DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Belgium's Dries Mertens, left, is tackled by Panama's Blas Perez, second right, during the group G match between Belgium and Panama at the 2018 soccer World Cup in the Fisht Stadium in Sochi, Russia, Monday, June 18, 2018. (AP Photo/Victor R. Caivano)

Dries Mertens bei der Arbeit. Ohne gegnerische Einwirkung sinkt er zu Boden. Bild: AP/AP

Kommentar

Ein paar Simulanten machen den Fussball kaputt und keiner hat Mut, etwas zu unternehmen

Das Weicheier-Image bleibt dem Fussball erhalten. Weil auch die WM-Ausgabe 2018 nicht frei von Schwalben und Simulationen ist und weder die Schiedsrichter noch die FIFA den Mut haben, die Spieler für ihr beschämendes Verhalten zu bestrafen.



Da sitzen sie zuhause auf ihrer Couch und haben es sich gemütlich gemacht. Hinz und Kunz nehmen sich während der WM mal wieder Zeit, um Fussball zu schauen. Danach wissen sie wieder, weshalb sie das sonst nie machen. 

Das Anti-Fussball-Mantra, dass es sich bei den «Tschüttelern» nur um tätowierte, aufwändig frisierte Weicheier handelt, hat nämlich mal wieder Hochkonjunktur.

Eigentlich ist diese WM super, da kann ich meinem Kollegen Ralf Meile nur beipflichten, der schon am Samstag bilanzierte:

Wären da nicht diese paar Kandidaten, die den schönen Sport kaputtmachen. Geben wir den Kandidaten Namen und nennen sie Dries Mertens, Ismaila Sarr und Pepe. 

Alle haben sie mit erbärmlichen Schauspieleinlagen versucht, den Schiedsrichter zu täuschen und Penaltys respektive eine Karte für den Gegner zu provozieren. 

Die Schwalbe von Dries Mertens. 

Animiertes GIF GIF abspielen

Ismaila Sarr verliert den Kampf gegen die Schwerkraft. 

abspielen

Pepe spielt gegen Benatia den sterbenden Schwan. Video: streamable

Immerhin ist keiner der Genannten für seine Einlage belohnt worden. Aber leider auch nicht bestraft. Dass es Spieler immer wieder mit den miesen Schwalben versuchen, hängt auch mit den Schiedsrichtern – die sonst einen super Job machen –zusammen. Weshalb in aller Welt sich keiner der Unparteiischen traut, einen entlarvten Simulanten zu verwarnen, bleibt mir ein Rätsel.

epa06821838 Maciej Rybus (C) of Poland and Ismaila Sarr of Senegal react during the FIFA World Cup 2018 group H preliminary round soccer match between Poland and Senegal in Moscow, Russia, 19 June 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/FELIPE TRUEBA   EDITORIAL USE ONLY

Maciej Rybus hat die Schnauze nach Sarrs Schwalbe gestrichen voll. Bild: EPA/EPA

Immer wieder haben die Schiedsrichter die Spieler zwar ermahnt, eine Karte hat es dafür aber in keinem der Fälle gegeben. Obwohl es im Regelbuch eigentlich unmissverständlich festgehalten ist. 

«Ein Spieler ist wegen unsportlichen Betragens zu verwarnen, wenn er versucht, den Schiedsrichter z. B. durch das Vortäuschen einer Verletzung oder eines Fouls (Schwalbe) zu täuschen (Simulieren).»

Auszug aus den Spielregeln quelle: IFAB (International Football Association Board)

Die Schiedsrichter sind nicht die einzige und vor allem nicht die oberste Instanz. Hier ist die FIFA gefragt. In Zeiten, in denen wir den Videobeweis haben, sollte es auch möglich sein, Spieler nachträglich zu sperren. Unabhängig davon, ob Schwalben funktionieren oder nicht. Alleine der Versuch muss bestraft werden – am besten mit drakonischen Spielstrafen. 

In der englischen Premier League ist dies bereits der Fall. Da wurden in dieser Saison bereits verschiedene Spieler für Schwalben nachträglich vom Verband gesperrt. 

