereitungstagen? Es gab bei einigen Spielern Fragezeichen bezüglich der Fitness. Bei Schär nach seiner Knie-Verletzung. Bei Zuber, Rodriguez und Shaqiri wegen der mangelnden Spielpraxis. Die Tendenz ist bei allen positiv. Gerade Zuber hat gezeigt, ein belebendes Element zu sein. Bei Shaqiri sind Teileinsätze absehbar, die Kraft wird nicht reichen für dreimal 90 Minuten innert acht Tagen.

Switzerland's Xherdan Shaqiri in action during a friendly soccer match between Switzerland and Liechtenstein, at the kybunpark stadium in St. Gallen, Switzerland, Thursday, June 3, 2021. (KEYSTONE/Peter Schneider).

Wird wohl zur EM-Startelf gehören – aber kaum drei Mal 90 Minuten spielen: Xherdan Shaqiri. Bild: keystone

Ebenfalls erfreulich: Die ­Joker zeigen sich treffsicher. Gavranovic hätte gar noch mehr als drei Tore schiessen können, er steht bereit als erste Alternative zu ­Seferovic und Embolo. Dazu drängt sich auch Fassnacht auf. Er hat bereits die ganze Saison einen guten Lauf und scheint diesen nun mitzunehmen. Vargas schliesslich hat ­etwas Leichtfüssiges, das sonst nicht viele in diesem Team haben. Bei Mehmedi hingegen stellt sich die Frage, ob er seine besten Tage hinter sich hat.

Im Mittelfeld ist Captain Xhaka unverzichtbar. Das ist keine neue Erkenntnis. Aber dann ein Problem, falls er nach zwei gelben Karten einmal gesperrt sein sollte. Freuler ist ebenfalls gesetzt. Sow überzeugte am Donnerstag einmal mehr nicht. Zakaria ist die erste Ergänzung. Am härtesten umkämpft bleibt die Position auf der rechten Aussenbahn. Mbabu zeigte teilweise eine gute Leistung. Doch Konkurrent Widmer bleibt leicht favorisiert auf die Nomination fürs erste EM-Spiel gegen Wales. Acht Tage bleiben Petkovic, um seine Entscheidung zu fällen.

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