Jürgen Klopp überrascht mit Patriotismus-Ansage
Jürgen Klopp hat am Donnerstag sein erstes Kader als Bundestrainer benannt. Er äusserte sich ausführlich zu den jeweiligen Personalien – und machte überraschenderweise auch eine politische Ansage.
In der Fragerunde spricht ein Journalist Klopp auf die grössere Bedeutung seiner Ansprachen für Deutschland über den Sport hinaus und seine Auffassung von Patriotismus an. «Das Leben ist ernst genug», beginnt der Trainer seine Antwort. Vor kurzem seien viele Dinge passiert, «es hat eine Wahl stattgefunden, die einige Leute vielleicht okay fanden», doch viele hätten auch gesagt: «Du lieber Himmel, was passiert denn da?»
«Ich würde mir oder uns gerne die Fahne zurückholen, wenn ich ganz ehrlich bin», sagte der deutsche Bundestrainer. Er ergänzte:
Klopp wolle Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen. Er sei «unheimlich stolz, diese Rolle auszufüllen» und er finde, dass Deutschland ein «wunderbares Land» sei.
Bei der Kadernominierung habe er «nicht geschaut, was wir nicht haben, sondern geschaut, was wir haben. Und davon könnten sich einige Leute etwas abschauen». Man wolle «ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln». Weiter sei Klopp überzeugt, «stolz darauf zu sein, Deutscher zu sein, und trotzdem offen, freundlich, mit Mitgefühl».
Die Fans zeigen sich in den sozialen Medien begeistert von seiner Ansprache. «Er hat die Rede gehalten, die man sich vom Bundespräsidenten wünschen würde», schreibt ein User auf Instagram. «Danke für diese Worte, die man sich schon lange von anderer Stelle gewünscht hätte», lautet ein weiterer Kommentar. Erneut wird damit deutlich: Die Deutschen hadern mit ihrer Regierung, feiern aber ihren neuen Bundestrainer.
(hkl, mit Material von t-online)
