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Leichtathletik

Silber trotz mühsamen Umständen – Ehammer holt erste Schweizer Medaille

Switzerland's Simon Ehammer poses after winning the silver medal in the men's long jump final at the European Athletics Championships in Birmingham, England, Tuesday, Aug. 11, 2026. (AP Phot ...
Simon Ehammer holt mit Silber im Weitsprung-Final die erste Schweizer EM-Medaille.Bild: keystone

Ehammer holt trotz mühsamer Umstände Silber: «Über eine Medaille darf man sich freuen»

Simon Ehammer hat sich im Weitsprung-Final von Birmingham mit 8,29 m die Silbermedaille gesichert – hinter Titelverteidiger Miltiadis Tentoglou (8,44 m) und vor dem Bulgaren Sraboykov.
12.08.2026, 00:0012.08.2026, 00:00

Im Weitsprung-Final entwickelte sich ein packendes Duell zwischen Ehammer und dem Griechen. Tentoglou legte bereits im ersten Versuch mit starken 8,27 m vor, Ehammers erster Sprung war wegen eines Übertritts ungültig. Im zweiten Versuch antwortete der Schweizer direkt mit 8,29 m und übernahm die Führung. Bei starkem Gegenwind blieb der dritte Versuch für beide schwierig – Ehammer kam dabei nur auf 6,15 m. Im vierten Durchgang zog Tentoglou mit 8,44 m an ihm vorbei, während Ehammer bei 8,22 m hängen blieb. Trotz zweier weiterer Versuche gelang es dem Appenzeller nicht mehr, seine Bestweite von 8,29 m zu übertreffen – am Ende reichte es damit «nur» zu Silber.

«Über eine Medaille darf man und muss man sich freuen»
Simon Ehammer

Für Ehammer ist die Medaille angesichts der schwierigen Vorbereitung besonders wertvoll: «Über eine Medaille darf man und muss man sich freuen, mit diesen Umständen sowieso in der Vorbereitung», sagte er mit Blick auf seine Verletzung. Drei Wochen lang hatte er nicht springen können – ein Umstand, der die Qualifikation für ihn zu einem besonderen Moment machte. «Die Quali war sehr erlösend für mich und hat mir extrem viel Zuversicht gegeben, und dann konnte ich loslegen», so der Appenzeller weiter.

Auch Trainer Yves Zellweger zeigte sich nach dem Final erleichtert und stolz, denn von Beginn weg habe sein Athlet einen guten Wettkampf gezeigt: «Er hat es von Anfang an gut gemacht, und super hat er die Silbermedaille gewonnen.»

Neben der Verletzung sorgte an diesem Abend noch ein zweiter Faktor für erschwerte Bedingungen: der Wind. «Es war ganz ein schwieriger Wind, jedes Mal die Frage, wie viel Risiko man eingeht», erklärte Zellweger. Umso mehr beeindruckte ihn die Konstanz seines Athleten trotz einer schwierigen Vorbereitungsphase: «Eine schwierige Vorbereitung, und trotzdem ist er konstant gewesen, und er hat es super gemacht.» Die Medaille sei der Lohn für die ganze Arbeit dahinter.

epa13162365 Gold medalist Miltiadis Tentoglou of Greece (C), silver medalist Simon Ehammer of Switzerland (L) and bronze medalist Bozhidar Saraboyukov of Bulgaria celebrate after the Men's Long J ...
Simon Ehammer mit dem Sieger Miltiadis Tentoglou und dem Träger der Bronzemedaille Sraboykov (v. l. n. r.).Bild: keystone

Zur Einordnung des Kräfteverhältnisses fügte Zellweger an, dass der Rückstand auf Gold keine knappe Angelegenheit gewesen sei: «Tentoglou ist besser gesprungen, es war ja nicht knapp.» (car)

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