Sport
Fussball

WM 2026: Granit Xhaka kritisiert Mitspieler nach Katar-Spiel deutlich

Switzerland's Granit Xhaka, right, reacts next to Switzerland's Ruben Vargas, left, during the World Cup Group B soccer match between Qatar and Switzerland at the San Francisco Bay Area Stad ...
Captain Granit Xhaka war mit seinen Mitspielern gar nicht zufrieden.Bild: keystone

Granit Xhaka poltert: «Wenn einer alles alleine machen will, wird es schwierig»

Nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen Katar zum WM-Auftakt nahm Granit Xhaka kein Blatt vor den Mund. Der Schweizer Captain äusserte deutliche Kritik an seinen Mitspielern.
13.06.2026, 23:5713.06.2026, 23:57

Die Schweiz kommt zum WM-Auftakt gegen Katar nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Der Ausgleich fällt erst in der 94. Minute. Es ist eine grosse Enttäuschung für die Nati, die mittlerweile ganz andere Ansprüche hat.

Dementsprechend angefressen war Captain Granit Xhaka nach dem Spiel – und er sparte auch nicht mit Kritik an seinen Mitspielern. «Wir haben am Ende der zweiten Halbzeit den Rhythmus verloren. Das darf auf diesem Niveau nicht passieren», sagte der Mittelfeldspieler im Interview beim SRF und führte aus: «Wir haben nicht mehr auf den Positionen gespielt wie in der ersten Halbzeit. Jeder ist ein bisschen irgendwohin gelaufen.» Dabei sei es entscheidend, «seine Position zu respektieren», damit ein Team im Verbund funktionieren könne. «Man muss tun, was der Trainer verlangt und nicht irgendwie den Showmaker geben und alles alleine machen», polterte Xhaka.

Wen er damit meine, wollte der Captain nicht öffentlich sagen. Nur so viel: «Es hat auch mit Disziplin zu tun. Wenn ein Trainer einen Spieler reinbringt und der versucht, alles alleine zu machen, dann wird es schwierig.» SRF-Experte Benjamin Huggel vermutete, dass Xhaka damit Zeki Amdouni gemeint haben könnte. Für die Offensive brachte Nati-Trainer Murat Yakin neben dem Stürmer auch Johan Manzambi.

Switzerland's Zeki Amdouni reacts after the end of the World Cup Group B soccer match between Qatar and Switzerland in Santa Clara, Calif., near San Francisco, Saturday, June 13, 2026. (AP Photo/ ...
Ein enttäuschter Zeki Amdouni nach dem Spiel.Bild: keystone

Xhaka hätte sich gewünscht, dass das Spiel clever zu Ende gespielt würde. Stattdessen habe die Schweiz die Geduld verloren, weil sie unbedingt das zweite Tor habe schiessen wollen, vermutet der 33-Jährige. «Da muss man das 1:0 einfach nach Hause bringen, auch wenn man nicht schön spielt.»

Sein Fazit nach dem enttäuschenden WM-Auftakt: «Wir müssen mit beiden Beinen auf den Boden kommen und die Realität verstehen. Und die ist, dass wir nicht dort sind, wo wir hinwollen. Wir müssen jetzt nicht davon reden, dass wir die beste WM der Schweizer Geschichte spielen wollen – wir müssen jetzt liefern, denn reden kann jeder.»

Weiter geht es für die Nati am Donnerstag (21 Uhr) gegen Bosnien-Herzegowina. Ein Sieg ist dann fast schon Pflicht, wenn die Schweiz weiter um den Gruppensieg spielen will. (nih)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026
1 / 21
Die besten Bilder der Fussball-WM 2026

Die Schweizer Fan-Wand gegen Katar. 9642 sind kaum angereist, aber ein schönes Einhorn haben sie mitgebracht.

quelle: keystone / eugene hoshiko
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Vor Kampfsport-Event beim Weissen Haus: Aussenminister Rubio macht kühnen Vergleich und UFC-Präsident ausgebuht
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
16 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
16
Der eine Bruder spielt in dieser Nacht für Australien, der andere für Schottland
John und Harry Souttar sind Brüder und nehmen beide an der WM teil. Aber nicht für das gleiche Land.
Verteidiger sind sie beide, John und Harry Souttar. John ist der ältere der Brüder, Harry hat ihm etwas anderes voraus: Er nahm schon vor vier Jahren an einer Fussball-WM teil.
Zur Story