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FC Basel: PK mit David Degen und Trainer Jokanovic live in Ticker und TV

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FCB-Präsident David Degen mit Medienschelte: «Das stimmt hinten und vorne nicht»

29.09.2026, 08:5629.09.2026, 10:17
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Jokanovic über Serbien-Gerüchte
«Das Nationalteam hat einen guten jungen Trainer. Manchmal wird mein Name ins Gespräch gebracht, aber ich hatte nie ein konkretes Angebot.»
Weshalb läuft der Vertrag nur bis Saisonende?
Jokanovic erklärt: «Basel hat mir einen längeren Vertrag angeboten, aber ich wollte erst einmal, dass sich beide Seiten kennenlernen. Wenn der Klub zufrieden mit meiner Arbeit ist und ich mich wohlfühle, bleibe ich gerne länger. Ich möchte nicht nur ein Jahr hier sein, sondern länger. Ich will den Respekt der Leute hier gewinnen. Es ist eine ehrliche Lösung für alle von uns. So haben wir alle die Zeit, uns kennenzulernen und zu beurteilen. Wenn es gut ausgeht, bleibe ich gerne länger, ansonsten haben wir alle die Möglichkeit, uns nach neuen Optionen umzuschauen.»
Jokanovic über seine Spielidee
«Wir müssen vernünftig, clever sein und Lösungen finden. Das Team hat viele Tore geschossen, aber war in gewissen Defensivsituationen etwas zu weich. Wir müssen organisierter sein, das ist das erste Ziel. Es ist nicht Boxen, nicht 1-gegen-1. Wenn wir organisierter sind, die Abstände zwischen den Spielern und den Linien einhalten, dann können wir die nächsten Schritte gehen. Wir können besseren Fussball spielen, mehr Aggressivität und Solidarität zeigen und das Wappen des FC Basel intensiver verteidigen.»
Jokanovic über den FCB
«Jeder kennt den FC Basel. Es ist der grösste Klub der Schweiz. Ich habe mit Maccabi Tel Aviv hier gespielt und mit dem Nationalteam hier gegen die Schweiz gespielt. Es ist ein grossartiges Land und ein grossartiger Klub. Das hilft dabei, den Job zu geniessen. Am Ende geht es aber um die Resultate. Ich kann garantieren, dass wir kämpfen werden als Team und dann werden wir sehen, wohin uns dieses Team bringen kann.»
Herrmann über die Trainersuche
«Wir haben klar definiert, was wir suchen. Als sich andeutete, dass es mit Lichtsteiner zu Ende ging, hatten wir schon einen engeren Kandidatenkreis und sind dann relativ früh zur Einigung gekommen, dass Slavisa für uns der richtige Mann ist. Er hat nicht nur Titel gewonnen, sondern in seiner Karriere auch bewiesen, dass er krisenresistent ist und schon mal zu Klubs in schwierigen Situationen gekommen ist.»
Jokanovic über seine Pläne mit Shaqiri
«Ich habe die Spiele geschaut. Er ist definitiv der Leader des Teams. Ich hoffe auf seine Unterstützung und erwarte eine gute Zusammenarbeit. Es ist aktuell mehr Shaqiris Klub als meiner. Er muss sich selbst pushen, um ein wichtiger Teil des Teams zu sein. Das erwarte ich von ihm.»
War Jokanovics Anstellung in Russland ein Problem?
Jokanovic heuerte kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bei Dynamo Moskau an. War das ein Thema für den FCB, wird Andreas Herrmann, technischer Leiter, gefragt: «Das war bei uns natürlich eine Diskussion, wie das aufgenommen wird. Aber er lebt schon lange in Spanien und ist ein weltoffener Mensch. Er kann dazu selbst mehr sagen.»

