Murat Yakin vor Nati-Spiel um 5 Uhr morgens: «Liebe Arbeitgeberinnen und Lehrer …»
Die Fussball-Nati bestreitet am Freitagmorgen um 5 Uhr Schweizer Zeit den Sechzehntelfinal der Weltmeisterschaft. In Vancouver wird die Partie gegen Algerien um 20 Uhr angepfiffen, doch für die Fans in der Heimat ist die Anspielzeit deutlich unangenehmer.
Für sie heisst es früh aufstehen – und womöglich etwas später zur Arbeit gehen. Deshalb richtet sich Nati-Trainer Murat Yakin in einem offenen Brief auf der Titelseite des Blick an die Schweizer Arbeitgeberinnen, Chefs und Lehrer. «Seid nachsichtig, wenn jemand am Freitagmorgen etwas müder, emotionaler oder auch ein paar Minuten später am Arbeitsplatz oder im Schulzimmer erscheint», schreibt der 51-Jährige. Schliesslich wäre dies ein schönes Zeichen dafür, «dass Fussball uns vereint und verbindet».
Yakin bedankte sich für die Unterstützung aus der Heimat, die das gesamte Team trotz der grossen Distanz spüre. Die Bilder, die sie nach den Gruppenspielen gegen Katar (1:1), Bosnien-Herzegowina (4:1) und Kanada (2:1) aus der Schweiz erreicht hätten, gäben ihm und den Spielern «das Gefühl, dass die Schweiz ganz nah bei uns ist», so Yakin.
Besonderer Dank gelte den Menschen, die das Spiel aufgrund ihres Jobs – «in Spitälern, Heimen, bei der Polizei, im öffentlichen Verkehr oder anderswo» – nicht live verfolgen könnten. Auch an sie denke das Team vor und während des WM-Sechzehntelfinals gegen Algerien.
«Gemeinsam wollen wir euch stolz machen», verspricht Murat Yakin zum Abschluss. (nih)
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