DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Rapperswils Dominik Egli, Mitte, jubelt nach seinem Tor zum Sieg in der Verlaengerung mit seinen Teamkollegen, im ersten Spiel der Eishockey Pre-Playoff Serie der National League zwischen dem EHC Biel und SC Rapperswil-Jona Lakers, am Mittwoch, 7. April 2021, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Emotionen sind zurück im Schweizer Eishockey: Dominik Egli (Mitte) bejubelt seinen Siegtreffer in der Verlängerung gegen Biel Bild: keystone

Kommentar

Endlich wieder Emotionen – die Einführung der Pre-Playoffs war eben doch richtig

Trotz sportlicher Lotterie: Als die National League für die aktuelle Saison die Pre-Playoffs eingeführt hat, hat sie voll ins Schwarze getroffen.



Vor den ersten Spielen in den Pre-Playoffs war die Skepsis bei den Fans gross. Das Konzept sei sportlich unglaubwürdig und es könne doch nicht sein, dass bei einer Zwölferliga auch der Zehntplatzierte nach der Regular Season noch Chancen auf den Titel habe, lautete der Grundtenor in den Kommentarspalten.

Doch dank der Pre-Playoffs ist endlich die Spannung zurück im Schweizer Eishockey. Diverse Hockey-Fans in meinem Umfeld haben gestern erstmals seit langer Zeit in dieser Saison wieder so richtig mit ihren Teams mitgefiebert. Zuvor hatten die leere Atmosphäre bei Geisterspielen, die ständigen Spielverschiebungen wegen Quarantäne und die Diskussionen um die Ligareform das Feuer teilweise selbst bei eingefleischten Saisonkarteninhabern erloschen.

abspielen

Die Highlights von Biel gegen Rapperswil. Video: YouTube/MySports

Doch jetzt sind die ersten zarten Flammen der Eishockey-Euphorie wieder da. Die Pre-Playoffs bringen unendlich viel Drama. In nur zwei Spielen kannst du eine grosse Sensation schaffen – oder eben auch eine bittere Enttäuschung erleben. Jede Partie fühlt sich an wie ein siebtes Spiel einer Playoff-Serie. Die gestrigen Spiele waren spektakulär und umkämpft und weil Biel und Davos nach den Niederlagen in den Best-of-3-Serien bereits vor dem Aus stehen, werden auch die Spiele vom Freitag hochemotional sein.

abspielen

Die Highlights von Davos gegen Bern. Video: YouTube/MySports

Es stimmt, eine Serie über maximal drei Spiele ist sportlich gesehen vielleicht eine Lotterie. Doch das ist bei Playoffs allgemein der Fall. Sollte der SC Bern tatsächlich vom neunten Platz aus Meister werden, wäre das zwar kurios, aber nicht unverdient, hätten die Berner bis dorthin doch vier Playoff-Serien gewonnen.

Die spannende Ausgangslage gibt der Liga recht. Es war in dieser speziellen Saison richtig, den Abstieg auszusetzen. Man durfte die SCL Tigers und Ambri nicht dafür bestrafen, dass sie in finanziell schwierigen Zeiten Vernunft walten liessen und das Kader nicht auf Biegen und Brechen verstärkten. Und weil es ohne Abstieg auch keine Playouts gibt, musste man eine Lösung finden, damit die Saison nicht schon für ein Drittel der Liga vorzeitig beendet ist.

Da sind die Pre-Playoffs in der aktuellen Form nun mal die optimale Lösung. Best-of-5- oder gar Best-of-7-Serien waren nicht möglich, weil sonst die Pause für die bereits qualifizierten Viertelfinalisten zu lange wird. Statt einer Platzierungsrunde, die oft auch nur Makulatur ist, kriegen wir diese und vermutlich auch nächste Saison ein sportliches Drama in der Form von verlängerten Playoffs zu sehen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

2018: WM-Silberhelden in Kloten von Tausenden gefeiert

Despacito mit Eishockey-Spielern

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Gemeinsame Protestaktion – Spieler und Fans wehren sich gegen die Ligareform

Die fünf für Samstagabend angesetzten Spiele der National League begannen alle mit einigen Minuten Verspätung. Grund dafür war eine koordinierte Protestaktion der Spielergewerkschaft und der Fans. Unter dem Motto «2 Minuten fürs Schweizer Eishockey» hielten die Spieler während 120 Sekunden von Fans kreierte Protestbanner in die Kameras. Damit wollen sie sich auch für den Nachwuchs im Schweizer Eishockey stark machen.

Bereits vor gut zwei Wochen wandten sich 15 Schweizer Fankurven in einem …

Artikel lesen
Link zum Artikel