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Kickboxer Frederic Sinistra stirbt an Corona – zuvor leugnete er das Virus

Frederic Sinistra jubelt im Jahr 2015 nach einem Sieg.
Frederic Sinistra jubelt im Jahr 2015 nach einem Sieg. bild: imago-images.de

Ex-Kickbox-Weltmeister (41) stirbt an Corona – zuvor leugnete er das Virus

Der ehemalige Weltmeister im Kickboxen, Frederic Sinistra, ist tot. Der einst «stärkste Mann Belgiens» starb offenbar wegen einer Corona-Infektion – und einer folgenreichen Entscheidung: Er entliess sich anscheinend selbst aus dem Spital.
27.12.2021, 09:4427.12.2021, 14:28
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Im November war beim belgischen Kickbox-Star Frederic Sinistra eine Corona-Infektion festgestellt worden. Sein Trainer soll ihn ins Krankenhaus geschickt haben. Doch der «stärkste Mann Belgiens» wollte eine Infektion nicht akzeptieren. Am 16. Dezember ist der 41-Jährige daran gestorben.

Sinistra selbst hatte zuletzt Fotos auf Instagram geteilt, die ihn mit einem Sauerstoffschlauch zeigten. Der Kickboxer galt als Corona-Leugner, wollte das Wort Corona nicht einmal in den Mund nehmen. Ins Krankenhaus sei er nur gefahren, weil sein Manager ihn überzeugt habe, schreibt «De Morgen».

Er habe einen Kampf absagen müssen, weil eine «ganze Reihe von Krankheiten» seine Lunge angegriffen haben, erklärte Sinistra am 27. November. Der CRP-Plasma-Eiweiss-Entzündungswert sei um mehr als das 30-fache des maximalen Normalwerts erhöht. «Ein Krieger gibt nie auf», gab sich Sinistra damals kämpferisch und fügte an: «Ich werde noch stärker zurückkommen.»

Im Krankenhaus bedankte er sich bei seinen Fans. Auf Instagram schrieb er am 14. Dezember: «Meine Einstellung ist genau die gleiche wie für dieses Leben. Ich brauche Ihnen meine Wahl nicht zu sagen. Der Marsch nach vorn ist seit meiner Frühgeburt gelegt und ich werde weiter kämpfen bis zum Tod.»

Wenig später entliess sich Sinistra selbst aus dem Spital, angeblich mit einer Sauerstoffflasche. Nach belgischen Medienberichten ist er zuhause gestorben, als Ursache wird akute Atemnot angegeben. Die Abdankung fand kurz vor Weihnachten statt. Fans erwiesen ihm als Sinistra verkleidet die letzte Ehre.

Auch nach seinem Tod leugnet seine Frau offenbar weiterhin die Pandemie und das Coronavirus. Sie schrieb am 25. Dezember in einem Instagram-Post auf dem Kanal ihres verstorbenen Mannes unter anderem: «Mein Ehemann ist nicht an Covid gestorben und er hätte nie akzeptiert, dass das, was ihm passiert ist, dazu dient, Angst zu verbreiten und die Impfung zu beanspruchen.» Seine Frau gilt wohl trotz des Todes ihres Mannes weiterhin als Corona-Leugnerin.

Der Belgier war ein berühmter Sportler in seinem Heimatland und gewann mehrere nationale Titel im Kickboxen. Dreimal wurde er sogar Weltmeister. Den letzten Kampf seines Lebens hat er nun auf tragische Art und Weise verloren. (wan/mem/pre)

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220 Kommentare
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IchfragefüreinenFreund
27.12.2021 09:53registriert Juli 2020
Zitat: «Mein Ehemann ist nicht an Covid gestorben und er hätte nie akzeptiert, dass das, was ihm passiert ist, dazu dient, Angst zu verbreiten und die Impfung zu beanspruchen.»
Aber es dient dazu die Angst vor der Impfung zu Verbreiten? Also irgendwie ist die absurde und verdrehte Denkweise der Impf-Leugner immer unerträglicher.
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Zwerg Zwack
27.12.2021 09:50registriert April 2016
Die Reaktion der hinterbliebenen Ehefrau gibt extrem zu denken. Warum ist es nur so schwierig, zuzugeben, dass man falsch lag?
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Wandervogel
27.12.2021 10:02registriert Juni 2019
Dann ist er wohl an übermässiger Gesundheit gestorben. Die sind ja alle so gesund, dass ihnen schon nichts passiert.
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