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WM 26: Schweizer Nati gewinnt Test gegen Jordanien vor Reise in die USA

Switzerland's Dan Ndoye, left, and Granit Xhaka celebrate after scoring a penalty to 3-0, with Jordan's Mohammad Abualnadi to their right, during the friendly soccer match between Switzerlan ...
Ndoye und Xhaka feiern den 2. Treffer der Schweizer.Bild: keystone

Letzter Test vor Abreise an die WM geglückt: Die Nati schlägt Jordanien klar

Das Schweizer Nationalteam feiert im Testspiel gegen Jordanien den ersten Sieg des Jahres. Beim 4:1 in St. Gallen ist das Team von Trainer Murat Yakin klar überlegen.
31.05.2026, 14:0031.05.2026, 17:27
michael lehmann / keystone-sda

Tief in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit rennt der norwegische Schiedsrichter Rohit Saggi nochmals zum TV-Gerät an der Seitenlinie. Dort sieht er, dass die Intervention an Breel Embolo eben doch ein Foul war. Und so nimmt sich Captain Granit Xhaka den Ball und bringt die Schweiz in der zehnten(!) Minute der Nachspielzeit mit 3:0 in Führung. Es ist der Abschluss einer dominanten Halbzeit, in der die Schweiz weitgehend alles im Griff hat.

Bereits das erste Tor des Spiels fiel vom Penaltypunkt aus. Nachdem Remo Freuler vom jordanischen Goalie am Fuss getroffen worden war, trat Embolo an und erzielte seinen 24. Treffer im Nationalteam. Fünf Minuten danach erhöhte Dan Ndoye nach perfekter Vorlage von Michel Aebischer auf 2:0.

Einmal mehr sammelte Ndoye, der bei Nottingham Forest eine schwierige Saison erlebte, damit Selbstvertrauen im Nationaldress: Es war sein sechster Treffer in seinen letzten zehn Einsätzen für die Schweiz.

Mvogo und Manzambi zeichnen sich aus

Goalie Yvon Mvogo, der Schweizer Goalie der ersten Hälfte, war nur einmal wirklich gefordert: Nach einer halben Stunde übersah Xhaka beim Rückpass einen Gegenspieler, der den Ball übernahm und allein auf Mvogo zurannte. Die nominelle Nummer zwei im Schweizer Tor zeigte aber, dass im Notfall auf sie Verlass ist: Mvogo wehrte den Schuss von Mousa Al-Tamari mit dem Fuss ab und sorgte damit dafür, dass der Aussetzer des Captains nicht bestraft wurde.

Neben Mvogo konnte sich in der ersten Hälfte vor allem Johan Manzambi auszeichnen. Der Mittelfeldspieler des SC Freiburg schien im Nationalteam eine Hybrid-Position einzunehmen: Er war praktisch überall anzutreffen. Fast hätte er seine gute Leistung auch mit einem Treffer belohnt, sein Schuss in der 23. Minute prallte jedoch vom Pfosten ab.

Ebenfalls auffällig: Bis auf wenige Stellungsfehler zeigte sich die Dreierabwehr um Denis Zakaria, Manuel Akanji und Nico Elvedi fehlerlos. Nach dem 0:0 in Norwegen hatte sich Trainer Yakin zum zweiten Mal in Folge für dieses Trio in der Verteidigung entschieden. Es wurde von den Jordaniern allerdings auch nur bedingt gefordert.

Ehrentreffer für Jordanien

Der WM-Debütant aus Vorderasien zeigte sich in der zweiten Hälfte konkurrenzfähiger, wobei die Partie durch die vielen Wechsel auf beiden Seiten merklich an Fahrt verlor. Der eingewechselte Odeh Fakhoury sorgte in der 52. Minute für den Anschlusstreffer, als er den ebenfalls eingewechselten Marvin Keller bei seinem Debüt im Nationalteam mit einem Flachschuss überwand. Kurz darauf freuten sich die Gäste etwas zu früh über einen vermeintlichen Penalty. Die TV-Bilder zeigten aber klar, dass der Ball an Silvan Widmers Rücken abprallte und nicht an dessen Hand.

Für den Schlusspunkt sorgte Christian Fassnacht, der in der 79. Minute zum 4:1 traf. Der danach einsetzende Gewittersturm sorgte dafür, dass die Partie in der 88. Minute unterbrochen wurde, was die Spieler zunächst als Schlusspfiff interpretierten. Nach einer Pause kamen die Teams aufs Feld zurück, um die verbliebenen drei Minuten zu Ende zu spielen.

Mit dem Sieg hat die Schweiz den ersten Teil der WM-Vorbereitung abgeschlossen. Am Montag geniessen die Spieler einen freien Tag, am Dienstag wird die Mannschaft dann nach San Diego reisen und dort das Basecamp beziehen. Dort steht am Samstag, dem 6. Juni, noch ein letztes Testspiel auf dem Programm, Gegner ist Australien. Eine Woche später beginnt die WM für die Schweiz mit dem Gruppenspiel gegen Katar.

epa13006749 Switzerland's Cedric Itten, left, fights for the ball with Jordan's Mohammad Al-Dawoud during the international friendly soccer match between Switzerland and Jordan, at the kybun ...
Die Schlussminuten nach dem Unterbruch verkamen aufgrund des Regens zur Farce.Bild: keystone

Schweiz - Jordanien 4:1 (3:0)
St. Gallen. - 13'380 Zuschauer. - SR Saggi (NOR).
Tore: 28. Embolo (Penalty) 1:0. 33. Ndoye 2:0. 45. Xhaka (Penalty) 3:0. 52. Fakhoury 3:1. 79. Fassnacht 4:1.
Schweiz: Mvogo (46. Keller); Zakaria (46. Jaquez), Akanji (61. Cömert), Elvedi (46. Rodriguez); Ndoye (46. Widmer), Freuler (46. Jashari), Xhaka (61. Sow), Aebischer (61. Muheim); Manzambi (46. Amdouni), Embolo (72. Itten), Vargas (46. Fassnacht).
Jordanien: Abulaila; Al-Rosan (46. Badawi), Abualnadi (46. Obaid), Alarab (88. Abu Dahab); Haddad (78. Al-Dawoud), Alrawabdeh (78. Qashi), Al-Rashdan (61. Abu Hashish), Abu Taha (78. Taha); Al-Tamari (61. Al-Azaizeh), Olwan (46. Fakhoury), Al-Mardi (46. Sa'deh).
Bemerkungen: Schweiz ohne Kobel, Rieder und Okafor (alle angeschlagen). (abu/sda)

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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Sünneli31
31.05.2026 15:30registriert Mai 2018
Kann jemand dem Ruefer das Mikrofon abstellen… der ist ja heute wiedermal super nervig! Oder gebt ihm einen Eisbeutel… oder einen Knebel… egal was!
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Harry Bo
31.05.2026 15:43registriert April 2025
Also der Sascha Ruefer gibt einem schon sehr zu denken! Sein Kommentar vor dem Penalty: Stevie Wonder hätte gepfiffen... Der hätte sofort gepfiffen .
Das ist Diskriminierung ! Behindertenfeintlich !
Eigentlich 😡 gehört er fristlos vom Mikrofon verbannt 🤮
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