Xhaka und Embolo wieder in der Nati – Yakin bietet erstmals Ballet auf
Zwei Rückkehrer stehen im Fokus, wenn die Nati in der Nations League gegen Slowenien und Schottland spielt. Captain Granit Xhaka wurde von Trainer Murat Yakin ebenso wieder aufgeboten wie Breel Embolo.
Das Schweizer Aufgebot:
Für Yakin sind die beiden Fälle «ausdiskutiert und geklärt». Er wolle nach vorne und auf den Platz schauen. «Granit hat sich entschuldigt, war sehr einsichtig. So wie ich ihn kenne, gibt es für ihn, sobald er am Montag beim Zusammenzug dabei ist, nur noch Fussball. Alles andere müssen wir hinter uns lassen. Es ist wichtig für uns, dass er auf dem Platz funktioniert. Wir brauchen ihn als Captain.»
Dieses Amt soll Xhaka weiterhin bekleiden. «Ich würde ihm nicht raten, das Bändeli freiwillig abzugeben», sagte Yakin. «Er ist unser Captain, ein Leader mit 152 Länderspielen. Es war für mich nie eine Diskussion, Granit als Captain abzuberufen. Ich habe das Thema auch mit dem Spielerrat um Interims-Captain Manuel Akanji kurz besprochen. Er sieht das genau wie ich.»
Klärendes Gespräch mit Embolo
Breel Embolo hatte sich kürzlich in einem Interview darüber beklagt, dass man ihn für die jüngsten Länderspiele nicht aufgeboten habe. «Das ist sein Recht», meinte Yakin und kündigte ein klärendes Gespräch mit dem Stürmer an. «Er muss akzeptieren, wie es gewesen ist und nach vorne schauen. Wichtig ist für mich seine Reaktion auf dem Platz. Wir wissen, was wir an ihm haben.»
Ob Embolo gleich wieder als Stürmer gesetzt sein wird, liess Yakin offen. Zeki Amdouni hatte ihn als Torschütze erfolgreich vertreten. «Beide sind gut drauf. Zeki ist leider etwas angeschlagen», bedauerte Yakin. «Breel in seiner jetzigen Verfassung ist sehr wichtig für uns. Ich bin als Trainer glücklich, zwei solche Stürmer zu haben.»
Zwei Neue im Kader
Eine neue Option im Angriff heisst Samuel Ballet. Der 25-Jährige ist mit Amed SK auf Rang 2 der türkischen Süper Lig gestürmt, am Wochenende brillierte er mit einem Hattrick.
Yakin sagte, Ballet lebe von Tempo und Robustheit, er könne auf verschiedenen Positionen und in verschiedenen Systemen spielen. «Er hat ein Spielerprofil, mit dem er am linken Flügel für Dan Ndoye oder Ruben Vargas zum Einsatz kommen könnte.» Nun wolle er Ballet im Training genau beobachten. Silas Huber vom FC Zürich ist als vierter Goalie ebenfalls erstmals in der A-Nati dabei.
In der Nations League finden die letzten beiden Partien statt. Die Schweiz spielt am Freitag, 13. November in Slowenien und am Montag, 16. November in St.Gallen gegen Schottland. Mit vier Siegen aus vier Spielen hat die Mannschaft von Murat Yakin den Schwung der erfolgreichen WM im Sommer mitgenommen. 11:1 Tore sind Ausdruck davon, dass es der Nati läuft. Yakin: «Wir haben uns eine gute Ausgangslage erarbeitet und wollen den Sack zumachen.» (ram)
