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Fans from Switzerland cheer during the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Switzerland and Serbia at the Arena Baltika Stadium, in Kaliningrad, Russia, Friday, June 22, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Fast immer dabei: «Trompeten-Sigi» feuerte sie alle an. Bild: KEYSTONE

Das sind die 25 wichtigsten Schweizer Nationalspieler der letzten 25 Jahre

An der WM 1994 kehrte die Schweiz auf die grosse Fussballbühne zurück. Seither gehört sie zur erweiterten Weltspitze. Nun, ein Vierteljahrhundert später, winkt in der Nations League ein Titelgewinn. Wer in diesen 25 Jahren die Schweizer Nationalmannschaft am meisten geprägt hat.



Eines vorneweg: Es ist keine einfache Aufgabe, aus den vielen Schweizer Nationalspielern die 25 wichtigsten der letzten 25 Jahre zu bestimmen. Kann man überhaupt einen Aussenverteidiger der WM-Helden 1994 mit einem Stürmer von 2019 vergleichen? Ja, man kann. Indem man nicht in erster Linie die individuelle Klasse beurteilt, sondern die Bedeutung, die der Spieler für seine jeweilige Generation hatte. Und bevor du vergeblich Heinz Hermann suchst: Der bestritt sein letztes Länderspiel schon 1991 und fehlt deshalb.

25 Ricardo Rodriguez

Switzerland's Haris Seferovic, front, celebrates with his teammate Ricardo Rodriguez after scoring his side's second goal during the group E World Cup soccer match between Switzerland and Ecuador at the Estadio Nacional in Brasilia, Brazil, Sunday, June 15, 2014. Switzerland defeated Ecuador 2-1. (AP Photo/Themba Hadebe)

Bild: AP

Fällt weder auf noch neben dem Platz als grosser Redner auf. Doch Rodriguez liefert: Sein Platz auf der linken Aussenbahn ist unbestritten, auch wenn er zuletzt etwas zu stagnieren schien. Seine Standards sind oft eine Waffe.

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«Der Womanizer der Nati?» – «Ich!» Video: YouTube/Volkswagen Switzerland

24 Georges Bregy

Der Schweizer Kapitaen Alain Geiger (rechts) feiert mit seinem Teamkollegen Georges Bregy nach dessen Freistosstor zum 1 : 0 gegen die USA am 18. Juni 1994 in Detroit an der Fussball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA. (KEYSTONE/Str)

Bild: KEYSTONE

Hat seinen Platz im Geschichtsbuch auf sicher, weil sein herrlicher Freistosstreffer gegen die USA 1994 im Pontiac Silverdome von Detroit das erste Schweizer WM-Tor seit 28 Jahren war. Da war der Walliser schon 36 Jahre alt, nach dem Turnier trat er zurück.

Die watson-Jury

Sandro Zappella, Philipp Reich, Ralf Meile, Reto Fehr, Marius Egger und Adrian Eng. Gefragt war nicht, welche Spieler heute zu den besten gehören würden, sondern wer zu seiner Zeit prägend war.

23 Philippe Senderos

ARCHIV - ZU DEN RUECKBLICKEN AUF DIE WM 1998, 2002 UND 2006 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Switzerland's Philippe Senderos, right, celebrates after scoring with teammate Ricardo Cabanas during the Switzerland v. South Korea 2006 World Cup Group G soccer match at the World Cup stadium, Friday, June 23, 2006, in Hanover, Germany. France and Togo also play in Group G. (KEYSTONE/AP Photo/Murad Sezer)

Bild: AP

Noch in 50 Jahren wird beim Namen «Senderos» dieses eine Bild präsent sein: Wie er nach dem Tor gegen Südkorea an der WM 2006 mit blutender Wunde feiert. Damals glaubten wir alle, dass da ein Weltklasse-Verteidiger heranreift. Leider war das intelligente Sprachtalent dann so oft verletzt, dass es mit der überragenden Karriere nichts wurde. Gross war sie dennoch.

