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Sorgic gelang zwar ein Tor, aber dem FC Luzern kein Sieg.
Sorgic gelang zwar ein Tor, aber dem FC Luzern kein Sieg.Bild: keystone

Im Barrage-Kampf spricht vor der letzten Runde fast alles gegen Luzern

Drei Punkte liegt der FC Luzern vor der letzten Runde hinter GC und Sion zurück. Die letzte Hoffnung der Zentralschweizer ist ein eigener Sieg beim Meister Zürich und eine gleichzeitige Niederlage Sions zuhause gegen Servette. Trifft eines der beiden Resultate nicht ein, muss Luzern in der Barrage gegen den Abstieg in die Challenge League kämpfen.
19.05.2022, 22:5419.05.2022, 22:56

Luzern – YB 2:2

Luzern verpasste beim 2:2 gegen die Young Boys nach frühem Rückstand den Sieg und ist nun der Strafaufgabe Barrage nahe.

Die Partie begann für die Luzerner denkbar schlecht. Nach einem Stellungsfehler von Denis Simani und passivem Abwehrverhalten der gesamten Hintermannschaft handelte sich das Team von Mario Frick gegen die Young Boys bereits nach sechs Minuten einen 0:2-Rückstand ein. Wilfried Kanga brachte die Berner in Führung, Edimilson Fernandes legte mit einem abgefälschten Schuss nach.

Der FCL ist weiter auf Support seiner Fans angewiesen.
Der FCL ist weiter auf Support seiner Fans angewiesen.Bild: keystone

Doch der FCL liess sich darob nicht hängen. Dejan Sorgic gelang nach 23. Minuten der Anschluss, der den Innerschweizern noch mehr Auftrieb verlieh. Wie schon beim letzten Aufeinandertreffen im Wankdorf Anfang März gab YB nach einer frühen Zweitoreführung das Spieldiktat nach und nach aus der Hand – und wurde bestraft. Filip Ugrinic gelang 20 Minuten vor dem Ende mit einem wuchtigen Weitschuss der Ausgleich. In der Folge drückten die Luzerner auf den Siegtreffer, sowohl Ugrinic als auch der eingewechselte Ibrahima Ndiaye kamen zu exzellenten Möglichkeiten.

David von Ballmoos im Tor der Berner liess sich indes nicht mehr bezwingen und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, dass der FCL seinen Platz in der Super League mittels Barrage wird behaupten müssen. Da die direkten Konkurrenten Sion und GC beide gewannen, beträgt der Rückstand der Luzerner vor dem letzten Spieltag am Sonntag nun drei Punkte, wobei im Vergleich mit Sion immerhin das Torverhältnis für sie spricht.

«Lieber ein Punkt als gar keiner», sagte Sorgic bei «Blue» im Interview. «So ist immer noch alles möglich, auch wenn es schwierig wird.»

Luzern - Young Boys 2:2 (1:2)
12'113 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 3. Kanga (Mambimbi) 0:1. 6. Fernandes (Garcia) 0:2. 23. Sorgic (Dräger) 1:2. 69. Ugrinic (Kvasina) 2:2.
Luzern: Müller; Dräger, Burch, Simani, Frydek; Gentner (40. Cumic), Jashari, Ugrinic; Campo (58. Schürpf); Sorgic (80. Ndiaye), Abubakar (58. Kvasina).
Young Boys: Von Ballmoos; Maceiras (82. Blum), Camara, Zesiger, Garcia; Fassnacht, Rieder (70. Sierro), Lustenberger, Fernandes (59. Ngamaleu); Mambimbi (59. Elia), Kanga (70. Monteiro).
Bemerkungen: Luzern ohne Loretz, Monney und Schulz (alle verletzt). Young Boys ohne Niasse (gesperrt), Lauper, Lefort, Petignat und Siebatcheu (alle verletzt). Verwarnungen: 34. Kanga (Foul). 76. Schürpf (Foul). 86. Lustenberger (Foul). 92. Cumic (Foul).

GC – St.Gallen 3:2

Die Grasshoppers haben den Ligaerhalt praktisch geschafft. Die Zürcher können nur noch theoretisch auf den Barrage-Platz fallen. Dank dem deutlich besseren Torverhältnis als Luzern und Sion haben sie den Ligaerhalt quasi geschafft.

St.Gallens Goalie Lawrence Ati Zigi, der am Sonntag bei der Niederlage im Cupfinal gegen Lugano (wie im gesamten Wettbewerb) mit dem Platz auf der Bank hatte vorliebnehmen müssen, half bei GCs entscheidendem Schritt zum Verbleib in der höchsten Liga tatkräftig mit. Er servierte den Gastgebern nach 18 Minuten die Führung auf dem Silbertablett, indem er – leicht irritiert von Allan Arigoni – einen harmlosen hohen Ball nach vorne abprallen liess und Noah Loosli diesen nur noch einschieben musste.

