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Lugano's President Angelo Renzetti, during the Super League soccer match FC Lugano against Neuchatel Xamax FCS, at the Cornaredo stadium in Lugano, Sunday September  29, 2019. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Angelo Renzetti will die Saison nicht in leeren Stadien weiterführen. Bild: KEYSTONE/Ti-Press

«Geisterspiele wären ein Blutbad» – Lugano-Boss Renzetti möchte keinen Fussball-Neustart



Gestern Mittwoch hat der Bundesrat dem Schweizer Fussball grünes Licht gegeben. Ab dem 11. Mai sind erste Trainings in Kleingruppen wieder erlaubt, ab dem 8. Juni darf die Saison mit Geisterspielen fortgesetzt werden. Es fehlt aber noch die Bestätigung der Swiss Football League.

Viele Fans freuen sich, dass es bald weiter gehen kann – bei den Vereinen sieht dies nicht überall so aus. Lugano-Präsident Angelo Renzetti etwa missfällt der Entscheid, dass bald mit Geisterspielen weitergekickt werden soll. «Das wäre ein Blutbad», warnt Renzetti im Interview mit «tio.ch».

Das Problem der Geisterspiele sei, dass diese für die Klubs finanzielle Probleme zur Folge hätten, erklärt Renzetti: «Falls jetzt weitergespielt wird, kommen Kosten für Tests hinzu, Kurzarbeit wird nicht mehr möglich sein und fehlende Zuschauer haben Verluste zur Folge. Ausserdem müssen Auswärtsreisen mit den nötigen Vorsichtsmassnahmen organisiert werden.»

Renzetti hätte Saisonabbruch begrüsst

Wäre die Entscheidung bei Renzetti gelegen, hätte dieser stattdessen die Saison abgebrochen. «Meiner Meinung nach hat die SFL eine Chance verpasst», so der 66-Jährige. «Sie hätte wie die niederländische Liga den Mut haben sollen, die Saison abzubrechen. Also das Ganze mit möglichst wenig Schaden zu beenden.»

Als Folge darauf hätte man den Modus der Liga anpassen können, so Renzetti: «Wir hätten dann die Meisterschaft umgestalten können. Mit 12 Teams, aber im gleichen Modus wie heute, nicht so, wie es zuletzt besprochen worden war. In dieser Situation haben wir erneut gemerkt, dass das Geschäftsmodell in unserem Fussball nicht funktioniert. Es wäre eine Möglichkeit gewesen, um uns anzupassen.»

Mittlerweile hat der FC Lugano seine Spieler zurück ins Tessin beordert, damit man sich auf eine mögliche Saisonfortsetzung vorbereiten kann. Nach 23 von 36 Runden liegen die Tessiner in der Meisterschaft auf dem 7. Platz mit sieben Punkten Vorsprung auf den Barrage-Rang 9. (dab)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kak Attack 01.05.2020 20:12
    Highlight Highlight Etwas gar naiv finde ich das Vorgehen der Liga. Statt im Vorfeld abzustimmen, ob man überhaupt Geisterspiele will, wurde erst beim Bund die Genehmigung für die Geisterspiele ab Juni beantragt. Mit dem ok aus Bern wäre ein Abbruch ab jetzt somit freiwillig und nicht mehr Pandemiebedingt. Könnte bei der Frage nach Kurzarbeit böse enden, egal ob dann gespielt wird oder nicht.
    Vielleicht übersehe ich diesbezüglich etwas, wenn nicht, so finde ich das ziemlich "autsch" ;-)
  • Seebarsch 01.05.2020 19:22
    Highlight Highlight Ich persönlich bin für Spiele mit Zuschauer
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 30.04.2020 13:42
    Highlight Highlight Als Basler bin ich ausnahmsweise für Play-offs, denn ein Abbruch oder eine verkürzte Saison wäre nur für YB und St. Gallen gut. So jetzt können weitere Wünsch angebracht werden. :-)
  • zellweger_fussballgott 30.04.2020 12:40
    Highlight Highlight Finde schade, wie sich einzelne Präsidenten und Verantwortliche immee wiedee exponieren und ihre Forderungen in der Öffentlichkeit kundtun. Ob Canepa, Renzetti oder Burgener. Jeder schaut nur auf sich und seinen Verein. Dies betrifft auch die so sympathischen Thuner, die am liebsten die Saison abbrechen würden, aber nicht absteigen wollen.
    Nur in einem gemeinsamen Dialog kann eine faire (sowohl im sportlichen und finanziellen Sinne) und gute Lösung gefunden werden.
  • zellweger_fussballgott 30.04.2020 12:37
    Highlight Highlight Renzetti soll ruhig sein. Für die Luganesi wird es keinen grossen Unterschied machen, ob sie ihre 4000 Zuschauer haben oder keine. Dies trifft auch auf einige andere Vereine zu.
    Die Kosten, die ein Geisterspiel nach sich ziehen, sind kleiner als bei einem normalen Spiel. Dafür entfallen die Einnahmen. Dadurch ist jeder Spieltag ein Verlustgeschäft.
    Hier müsste man eine Regelung mit den TV-Stationen finden, da die Nachfrage dort unverweigerlich steigen wird, da ja niemand ins Stadion gehen kann.
    Aber eben lieber eine verkokste Saison abbrechen und auf sich selber schauen.
  • nilu98 30.04.2020 12:08
    Highlight Highlight Lugano hat pro Spiel keine 4'000 Zuschauer und nur noch 6 Heimspiele in dieser Saison, denke nicht, dass der Verlust wesentlich wäre...
  • champedissle 30.04.2020 11:50
    Highlight Highlight Kaum ein Club der SL wird ein Saisonende mit Geisterspielen finanziell überleben, das wäre das Aus für 80 % aller Fussballvereine.
  • bruno.zehr 30.04.2020 10:51
    Highlight Highlight Hat der wirklich "Blutbad" gesagt?! ... #meinefresse
  • DaR 30.04.2020 10:28
    Highlight Highlight Hatte ich neulcih dem SFL gesendet.

    Benutzer Bild
    • ThePower 30.04.2020 11:28
      Highlight Highlight Du willst St. Gallen in die CL Quali schicken, wo die dann in der 2. Qualirunde gegen Traktor Gibraltar rausfliegen? Das soll wohl ein Witz sein..🙈
    • Randy Orton 30.04.2020 11:48
      Highlight Highlight So ein Quatsch. Wenn dann müsste der Punktestand vom Winter übernommen werden, da dort alle Teams gegen alle gespielt haben. Der aktuelle Punktestand ist nicht fair, einige haben Basel, YB und St. Gallen öfter gehabt als andere.
  • Switch_on 30.04.2020 09:35
    Highlight Highlight Ich verstehe ja, das Geisterspiele im Gegensatz zu den grossen Ligen nicht gewinnbringend ist, weil viel weniger Fernsehgelder ausgezahlt werden.
    Abr ist das struktuelle Defizit wirklich kleiner wenn gar nicht gespielt wird?
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 30.04.2020 13:45
      Highlight Highlight Ja schon, denn es werden keine Stadionmieten oder Spielerprämien bezahlt und es gibt Kurzarbeitsbeiträge vom SECO.

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