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Senderos' Treffer in Hannover. Video: YouTube/arsenalweb

22 Raphael Wicky

Der Schweizer Raphael Wicky spielt den Ball am Samstag, 27. Mai 2006 waehrend des WM Vorbereitungsspiels der Schweiz gegen die Elfenbeinkueste im St. Jakob Park in Basel. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Fiel wegen seiner defensiven Spielweise selten auf, aber noch seltener ab. Der smarte Walliser war ein beständiger Wert und auch abseits des Rasens eine wichtige Figur. Verriet nach der Karriere, dass es ihn als Bundesliga-Profi in den Ferien stets nach Hause zog und im Winter auf die Skipisten: «Ich habe das durchgezogen und meine Verträge nicht so genau gelesen.»

21 Pascal Zuberbühler

Switzerland's goal keeper Pascal Zuberbuehler reacts during the France v Switzerland Group G soccer match at the World Cup Gottlieb-Daimler stadium in Stuttgart, Germany, Tuesday, June 13, 2006. The match ended 0-0 draw. The other teams in Group G are Korea and Togo.  (KEYSTONE/AP Photo/Daniel Maurer) ** MOBILE/PDA USAGE OUT **

Bild: AP

Der Thurgauer hatte es bei Fans und Reportern nicht immer einfach, auch weil er stets offensiv seine Meinung kommunizierte und sich nicht hinter Floskeln versteckte. Sein grosses Turnier war die WM 2006, an der «Zubi» in vier Spielen zu Null spielte und beim Penalty-Ausscheiden im Achtelfinal gegen die Ukraine den Versuch von Andrej Schewtschenko parierte.

20 Diego Benaglio

Torhueter Diego Benaglio umarmt eine aufblasbare Spielfigur im Training der Schweizer Fussball Nationalmannschaft, am Sonntag, 10. Oktober 2010, in Freienbach. Die Nationalmannschaft tritt am Dienstag, 12. Oktober, in Basel zu einem EM Qualifikationsspiel gegen Wales an. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Bild: KEYSTONE

Wurde für die EM 2008 zur Schweizer 1 bestimmt. Behielt die Position als Stammgoalie, denn er zählte während einigen Jahren zu den besten Torhütern der Welt. An der WM 2010 hielt er den sensationellen 1:0-Sieg über Spanien fest.

19 Stéphane Henchoz

Der Schweizer Stuermer Stephane Henchoz beschaeftigt seine Gegner im Freundschaftsspiel zur EM-Vorbereitung der Schweiz gegen Slowenien, am Mittwoch, 28. April 2004 im Stade de Geneve in Genf. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Bild: KEYSTONE

Im Nationalteam während Jahren unumstrittene Leaderfigur in der Abwehr. Hatte seine beste Zeit als Fussballer um die Jahrtausendwende bei Liverpool just zu einer Zeit, in der die Nati eher schwach war. «Ich bedaure, dass ich nie an einer WM spielen konnte», sagt Henchoz heute im Rückblick.

18 Alain Geiger

Die Schweizer Fussballnationalmannschaft vor dem Achtelfinal-Spiel gegen Spanien an der Fussball-Weltmeisterschaft am 2. Juli 1994 in Washington, USA. Die Schweiz verliert 0:3. Hinten v.l.n.r.: Ciriaco Sforza, Dominique Herr, Thomas Bickel, Adrian Knup, Stephane Chapuisat, Yvan Quentin. Vorne v.l.n.r.: Christophe Ohrel, Georges Bregy, Alain Geiger, Torhueter Marco Pascolo und Marc Hottiger. (KEYSTONE/Str)

Bild: KEYSTONE

Noch mehr Länderspiele für die Schweiz bestritt nur Heinz Hermann (118 Einsätze). Geiger war eineinhalb Jahrzehnte der Abwehrchef des Teams, das zunächst erfolglos war. Im Herbst seiner Karriere durfte er endlich an Turnieren glänzen: An der WM 1994 bestritt er alle vier Spiele, nach der EM 1996 gab er seinen Nati-Rücktritt.