Da staunt Captain Abrashi: Momoh feiert sein Tor mit einer akrobatischen Einlage.
Da staunt Captain Abrashi: Momoh feiert sein Tor mit einer akrobatischen Einlage.Bild: keystone

Das 2:0 erzielten die Gastgeber gegen die nach dem Cupfinal-Frust nicht in Bestbesetzung angetretenen St.Galler kurz vor der Halbzeitpause. Giotto Morandi überwand den relativ weit herausgerückten Zigi nach einem massgeschneiderten Steilpass von Léo Bonatini.

Zwar steigerte sich St.Gallen nach harmloser erster Halbzeit, Trainer Peter Zeidler brachte mehrere geschonte Stammkräfte ins Spiel, mehr als zwei Anschlusstreffer sprangen dabei aber nicht heraus. Zuerst verkürzte Jordi Quintillà mittels Foulpenalty zum 1:2, und in der Schlussphase traf Kwadwo Duah zum 2:3. Acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit hatte der bei GC eingewechselte Francis Momoh mit einem platzierten Schuss aus etwas spitzem Winkel die Partie vermeintlich entschieden.

Grasshoppers - St.Gallen 3:2 (2:0)
5234 Zuschauer. - SR Piccolo.
Tore: 18. Loosli 1:0. 45. Morandi (Bonatini) 2:0. 60. Quintillà (Foulpenalty) 2:1. 81. Momoh (Sène) 3:1. 87. Duah (Von Moos) 3:2.
Grasshoppers: Moreira; Arigoni, Loosli, Seko; Schmid (80. Lei), Kawabe, Abrashi (87. Margreitter), Lenjani; Morandi (80. Momoh), Bonatini (80. Jordão); Riascos (68. Sène).
St.Gallen: Zigi; Cabral, Fazliji, Stillhart, Kempter (64. Duah); Quintillà; Toma, Jankewitz (64. Schmidt); Besio (46. Von Moos), Schubert (64. Guillemenot), Lungoyi (64. Ruiz).
Bemerkungen: Grasshoppers ohne Bolla, Herc (beide gesperrt), Hoxha, Ribeiro (beide verletzt) und Pusic (krank. St. Gallen ohne Görtler, Maglica (beide gesperrt) und Münst (verletzt). 51. Lattenschuss Lungoyi. Verwarnungen: 10. Besio (Foul). 42. Stillhart (Foul). 59. Moreira (Foul). 86. Abrashi (Unsportlichkeit). 95. Sène (Foul/im nächsten Spiel gesperrt).

Lausanne – Sion 1:2

Beide Sittener Tore erzielte Anto Grgic auf Penaltys, das zweite davon in der 93. Minute. Sion hat damit drei seiner letzten vier Auswärtsspiele gewonnen.

Den Gegentreffer zum 1:1, der die Walliser für das Spiel vom Sonntag – es wird das Rhone-Derby gegen Servette im Tourbillon sein – Nerven hätte kosten können, fiel nach 82 Minuten auf kuriose Weise. Lausannes Innenverteidiger Simone Grippo traf aus rund 25 Metern die Latte. Von dort prallte der Ball an den Hinterkopf von Goalie Kevin Fickentscher – und wieder in die Gegenrichtung ins Tor. Aber wenige Sekunden vor Schluss stellte Grgic den wichtigen Erfolg mit einem Foulpenalty doch noch sicher.

Die 1:0-Führung in der Pause war verdient für die Walliser, aber unglücklich für die Waadtländer. Verteidiger Armel Zohouri wollte im Strafraum klären, köpfelte sich den Ball aber an den Unterarm. Spezialist Anto Grgic verwandelte den Penalty. Die Führung der Sittener hätte sich nach einer Viertelstunde viel eher aufgedrängt, als Itaitinga aus kurzer Distanz mit einem gewaltigen Schuss den Pfosten traf. Ausserdem vermochte auch Filip Stojilkovic eine sehr gute Chance nicht zu nutzen. Die Lausanner hielten das recht attraktive Spiel indessen jederzeit offen. In der zweiten Halbzeit kamen beide Mannschaften im Wechsel zu ihren Chancen.

Lausanne-Sport - Sion 1:2 (0:1)
4945 Zuschauer. - SR San.
Tore: 32. Grgic (Handspenalty) 0:1. 82. Fickentscher (Eigentor) 1:1. 93. Grgic (Foulpenalty) 1:2.
Lausanne-Sport: Castella; Zohouri, Grippo, Poundjé; Trébel (78. Carraco); Alakouch (78. Chafik), Kukuruzovic, N'Guessan (46. Koyalipou), Mahou (70. Suzuki); Sanches, Spielmann (53. Coyle).
Sion: Fickentscher; Bamert, Ndoye, Benito, Marquinhos (72. Iapichino) (72. Bua); Zuffi, Grgic; Itaitinga, Baltazar (85. Karlen), Bua; Stojilkovic.
Bemerkungen: Lausanne-Sport ohne Amdouni und Turkes (beide verletzt). Sion ohne Cavaré, Wesley, Berardi und Kabashi (alle verletzt). 15. Pfostenschuss Itaitinga. Verwarnungen: 25. Bamert (Foul), 93. Grgic (Leibchenausziehen).

