Klopp nominiert 44 Spieler für Deutschland – darunter sind einige Unbekannte
Jürgen Klopp soll die gebeutelte Fussballnation Deutschland heilen. Der 59-Jährige folgte als Bundestrainer nach dem blamablen Aus im WM-Sechzehntelfinal gegen Paraguay auf Julian Nagelsmann und steht nun vor seiner Premiere. Dafür hat er gleich 44 Spieler nominiert. Diese werden in zwei Kader aufgeteilt und bei jeweils zwei der vier bevorstehenden Spiele in der Nations League zum Einsatz kommen.
Klopp sorgte dabei gleich für mehrere Überraschungen. Nur 15 der 26 Spieler aus dem WM-Kader sind auf der langen Liste des neuen Nationaltrainers enthalten. Dazu gehören die Innenverteidiger Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck, die Mittelfeldspieler Joshua Kimmich, Felix Nmecha, Jamal Musiala und Florian Wirtz sowie Stürmer Kai Havertz. Nicht zum Kader gehören unter anderem Goalie Oliver Baumann, Verteidiger Antonio Rüdiger und Stürmer Deniz Undav.
Für die beiden Partien in den Niederlanden (24. September) und gegen Griechenland (27. September) beruft Klopp dafür Neulinge wie den Augsburger Hennes Behrens, die Freiburger Max Rosenfelder, Philipp Treu und Yannik Engelhardt oder den Frankfurter Younes Ebnoutalib. Das Goalietrio bilden nach dem – dieses Mal wohl endgültigen – Rücktritt von Manuel Neuer Finn Dahmen, Alexander Nübel und Marc-André ter Stegen. Letzterer sei vorerst die Nummer 1, verkündete Klopp.
In den Spielen gegen Serbien (1. Oktober) und in Griechenland (4. Oktober) setzt der frühere Liverpool- und Dortmund-Coach dann auf ein sehr junges Team um die bewährten Kräfte Waldemar Anton, David Raum und Florian Wirtz. So nominierte Klopp neben Köln-Star Saïd El Mala unter anderem Felix Keidel (Elversberg), Mika Baur (Celtic) oder Derry Scherhant (Freiburg), die vielen Fussballfans wohl noch kein Begriff sind. In diesen Partien bildet Dahmen gemeinsam mit Noah Atubolu und Jonas Urbig das Goalie-Trio.
Zu den vielen Neuen im Kader erklärte Klopp auf der Pressekonferenz am Donnerstagmorgen: «Wir sehen in diesen Jungs ganz viel Potenzial.» Ihm gehe es darum, diese so vorzubereiten, «dass sie in ein, zwei Jahren eine Stütze sind». Das nächste grosse Turnier ist die Europameisterschaft 2028 in Grossbritannien und Irland. (nih)