17 Yann Sommer

epa06845865 Switzerland's goalkeeper Yann Sommer, reacts  during the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Switzerland and Costa Rica in Nizhny Novgorod, Russia, 27 June 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/LAURENT GILLIERON   EDITORIAL USE ONLY  EPA-EFE/LAURENT GILLIERON     EDITORIAL USE ONLY  EDITORIAL USE ONLY

Bild: EPA/KEYSTONE

Als Diego Benaglio nach der WM in Brasilien zurücktrat, folgte Sommer als neue Nummer 1 im Schweizer Tor. Trotz starker Konkurrenz war sein Status kaum je bestritten, mit seinen Leistungen liess er Diskussionen gar nicht gross aufkommen. Hat als 30-jähriger Goalie noch einige gute Jahre vor sich.

16 Valon Behrami

BILDPAKET -- ZUM JAHRESRUECKBLICK 2018 JUNI, STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Switzerland's midfielder Valon Behrami, left, reacts next to Brazil's forward Neymar, right, during the FIFA soccer World Cup 2018 group E match between Switzerland and Brazil at the Rostov Arena, in Rostov-on-Don, Russia, Sunday, June 17, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Bild: KEYSTONE

In jungen Jahren oft missverstanden, mauserte sich zum unverzichtbaren Leader. Bleibt als «Krieger» in Erinnerung, der Brasiliens Star Neymar an der WM 2018 an die ultrakurze Leine band. Und natürlich für seinen Einsatz beim 2:1-Siegtor gegen Ecuador vier Jahre zuvor, das er in der Nachspielzeit mit einem Tackling im eigenen Strafraum einleitete. Sein Abgang war unwürdig, weil vom Verband und Trainer Vladimir Petkovic schlecht kommuniziert wurde.

Die Nati-Karriere von Valon Behrami

15 Murat Yakin

Der Schweizer Verteidiger Murat Yakin klatscht am Mittwoch, 11. Juni 2003 in Genf nach dem Qualifikationsfussballspiel fuer die Euro 2004 der Schweiz gegen Albanien, in die Haende. Die Schweiz gewinnt das Spiel mit 3:2 Toren. (KEYSTONE/Fabrice Coffrini)

Bild: KEYSTONE

Trug schon weisse Fussballschuhe, als alle anderen noch schwarze Treter an den Füssen hatten. Eigentlich erstaunlich, dass er nicht mehr Länderspiele auf seinem Konto hat. Der «Tolggen» im Reinheft war der verschossene Penalty bei der peinlichen 0:1-Niederlage in Aserbaidschan («Debaku»).

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Harry Hasler trifft Murat Yakin. Video: YouTube/igral83

14 Tranquillo Barnetta

Alexander Frei, left, and Tranquillo Barnetta, right, who scored the 2nd goal for his team, celebrate after Frei scored the 1:0 during the Group G match between Switzerland and Togo in Dortmund's World Cup stadium, on Monday, June 19, 2006,  during the FIFA 2006 Soccer World Cup in Germany. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)  === MOBILE/PDA USAGE OUT ===

Bild: KEYSTONE

Wurde schon kurz nach dem 19. Geburtstag an die EM in Portugal mitgenommen. Reifte danach zum Leader heran, traf an der WM 2006 beim von der Stimmung her unübertroffenen 2:0 gegen Togo in Dortmund. Später von Ottmar Hitzfeld als Leaderfigur während eines Umbruchs als Führungsspieler geschätzt, von Vladimir Petkovic stillos abserviert.

Der Schnauz des Tages …

13 Gökhan Inler

Switzerland's Goekhan Inler celebrates after winning the group E preliminary round match between Switzerland and Ecuador in the National Stadium in Brasilia, Brazil, Sunday, June 15, 2014. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup.

Bild: KEYSTONE

Legte eine Karriere hin, die ihm als 20-Jähriger wohl niemand zugetraut hatte. Das einst verkannte Talent schaffte es bis zum Captain der Schweizer Nationalmannschaft, dirigierte sie im defensiven Mittelfeld – und wurde von Vladimir Petkovic knallhart aus dem Team geworfen, als er auf dem Weg zu Leicester Citys sensationellem Meisterschaftsgewinn kaum Einsätze erhielt.

