Kyburz und Schlumpf im EM-Marathon weit weg von den Medaillen
Obwohl das Streckenprofil mit seinen Steigungen und 90-Grad-Ecken dem ehemaligen Orientierungsläufer entgegenkam, konnte Kyburz nicht mit den Besten mithalten. Der 36-jährige Aargauer verlor auf den acht Runden durch die Innenstadt von Birmingham 2:31 Minuten auf die Siegerzeit. Das angestrebte Ziel, einen Platz in den Top Ten, verpasste er um 1:37 Minuten.
«Ich hatte gehofft, dass noch ein bisschen mehr drinliegen würde», sagte Kyburz gegenüber SRF. Er sei aber nie richtig «ins Fliegen» gekommen. «Und als vorne die Post abgegangen ist, habe ich gemerkt, dass ich nicht die Beine habe, um mitzuhalten.»
Der Sieg ging an Amanal Petros, der erstmals Marathon-Europameister wurde. Der Deutsche gewann nach einem fast 20 Kilometer langen Sololauf in Meisterschaftsrekordzeit von 2:09:11 Stunden. Silber ging an den Italiener Pietro Riva, Bronze an Gashau Ayale aus Israel.
Schlumpf muss abreissen lassen
Auch Fabienne Schlumpf, die grösste Schweizer Hoffnung bei den Frauen, erwischte keinen guten Tag. Die 35-jährige Zürcherin, deren Vorbereitung unter anderem durch einen Sehnenriss im Oberschenkel im vergangenen Oktober beeinträchtigt worden war, fiel immer weiter zurück und kam mit fast zehn Minuten Rückstand auf die Siegerin ins Ziel. Hinter ihr klassierten sich Fabienne Vonlanthen, Andrea Meier und Samira Schnüriger auf den Plätzen 26, 30 und 33.
Gold holte sich die überlegene Finnin Alisa Vainio, die sich in 2:22:26 Stunden durchsetzte – ebenfalls EM-Rekord. Die WM-Fünfte von 2025 in Tokio lief von Beginn an alleine an der Spitze und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Im Ziel hatte sie fast fünf Minuten Vorsprung auf die Ungarin Lili Anna Vindics-Toth. Bronze ging an die Britin Abbie Donnelly. (hkl/sda)
