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WM 2026: Schiedsrichter Pinheiro verteidigt Gelb-Rot gegen Embolo

epa13106284 Breel Embolo (C bottom) of Switzerland is shown the red card by referee Joao Pedro Silva Pinheiro during the FIFA World Cup 2026 quarterfinals match Argentina vs Switzerland, in Kansas Cit ...
Alles Reklamieren nützt nichts: Joao Pinheiro stellt Breel Embolo vom Platz.Bild: keystone

Portugiesischer Schiedsrichter verteidigt Gelb-Rot gegen Embolo

29.07.2026, 08:1029.07.2026, 08:21

Der Fall Breel Embolo dreht sich auch Wochen nach dem Schweizer Aus im WM-Viertelfinal gegen Argentinien weiter. Gestern wurde bekannt, dass das International Football Association Board (IFAB) – das Gremium, das über die Regeln des Fussballs entscheidet – die VAR-Intervention, die die zweite Gelbe Karte für den Schweizer Stürmer zur Folge hatte, kritisiert.

In der Folge äusserten sich auch der Schweizerische Fussballverband (SFV) und die FIFA zum Fall. Während der SFV mit Enttäuschung und Genugtuung reagierte, wollte der Weltverband nichts davon wissen, falsch gehandelt zu haben. «Wir betrachten dies nicht als Fehler des Schiedsrichters oder des VAR», sagte ein FIFA-Sprecher am Dienstagabend. «Die Schwalbe selbst steht ausser Frage und sollte nicht zu einer Disziplinarmassnahme gegen einen Gegner führen», erklärt dieser und verweist darauf, dass «die Interpretation der ‹Mistaken Identity›-Regel während der WM konsequent angewendet» wurde.

Schiedsrichter Joao Pinheiro wurde beim portugiesischen TV-Sender Canal 11 zum Fall befragt. Und wie die FIFA sieht auch er sich im Recht. Er sagte:

«Ich analysierte die Situation und stellte fest, dass es sich tatsächlich nicht um ein Foul handelte, sondern um eine Schwalbe. Es war die zweite Gelbe Karte. Wäre es die erste gewesen, wäre die Entscheidung dieselbe gewesen.»

Pinheiro ging ebenfalls auf die neue Mistaken-Identity-Regel ein. «Es handelte sich um eine von der FIFA eingeführte Änderung, die darauf abzielt, das Spiel zu verbessern», sagte der 38-Jährige. Er glaube, diese Änderung habe sich hervorragend auf das Spiel und die Schiedsrichter ausgewirkt. Es seien sehr, sehr positive Änderungen.

Auch das IFAB bestätigte, dass diese Anwendung der Regel mit der nachträglichen Bestrafung von Schwalben positiv aufgenommen worden sei. Deshalb prüft es, diese Regel entsprechend auszuweiten, dass dies künftig auch tatsächlich möglich ist. Doch an der WM sei die Mistaken-Identity-Regel noch nicht dafür ausgelegt worden. Diese sehe nur eine Korrektur einer Verwarnung vor, wenn es sich um das exakt gleiche Vergehen handle.

Im WM-Viertelfinal flog Breel Embolo kurz nach dem Schweizer Ausgleich vom Platz. Schiedsrichter Joao Pinheiro wandelte eine Gelbe Karte gegen Argentiniens Leandro Paredes wegen eines angeblichen Fouls an Embolo in eine Verwarnung für den Schweizer Stürmer wegen einer Schwalbe um. Da Embolo zu diesem Zeitpunkt bereits verwarnt war, flog er vom Platz. Die Schweiz verlor das Spiel am Ende mit 1:3 nach Verlängerung. (abu)

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96 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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anonymer analphabet
29.07.2026 08:55registriert April 2016
Der Schiedsrichter und der VAR sind da um die Regeln auf dem Feld durchzusetzen, nicht um irgendwelche Neuinterpretationen auszuprobieren, dafür ist ein WM-Viertelfinal definitiv nicht der richtige Moment.
Der VAR hätte sich in diesem Fall nicht einschalten dürfen, habt doch wenigsten die Grösse das zuzgeben, mein Gott.
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ApollodorvonDamaskus
29.07.2026 08:19registriert Juli 2026
Das Problem ist nicht der Schiedsrichter, dieser hat anhand der Situation richtig entschieden, sondern, dass der VAR sich eingeschaltet hat obwohl er nicht müsste.
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Roque SF
29.07.2026 08:22registriert Mai 2020
Es ist und bleibt ein Skandal, wenn die Regel so an der WM noch nicht in Kraft war, aber trotzdem so angewendet worden ist. Aber natürlich kann man nur dafür sein, dass zukünftig Schwalben härter geahndet werden. Darauf freue ich mich eigentlich, glaube aber kaum, dass es - trotz Regel - dann auch so konsequent umgesetzt wird. Leider.
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