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Freude bei Fans: Neu Stehplätze bei Spielen der Schweizer Fussball-Nati

Switzerland's player celebrate their goal to 1-0 during the friendly soccer match between Switzerland and Jordanien, at the kybunpark, in St. Gallen, Switzerland, Sunday, May 31, 2026. (KEYSTONE/ ...
Die Nati und ihre Fans in St.Gallen.Bild: keystone

Zurück zu den Wurzeln – diese Neuerung wird Fussballfans freuen

Ab September und erstmals nach über einem Vierteljahrhundert wird es bei Heim-Länderspielen der Schweizer Nationalteams wieder Stehplatzbereiche geben. Damit kommt der Verband einem Wunsch der treusten Fans nach.
19.08.2026, 10:4319.08.2026, 15:05

Erstmals in den Genuss von Stehplätzen kommen die Fans bei den Heimspielen der Männer in der Nations League gegen Slowenien (3. Oktober) und Nordmazedonien (6. Oktober). Dies teilte der Schweizerische Fussballverband am Mittwoch mit. Beide Partien finden in Luzern statt. Das Frauen-Nationalteam wird im WM-Playoff-Spiel gegen Israel (13. Oktober) erstmals auch von Fans auf den Stehplätzen unterstützt. Wo die Partie stattfindet, ist noch nicht klar.

Grundlage für die Wiedereinführung der Stehplätze ist ein Entscheid des UEFA-Exekutivkomitees. Das seit der Saison 2022/23 laufende Beobachtungsprogramm für Stehplätze wurde für die Saison 2026/27 verlängert und auf weitere UEFA-Wettbewerbe ausgeweitet. Bislang beschränkte sich das Programm auf den Europacup der Männer.

«Kommen einem Bedürfnis der Fans nach»

«Jeder nationale Verband ist frei, Stehplätze einzuführen», erklärt Adrian Arnold, Kommunikationsverantwortlicher des Schweizer Fussballverbands, auf Anfrage von Keystone-SDA. «Wir haben dies mit den Verantwortlichen der Fankurve (der wichtigsten organisierten Fangruppe des Nationalteams) besprochen, und sie haben klar zum Ausdruck gebracht, dass sie an Stehplätzen interessiert sind.»

Stehplätze erfüllen zwei wichtige Ziele. Zum einen können günstigere Tickets angeboten werden, zum anderen sind sie gut für die Stimmung in den Stadien. «Es war vor allem für die treusten Fans ein Bedürfnis, die meist sowieso während fast des ganzen Matches stehen, auch wenn sie Sitzplätze haben», so Arnold.

Eine familienfreundliche Umgebung

Nach Stadionkatastrophen wie jener in Hillsborough, als 1989 bei einer Massenpanik 97 Menschen ums Leben kamen, setzte sich international zunehmend das Prinzip reiner Sitzplatzstadien durch. FIFA und UEFA liessen ab 1998 bei internationalen Spielen schliesslich keine klassischen Stehplätze mehr zu. Sitzplätze gelten als sicherer und besser zu kontrollieren.

«Wir sind bezüglich Sicherheit in einer anderen Zeit», stellt Arnold fest. «Die Sicherheitskontrollen haben sich sehr verändert.» Man werde aber die Entwicklung und mögliche Gefahr «sehr aufmerksam» verfolgen. Denn eines ist klar: Die Spiele der Nationalteams sollen familientauglich bleiben. «Wir haben da nicht die gleichen Sorgen wie zum Teil die Klubs mit den Ultras», zeigt sich Adrian Arnold zuversichtlich. «Wir haben eine sehr gute Beziehung zur Fankurve, und sie verstehen die Wichtigkeit einer familienfreundlichen Umgebung.» (ram/sda)

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Die beliebtesten Kommentare
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Roro Hobbyrocker
19.08.2026 12:20registriert August 2016
Top dann kann man ja im Brügglifeld wieder Schweizer Nati Spiele sehen 😂.
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