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2:6! YB geht gegen GC unter – Benito und Seoane frustriert und verärgert

Rayan Raveloson (YB) reagiert nach der Niederlage (2-6) nach dem Fussball Meisterschaftsspiel der Swiss Super League zwischen den BSC Young Boys, YB, und dem Grasshopper Club Zuerich, GC, im Stadion W ...
Niedergeschlagen: YB kam unter die Räder.Bild: keystone

«Dann fielen wir auseinander» – YB nach dem 2:6-Debakel gegen GC bedient

Kurz vor Weihnachten brennt in Bern der Christbaum. Die Young Boys stehen gegen die Grasshoppers neben den Schuhen und gehen gegen den Kellerklub gnadenlos unter. Stimmen zum überraschenden 6:2-Sieg von GC.
18.12.2025, 07:5518.12.2025, 09:04

Luke Plange war der Mann des Abends. Der 23-jährige Engländer versuchte sein Glück schon in der Heimat, in Belgien und Finnland. Nun gelangen ihm zum ersten Mal in seinem Leben vier Tore in einem Spiel.

«Ich bin sprachlos, ich weiss gar nicht, was ich sagen soll», meinte Plange im SRF. Er sprach von einem perfekten Abend – und das war er für GC in der Tat. Die Zürcher schafften einen nicht für möglich gehaltenen 6:2-Auswärtssieg beim Titelaspiranten in Bern.

Dort sind Mannschaft und Fans bedient. In Scharen strömten Anhänger schon lange vor dem Schlusspfiff aus dem Stadion. Loris Benito musste bleiben, der YB-Captain war mit seinen Abwehrkollegen einer der Hauptschuldigen am Untergang. «Es gibt viel zu analysieren», war sich Benito bewusst.

«Dass wir im letzten Heimspiel des Jahres von GC sechs Tore erhalten, ist frustrierend.» YB sei defensiv nicht gut aufgestellt gewesen, man habe zu viele Zweikämpfe verloren und GC in die Karten gespielt. «Wir haben uns viel vorgenommen und nun bleibt eine grosse Enttäuschung», hielt Benito fest. «Nach der Roten Karte und dem 2:4 fielen wir auseinander.»

«Krasses Spiel heute. Den Fans, uns allen, wird das noch länger in Erinnerung bleiben.»
Saulo Decarli, GC-Captainsrf

YB-Trainer Gerardo Seoane sprach von einer «ganz harten» Niederlage. «Es war Eigenverschulden dabei, wir machten viele individuelle Fehler, der Gegner hat Unkonzentriertheiten sehr gut ausgenutzt.» Sein Team sei nicht gut ins Spiel gekommen, und habe der Aggressivität der Grasshoppers nichts dagegenhalten können. «Das war eine Leistung, die wir nicht annehmen können», bilanzierte Seoane.

Gerald Scheiblehner hatte seine Elf bewusst angestachelt, wie die Feuerwehr loszulegen. «Ich habe ihnen gesagt, dass sie die Handbremse in der Kabine lassen sollen», verriet der GC-Coach im SRF. Prompt gingen die Hoppers schon in der 3. Minute in Führung. «Wenn gleich so ein Tor gelingt, dann glaubt die Mannschaft an sich und dann ist vieles möglich.»

Scheiblehner betonte, dass die Leistungen schon in den vergangenen Spielen besser waren als die Resultate. «Wir waren schon beim 0:1 in Sion gut, heute haben wir nun die Tore erzielt.» Nachdem GC viele Ausfälle gehabt habe, seien nun «halbwegs alle» wieder an Bord, das sei spürbar gewesen. «Wir wissen, dass die Mannschaft Qualität hat, aber es braucht einfach Zeit.»

Trotz des überraschenden Erfolgs belegt GC weiterhin den vorletzten Tabellenplatz. Zum Jahresabschluss empfängt es am Sonntag den FC St.Gallen, der auf Platz 2 liegend noch Wintermeister werden könnte. Ende Oktober gingen die Hoppers in der Ostschweiz beim 0:5 chancenlos unter.

Der Coup in Bern wird ihnen zweifellos Zuversicht verleihen, dass sie es dieses Mal besser machen gegen St.Gallen. Das inkonstante YB muss ins Tessin, wo mit dem FC Lugano ein Gegner auf die Berner wartet, die von den letzten acht Spielen nur eines verloren haben. Die Young Boys werden sich in allen Belangen steigern müssen. (ram)

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