Lugano – Zürich 2:1

Lugano siegte im Duell der Titelhalter 2:1 gegen den FC Zürich. Jonathan Sabbatini traf für die Mannschaft von Mattia Croci-Torti doppelt.

Bottani (links) und Sabbatini bejubeln Luganos Siegtor.
Bottani (links) und Sabbatini bejubeln Luganos Siegtor.Bild: keystone

Wenn es sportlich um nichts mehr geht, sitzen die taktischen Fesseln oft besonders locker. Als sich im Cornaredo Lugano und Zürich gegenüberstanden, schien dies auch der Fall zu sein. Lange dauerte es nämlich nicht, ehe die erste Mannschaft jubeln konnte. Assan Ceesay fand mit seinem Flankenball nach drei Minuten Akaki Gogia, und der Deutsche bezwang Lugano-Goalie Amir Saipi mit einer Direktabnahme. Die Reaktion des Cupsiegers folgte prompt, Sabbatini vollendete nur Sekunden später nach einem Doppelpass mit Mattia Bottani mit einem platzierten Flachschuss.

Nach einer knappen halben Stunde war der Uruguayer erneut zur Stelle und verwertete eine Hereingabe Numa Lavanchys. Die Tessiner waren den Zürchern überlegen, hatten zweimal Pech, als Bottani die Latte und Sandi Lovric den Pfosten traf. Zivko Kostadinovic, der im Tor des Meisters eine erneute Bewährungsprobe erhielt, musste sich in der 73. Minute noch einmal bezwingen lassen. Der Treffer des eingewechselten Mohamed Amoura wurde aufgrund eines Handspiels aber aberkannt.

Lugano - Zürich 2:1 (2:1)
5093 Zuschauer. - SR Wolfensberger.
Tore: 3. Gogia (Ceesay) 0:1. 4. Sabbatini (Bottani) 1:1. 28. Sabbatini (Lavanchy) 2:1. 73. Amoura (Lovric) 3:1.
Lugano: Saipi; Rüegg, Hajrizi, Ziegler, Valenzuela; Custodio (85. Mahmoud), Lovric (91. Durrer), Sabbatini; Lavanchy (91. Yuri), Celar (64. Amoura), Bottani (64. Haile-Selassie).
Zürich: Kostadinovic; Wallner (91. Hodza), Kamberi, Mets; Doumbia; Rohner (66. Kramer), Krasniqi (66. Tosin), Coric (58. Seiler), Gogia (59. Guerrero); Gnonto, Ceesay.
Bemerkungen: Lugano ohne Baumann, Daprelà, Facchinetti, Guidotti, Maric und Alexander Muci (alle verletzt). Zürich ohne Marchesano (gesperrt), Becir Omeragic (verletzt) und Hornschuh (krank). 31. Pfostenschuss Gnonto. 44. Lattenschuss Bottani. 53. Pfostenschuss Lovric. Verwarnungen: 22. Custodio (Foul). 35. Sabbatini (Foul). 41. Kamberi (Foul). 44. Gnonto (Foul). 96. Kramer (Foul).

Servette – Basel 0:0

Der FC Basel spielte zum dritten Mal in Folge und zum 17. Mal in dieser Saison unentschieden. Die Basler, die sich in den letzten Partien im Vorwärtsgang wiederholt schwertaten, brachten auch bei den formschwachen Genfern wenig Erbauliches zustande. Dies untermauerte auch die Statistik von null Schüssen aufs gegnerische Tor. Vielmehr konnten sie sich glücklich schätzen, nicht als Verlierer abgereist zu sein.

Servette kam dem Siegtreffer nach nur einem Punkt aus den vorangegangenen fünf Spielen bedeutend näher. Abermals vereitelte Goalie Heinz Lindner für die Basler indes Schlimmeres. Der Medienberichten zufolge intern nicht unumstrittene Österreicher glänzte unter anderem in der Schlussphase mit einer mirakulösen Fussabwehr gegen Ronny Rodelin, der sich bei seinem Versuch im Fünfmeterraum aber auch nicht sonderlich geschickt anstellte.

Durch die neuerliche Punkteteilung verpasste es der FCB, sich den 2. Platz vor den Young Boys zu sichern.

Servette - Basel 0:0
5802 Zuschauer. - SR Tschudi.
Servette: Diallo; Sasso, Severin, Clichy (86. Bauer); Douline; Cognat (86. Alves), Valls (79. Cespedes); Stevanovic, Bedia (60. Rodelin), Imeri (79. Antunes).
Basel: Lindner; Lopez, Pelmard, Pavlovic, Petretta (70. Katterbach); Xhaka (70. Frei), Burger; Ndoye (82. Kasami), Esposito, Fernandes (56. Males); Szalai (70. Tschalow).
Bemerkungen: Servette ohne Vouilloz (gesperrt), Rouiller, Fofana, Mendes, Pédat, Sawadogo und Camara (alle verletzt). Basel ohne Lang, Stocker, Millar, Essiam, Tavares und Padula (alle verletzt). Verwarnungen: 48. Clichy (Foul).

Die Tabelle

(ram/sda)

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