12 Patrick Müller

Le joueur de l' equipe suisse de football Patrick Mueller court lors du match amical de football preparation avant l' Euro 2004, Suisse contre Grece ce mercredi 31 mars mars 2004 a Heraklion en Crete, Grece. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Bild: KEYSTONE

War während Jahren der unantastbare Abwehrchef des Nationalteams. Wunderbar sein Tor gegen Jugoslawien als junger Einwechselspieler, trug später als Serienmeister mit Lyon das «Sieger-Gen» in die Mannschaft.

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Grandios: Müller im alten Joggeli. Video: YouTube/sp1873

11 Adrian Knup

ARCHIV - ZU DEN RUECKBLICKEN AUF DIE WM 1986, 1990 UND 1994 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -  Stephane Chapuisat, Nummer 11, wird nach seinem Tor in der 53. Minute im Vorrundenspiel Schweiz-Rumaenien der Fussball-Weltmeisterschaft am 22. Juni 1994 in Detroit von Adrian Knup, links, Christophe Ohrel, rechts, und Dominique Herr, Mitte, stuermisch gefeiert. Die Schweiz gewinnt das Spiel 4:1. (KEYSTONE/Str)

Bild: KEYSTONE

Ein Knipser mit beeindruckender Tor-Quote. Traf an der WM 1994 beim imposanten 4:1-Sieg über Rumänien doppelt. Dass ihn Artur Jorge nicht für die EM 1996 aufbot, löste einen Fan-Aufstand aus.

10 Johann Vogel

Der Schweizer Captain Johann Vogel spielt den Ball am Samstag, 27. Mai 2006 waehrend des WM Vorbereitungsspiels der Schweiz gegen die Elfenbeinkueste im St. Jakob Park in Basel. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Trotz fast 100 Einsätzen für die Nationalmannschaft einer der umstrittensten Schweizer Fussballer überhaupt, als «Meister des Quer- und Rückpasses» verhöhnt. War im defensiven Mittelfeld jedoch eine Bank. Sein Abgang erfolgte im Streit, unvergessen ist seine telefonische Ansage an Nationaltrainer Köbi Kuhn: «Ich steige in den Flieger und tätsche dir eins!»

Die Karriere von Johann Vogel

9 Kubilay Türkyilmaz

ZUM 50. GEBURTSTAG DES EHEMALIGEN SCHWEIZER FUSSBALLSPIELERS KUBILAY TUERKYILMAZ AM SAMSTAG, 4. MAERZ 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Kubilay Tuerkyilmaz of Switzerland celebrates after scoring from the penalty spot during the opening game at the European Soccer Championships against England at Wembley Stadium in London on Saturday, June 8, 1996. The game ended in a 1-1 draw.  (KEYSTONE/AP Photo/Str)

Bild: AP

Vor der WM 1994 ist der Goalgetter monatelang verletzt, meldet sich dann vor dem Turnier wieder als fit. Roy Hodgson verzichtet dennoch auf ein Aufgebot. «Kubi» kündigt seinen Nati-Rücktritt an, kommt aber zurück. Dank seinem Penaltytor holt die Schweiz zum Start der EM 1996 ein 1:1 gegen Gastgeber England. Lange ist der Tessiner Rekordtorschütze der Schweiz.

8 Stephan Lichtsteiner

Switzerland's defender Stephan Lichtsteiner, celebrates the victory during the FIFA World Cup 2018 group E preliminary round soccer match between Switzerland and Serbia at the Arena Baltika Stadium, in Kaliningrad, Russia, Friday, June 22, 2018. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Bild: KEYSTONE

Ein Musterprofi und auf Rechtsaussen während Jahren unantastbar. In jungen Jahren ein Feuerkopf, mit der Captainbinde am Arm etwas zurückhaltender. Als Antreiber aber immer noch mit dem gleichen Feuer wie als Jungspund.

7 Stéphane Chapuisat

Switzerland's Stephane Chapuisat jubilates after scoring the second goal for his team  on Wednesday, March 31, 1999 during the Eurochamps qualifying soccer match Switzerland vs. Wales in Zuerich, Switzerland.   (Keystone/Team)

Bild: KEYSTONE

Erreichte in der Nationalmannschaft nicht die Tor-Quote wie bei seinen Klubs, aber machte alleine durch seine Präsenz die Mitspieler besser und schuf Räume für die Sturmpartner. Prägte zwei Generationen des Schweizer Fussballs.