Wenn die FIFA ihren Fussball tatsächlich schützen will, muss sie sich eher früher als später dem englischen Vorbild anschliessen. Denn noch sitzen Hinz und Kunz zuhause auf ihrer Couch, schauen während der WM Fussball und müssen feststellen, wie verweichlicht dieser Sport geworden ist. Und sie liegen damit noch nicht mal falsch. 

Quentin erklärt's für euch:

Video: watson/Quentin Aeberli, Emily Engkent

Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland

1 / 84
Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland
quelle: epa/epa / facundo arrizabalaga
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Fussball-WM 2018 in Russland

Diese Fussballer musst du im Auge haben – die Schlüsselspieler der 32 WM-Teilnehmer

Link zum Artikel

Nicht schön, aber ruhig – so lebt es sich im Schweizer WM-Camp in Togliatti

Link zum Artikel

Weltmeister der Outfits: Nigeria ist jetzt schon das stylischste Team der WM 2018

Link zum Artikel

So hast du die besten WM-Momente aller Zeiten noch nie gesehen

Link zum Artikel

Nehmt euch in acht, Fussballfans: Die Saison der Temporär-Fans hat wieder begonnen

Link zum Artikel

Flirt-Tipps für Russland, dann Shitstorm – Argentiniens Fussballverband entschuldigt sich

Link zum Artikel

Die Schweiz hat einen neuen WM-Song – er ist das Gegenteil von DJ Antoines Olé-Olé-Lied

Link zum Artikel

Keine Ahnung von Fussball? Mit diesen 11 Floskeln wirkst auch du wie ein Profi

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Wir haben alle WM-Spiele analysiert – eine Spielminute hat es besonders in sich

Link zum Artikel

Du willst im WM-Tippspiel gewinnen? Dann mach, was die Forscher dir raten

Link zum Artikel

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Wären wir Nati-Trainer, so würden wir gegen Brasilien aufstellen – und du?

Link zum Artikel

«Extrem durch Social Media geprägt» – Hummels kritisiert «Generation Sané»

Link zum Artikel

Nochmals 12 Prozent mehr – soviel Preisgeld verteilt die FIFA an der WM

Link zum Artikel

FIFA-Schiriboss Busacca: «Mit dem Videobeweis wird der Fussball korrekter»

Link zum Artikel

So funktioniert der Videobeweis bei der WM-Premiere in Russland

Link zum Artikel

Alkohol, Party und Sex in DJ-Antoines Fan-Song: «Wir haben die Leitplanken breit gesetzt»

Link zum Artikel

Fünf Volltreffer und eine «Kanterniederlage» – so daneben liegt Panini mit seinem WM-Album

Link zum Artikel

Nur ein WM-Star pro Rückennummer und die Frage: Welchen wählst du aus?

Link zum Artikel

Die schönsten und bemerkenswertesten Nationalhymnen der 32 WM-Teams

Link zum Artikel

Die 23 besten WM-Momente, die du schon wieder vergessen hast

Link zum Artikel

Die offizielle WM-Hymne heisst «Live It Up»  – und ist ... hach, wir geben auf

Link zum Artikel

Fasten your seat belt! So war der Flug der Nati ins WM-Quartier

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Warum unser Eishockey international inzwischen besser ist als der Fussball

Das WM-Abenteuer ist bereits in der ersten K.o.-Runde zu Ende. Wie immer. Die Eishockey-Nationalmannschaft ist besser. Weil die Fussballer nach wie vor offensive Hinterbänkler sind. Eine Polemik.

Hinkt ein Vergleich zwischen einer Fussball- und Eishockey-WM? Auf den ersten Blick ja. Weil Fussball ein globaler Sport ist. Im Eishockey ist die Weltklasse hingegen auf weniger als zehn Länder auf der nördlichen Halbkugel beschränkt.

Auf den zweiten Blick macht ein Vergleich hingegen Sinn. Denn am Ende, wenn die Titanen unter sich sind, ist es im Eishockey gleich schwierig wie im Fussball, bei einem Titelturnier weiterzukommen. Ja, die Hierarchie ist im internationalen Eishockey eher noch …

Artikel lesen
Link zum Artikel