PSG schlägt Arsenal im Elfmeterschiessen und ist erneut CL-Sieger!
Paris Saint-Germain gewinnt zum zweiten Mal in Folge die Champions League. Die Franzose setzen sich im Final in Budapest gegen Arsenal im Penaltyschiessen durch.
Als erst zweiter Verein neben Real Madrid schaffte Paris Saint-Germain die erfolgreiche Titelverteidigung in der 1993 eingeführten Champions League. Dafür benötigte der französische Meister das Penaltyglück. Zuerst gelang ihm durch einen Elfmeter von Ousmane Dembélé in der 65. Minute das 1:1, das bis zum Penaltyschiessen Bestand hatte. Im Penaltyschiessen trafen vier von fünf PSG-Spieler, nur Nuno Mendes scheiterte. Bei Arsenal schossen Eberechi Eze und - als letzter Schütze - Verteidiger Gabriel am Tor vorbei.
Während rund einer Stunde waren die Londoner auf bestem Weg, ihre Saison, die schon einen jahrelang ersehnten Meistertitel gebracht hat, mit dem erstmaligen Gewinn der Champions League zu krönen. Nach dem frühen Führungstor von Kai Havertz verteidigte Arsenal das 1:0 mit viel Geschick und beeindruckend viel Personal rund um den eigenen Strafraum.
Die Gunners hielten die Offensiv-Armada von PSG gekonnt auf Distanz. Dass Arsenal wenig Ballbesitz hatte, konnte ihnen lange Zeit egal sein. Die Franzosen agierten ideenlos. Das oftmals so gut geölte Kombinationsspiel von Chwitscha Kwarazchelia, Ousmane Dembélé und Co. stockte auf dem Weg in die gefährliche Zone regelmässig oder die Dribblings prallten an der Mauer von Arsenal ab.
Der Match hätte mit einem ereignisarmen 1:0 für Arsenal enden können, wenn nicht Kwarazchelia nach einer Stunde doch mal an Aussenverteidiger Cristhian Mosquera vorbeigezogen wäre. Der Spanier leistete sich im eigenen Strafraum das Foul, das Dembélé mittels Penalty mit dem 1:1 bestrafte. Die radikale Defensivtaktik von Arsenals Trainer Mikel Arteta war nicht vollends aufgegangen.
Erst in der Folge zeigte sich, dass Arsenal auch anders kann. Die Engländer suchten nach dem Pariser Ausgleich den zweiten Treffer auf ähnlich rustikale Art, wie sie zuvor verteidigt hatten: mit weiten Bällen und Kopfballstafetten. In 120 Minuten war gut zu erkennen, weshalb der neue englische Meister in der Heimat nicht der Liebling aller ist. Für das schöne Spiel war das Team von Trainer Mikel Arteta nicht nach Budapest gereist. Gefährlich wurden die Spieler von Arsenal mit ihren Flanken in den Strafraum aber immer wieder.
PSG fand derweil mehr Platz vor, um zu kontern. Zweimal entwischte der für Kwarazchelia eingewechselte blitzschnelle Bradley Barcola den nach dem Ausgleich etwas offensiver eingestellten Engländern. In der 78. Minute prallte sein Schuss vom Pfosten ab. Es war einer der Höhepunkte im zweiten Teil des Finals, der nur zwischenzeitlich spielerisch zu überzeugen wusste. Die restliche Zeit lebte er von der Spannung und endete zum bereits zwölften Mal mit einem Penaltyschiessen.
Paris Saint-Germain - Arsenal 1:1 (1:1, 0:1) n.V.
4:3 im Penaltyschiessen
SR Siebert.
Tore: 6. Havertz 0:1. 65. Dembélé (Penalty) 1:1.
Penaltyschiessen: Gonçalo Ramos 1:0, Gyökeres 1:1; Doué 2:1, Eze -; Nuno Mendes -, Rice 2:2; Hakimi 3:2, Gabriel Martinelli 3:3; Beraldo 4:3, Gabriel Magalhães
Paris Saint-Germain: Safonov; Hakimi, Marquinhos (105. Zabarnyi), Pacho, Nuno Mendes; João Neves, Vitinha (105. Beraldo), Ruiz (95. Zaïre-Emery); Doué, Dembélé (96. Gonçalo Ramos), Kvaratskhelia (83. Barcola).
Arsenal: Raya; Mosquera (66. Timber), Saliba, Gabriel Magalhães, Hincapié; Rice, Lewis-Skelly (90. Zubimendi); Saka (83. Madueke), Ødegaard (66. Gyökeres), Trossard (83. Gabriel Martinelli); Havertz (90. Eze).
Verwarnungen: 46. Mosquera, 54. Saka, 96. João Neves, 98. Gyökeres, 103. Rice, 118. Nuno Mendes. (car/sda)
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