6 Alain Sutter

ARCHIVE --- DER EHEMALIGE FUSSBALLSPIELER ALAIN SUTTER WIRD AM 22. JANUAR 50 JAHRE ALT. MIT DEN GRASSHOPPERS HOLTE ER VIER NATIONALE TITEL UND SPIELTE 62 MAL FUER DIE SCHWEIZER FUSSBALL-NATIONALMANNSCHAFT. IN DER BUNDESLIGA SPIELTE ER U.A. BEI BAYERN MUENCHEN UND DEM SC FREIBURG. SEINE KARRIERE BEENDETE SUTTER IN DEN USA BEI DEN DALLAS BURNS. NACH BERATERMANDATEN BEI FUSSBALLCLUBS UND EINSATZ ALS FUSSBALLEXPERTE BEIM SCHWEIZER FERNSEHEN IST ER SEIT DIESEM JAHR ALS SPORTCHEF BEIM FC ST. GALLEN TAETIG --- Der Schweizer Fussball-Star Alain Sutter nach dem Qualifikationsrundenspiel Schweiz-Rumaenien an der Fussball-Weltmeisterschaft 1994 in den USA, aufgenommen am 22. Juni 1994 in Detroit. Die Schweiz gewann dieses wichtige Spiel mit 4-1 und qualifizierte sich fuer die Achtelfinals an der WM-Endrunde.   (KEYSTONE/Str)

Bild: KEYSTONE

«Wie: Nur fünf Tore?», fragst du dich vielleicht. Ja, denn Sutter war mehr der Vorbereiter. In Erinnerung ist der Berner Querdenker mit wallendem Haar aber dennoch besonders wegen eines Treffers: Trotz gebrochenem Zeh schoss er die Schweiz beim legendären 4:1-Sieg über Rumänien an der WM 1994 in Führung. Heute sagt er: «Das beste Länderspiel, bei dem ich auf dem Platz stand. Das perfekte Spiel.» Galt ein Jahr später als Rädelsführer des «Stop it, Chirac!»-Protests (was nicht stimmte, denn es war eine Aktion der Mannschaft und Sutter nur derjenige, der das Transparent auf den Platz trug) und wurde von Artur Jorge vor der EM 1996 ausgebootet.

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DAS Tor des Alain Sutter. Video: YouTube/M-ball

5 Hakan Yakin

Swiss Hakan Yakin celebrates his goal for 1:0 during the EURO 2004 qualifyer between Switzerland and Ireland, at St. Jakob Park in Basel, Switzerland, Saturday, October 11, 2003. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

In lichten Momenten unbestritten ein Genie, aber die Frage ist erlaubt: Wäre nicht noch mehr dringelegen? Der jüngere der Yakin-Brüder galt nicht als der fleissigste Fussballer, ging eher sorglos durchs Leben und schien sein enormes Potenzial zu selten auszureizen. In der Kreativabteilung war er mit seinem linken Goldfuss oft der einzige Hoffnungsträger der Nati. An Turnieren fiel er eigentlich nur einmal positiv auf: 2008 an der EM im eigenen Land, wo er alle drei Schweizer Tore schoss. Dumm nur, dass die Schweiz schon nach zwei Spielen ausgeschieden war und das 2:0 gegen Portugals B-Team somit bloss noch ein Schönheitspreis war.

Die 12 besten Nati-Torschützen

4 Ciriaco Sforza

Ciriaco Sforza jubelt am 12. Oktober 1994 im Wankdorf-Stadion in Bern nach seinem Tor gegen die Schweden. Der schwedische Goalie Thomas Ravelli liegt geschlagen am Boden. Die Schweiz gewinnt das EM-Qualifikations-Laenderspiel gegen Schweden mit 4 zu 2 Toren. (KEYSTONE/Str)

Bild: KEYSTONE

War der Spielgestalter der grossen «Generation der Wiedergeburt» des Schweizer Fussballs. Kreativität, Zweikampfstärke, eine gute Übersicht und Ballsicherheit – Sforza brachte alles mit, was ein Weltklasse-Regisseur haben musste. Und Weltklasse war er auf dem Zenit seines Schaffens.

