Irregulär? Schiri-Experte äussert nach Schweizer Penaltytor einen Verdacht
Foul an Remo Freuler, Penalty für die Schweiz, 1:0 durch Breel Embolo. So wird es für immer in den Geschichtsbüchern stehen.
Doch hätte das Tor gar nicht zählen dürfen? Diesen Verdacht äusserte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer als TV-Experte im deutschen Fernsehen ZDF. «Ich hatte mit einer Abseitsstellung gerechnet», sagte er über den Angriff, der mit dem Foul endete. «Die Bilder geben den Anschein, dass der Schweizer vor dem Katari ist. Aber es ist eine versetzte Kameraperspektive», wand Kinshöfer ein.
Dem 57-jährigen Ex-Schiedsrichter zufolge könnte die Technik ausgefallen sein, weshalb dem Spielleiter Said Martinez kein Signal gegeben werden konnte, dass Freuler beim Zuspiel auf ihn im Offside war. «Die halbautomatische Abseitserkennung ist aktiv. Es kann aber sein, dass die ausgefallen ist», mutmasste Kinhöfer. Dafür spricht auch, dass die übliche Visualisierung der Abseitssituation während der gesamten Übertragung nicht gezeigt wurde. «Wenn sie aus technischen Gründen nicht funktionieren sollte, hätte die Entscheidung auf dem Feld bestand.» Und die lautete eben: Kein Abseits.
Betrachtet man die Bilder aus der bislang einzigen bekannten Kameraperspektive, kann man aber durchaus auch der Meinung sein, dass Freuler und der katarische Verteidiger sich auf gleicher Höhe befanden. Die Mannschaft von Nationaltrainer Murat Yakin muss dies sowieso nicht kümmern. Dank dem Penalty gelang ihr die erhoffte frühe Führung gegen den Underdog der WM-Gruppe B. (ram)