3 Granit Xhaka

epa07465646 Switzerland's Granit Xhaka cheers after scoring the 2-0 goal during the UEFA Euro 2020 qualifying Group D soccer match between Switzerland and Denmark at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, 26 March 2019.  EPA/ALESSANDRO DELLA VALLE

Bild: EPA/KEYSTONE

Gehörte der formidablen Equipe an, die 2009 den U17-Weltmeistertitel holte. Keine zwei Jahre später debütierte Xhaka in der A-Nationalmannschaft, aus der er seither nicht mehr wegzudenken ist. Im Mittelfeld hält er den Laden mit seiner Spielintelligenz defensiv zusammen. Wirbelte an der WM 2018 Staub auf, indem er seinen Treffer gegen Serbien mit dem «Doppeladler-Gruss» bejubelte – so wie er ⬇️.

2 Xherdan Shaqiri

ARCHIV - ZUM WECHSEL VON XHERDAN SHAQIRI VOM STOKE CITY FC ZUM LIVERPOOL FC STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -  epa05389779 Xherdan Shaqiri of Switzerland scores the 1-1 during the UEFA EURO 2016 round of 16 match between Switzerland and Poland at Stade Geoffroy Guichard in Saint-Etienne, France, 25 June 2016. (KEYSTONE/EPA/MAST IRHAM)

Bild: EPA

Shaqiri ist der Offensivmotor des Nationalteams – wehe, wenn er stottert. Mit seinem Spielwitz, seiner Kraft, seiner Technik, seiner Schlitzohrigkeit und seinen Flanken kurbelt er das Schweizer Spiel an. Und er erzielt selber viele Tore, hat schon jetzt mehr auf dem Konto als Chapuisat. Im Herbst wird «Shaq» erst 28 Jahre alt. Er hat genau wie Xhaka das Zeug, dereinst Heinz Hermann (118 Länderspiele) als Rekordinternationaler abzulösen.

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Shaqiris sensationeller Fallrückzieher an der EM 2016 gegen Polen. Video: YouTube/KickMari Sports

1 Alex Frei

Swiss striker Alex Frei jubilates after scoring the 2-0 during the group G preliminary round match of 2006 FIFA World Cup between Switzerland and South Korea in Hanover, on Friday, 23 June 2006. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)  ** MOBILE/PDA USAGE OUT **

Bild: KEYSTONE

Es gab keinen Schweizer Fussballfan, den Frei kalt liess. Seine Nati-Karriere war ein stetes Auf und Ab. An der EM 2004 wurde er überführt, wie er Steven Gerrard anspuckte. Dann war Frei ein Barrage-Held gegen die Türkei und traf an der WM 2006, konnte aber gegen die Ukraine das Aus nicht abwenden, weil ihn Köbi Kuhn kurz vor dem Penaltyschiessen auswechselte. 2008 verletzte er sich im Auftaktspiel schwer, 2010 erlitt er im Abschlusstraining vor dem ersten Match eine Verletzung und war danach nicht «der Alte».

Trotz vieler, vieler Tore war der ehrgeizige Frei bei manchen Fans so unbeliebt, dass sie ihn bei Heimspielen auspfiffen, was schliesslich zum Rücktritt führte. Der Baselbieter verliess die Bühne als Schweizer Rekordtorschütze; seine 42 Treffer sind eine Marke, die wohl noch lange Bestand haben wird. Die nächsten, derzeit aktiven Verfolger sind Xherdan Shaqiri (22 Tore) und Haris Seferovic (17). Alex Frei polarisierte sehr oft – doch nüchtern betrachtet war er der wichtigste Schweizer Nationalspieler der letzten 25 Jahre.

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Die Höhepunkte in Freis Nati-Karriere. Video: YouTube/AlexFreiChannel

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Grosse Fussballer, die nie an einer WM waren

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