Der Trainer selbst erklärt, dass er kein Politiker sei. «Ich bin hierher gekommen, um den Klub besserzumachen. Dasselbe habe ich bei Dynamo Moskau gemacht. Es ist ein grosser russischer Klub. Ich war nicht in politische Themen involviert. Wir müssen nicht über Politik sprechen. Ich habe in Dubai und Israel gearbeitet, ich bin Serbe. Wir können über die Politik dieser Länder sprechen, aber ich würde es lieber nicht tun, ich bin kein Politiker. Ich bin nach Basel gekommen, um Erfolg zu haben. Wenn dies klappt, kann ich länger hierbleiben als nur bis Saisonende. Ich habe Vertrauen in mich und meinen Staff. Ich werde das Team später treffen und hoffe, dass ich sie bessermachen kann. Das ist mein Ziel.»
Nun wird Trainer Slavisa Jokanovic vorgestellt
Zuerst spricht der 58-Jährige über seine ersten Eindrücke des FCB: «Ich bin sehr beeindruckt von der Möglichkeit, die sich mir bietet. Wir müssen uns in allen Bereichen verbessern. Das Team muss besser organisiert sein. Ich bin hierher gekommen, um hart zu arbeiten und das Team voranzubringen. Ich hoffe, dass wir damit Erfolg haben.»
Hat der FCB überhaupt eine Mannschaft?
«Wir müssten unsere Strategie im Scouting grundsätzlich ändern, wenn wir die Fluktuation geringer halten wollen. Wir brauchen aber drei, vier Spieler, die uns strukturell tragen. Diese Spieler sind aber nicht einfach zu bekommen. Wir könnten auch auf Spieler gehen, die kein Interesse wecken und diese dann zwei, drei Jahre halten. Als FCB wollen wir nicht unbedingt eine hohe Fluktuation, aber das ist einfach der Markt. Wenn das Scouting-Team seinen Job macht, dann wecken unsere Spieler halt Begehrlichkeiten. Jeder Klub muss sauber wirtschaften und können das Geld nicht aus dem Fenster schmeissen.»
Degen über die Saisonziele
«Unsere aktuelle Bilanz entspricht nicht unseren Ansprüchen. Ich bin überzeugt, dass das Team die Qualität hat, um in den ersten drei mitzuspielen. Aber jetzt muss der Trainer erst einmal anfangen zu arbeiten und dann sehen wir weiter.»
Degen über Xherdan Shaqiri
«Es gab mehrere Austausche. Wir sind offen in alle Richtungen. Sie wollten mit einer Entscheidung auf den neuen Trainer warten, aber er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Ich bin immer positiv eingestellt zu ihm. Er ist zurückgekommen, hat auf Geld verzichtet und das gehalten, was er versprochen hat. Wenn er bleiben will, dann wird er das.»
Degen über die Verpflichtung von Journalist Böni
«Er soll ein Bindeglied zwischen uns Besitzern und der operativen Kommunikation. Er soll ein Sprachrohr sein, wenn ich nicht da bin. Wir wollen neue Formate entwickeln. Er ist eine Ergänzung zum Bestehenden. Böni ist eine schillernde Figur, wir hatten gute und schlechte Momente miteinander. Aber das zeigt auch, dass wir keine Ja-Sager ins Boot holen. Wir wollen uns verbessern.»
Degen über den Fehler bei Lichtsteiner
«Wir hätten wohl auf einen erfahreneren Trainer setzen müssen. Dieser Kritik muss ich mich stellen. Wir wollten eine Schweizer Lösung, als zwischen uns und Magnin Gräben aufgingen. Da waren die Optionen beschränkt und wir haben uns für Lichtsteiner entschieden. Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass er die Fehler, die er bei uns gemacht hat, nicht mehr macht und durchstarten kann.»
Degen über das Festhalten an Lichtsteiner
«Dass er noch in die neue Saison gehen durfte, liegt nur an mir. Ich habe ihm im Januar versprochen, dass er mindestens eine Vorbereitung bekommt. Ich stand im Sommer als einziger noch hinter ihm. Ich habe immer daran geglaubt, dass er die Kurve bekommt. Am Schluss hat dann zu viel nicht gepasst, weshalb wir zum Entscheid gekommen sind, uns von ihm zu trennen.»
Kann Degen die Entfremdung der Fans mit dem Team nachvollziehen?
«Ehrlich gesagt, nein. Ich weiss nicht, woher ich die Spieler mit rotblauer DNA herbekommen soll. Ich weiss auch nicht, woher die ganze Kritik herkommen soll. Ja, das Ding mit Stephan Lichtsteiner ist nicht aufgegangen. Aber wir haben den Klub finanziell stabilisiert ohne Mäzen. Wir waren in einem Conference-League-Halbfinal, haben das Double geholt, aber es ist alles nicht gut genug. Ich will auch jedes Jahr den Titel, aber das geht nicht. Wir haben zwei jungen Trainern die Chance gegeben mit Lichtsteiner und Alex Frei. Ich sage immer: Den Mutigen gehört die Welt. Ich bin mutig. Es ist zweimal nicht aufgegangen, jetzt haben wir deshalb einen erfahrenen Trainer. Ich stelle mich sachlicher Kritik, aber gewisse Herren führen einfach eine persönliche Fehde gegen mich und alles, was da geschrieben wird, stimmt einfach hinten und vorne nicht.»
Degen über die vielen Spielerwechsel
«Man kann das auf zwei Arten sehen: Scouten wir gut, dass die Spieler so schnell weggekauft werden? Und machen es andere Vereine schlechter, dass ihnen die Spieler nicht schnell weggekauft werden? Die Super League ist eine Ausbildungsliga und da muss der FC Basel seinen Platz finden. Wir scouten einfach anders als andere Klubs und haben deshalb andere Spieler und Profile hier, die Begehrlichkeiten wecken. Das ist nun mal so, daran kann ich nichts ändern. Das ist der Markt. Die Zeit ist heute eine andere, dessen sollten die Leute sich bewusst werden. Wir versuchen es, Stabilität hinzubekommen. Aber Spieler, die den FCB strukturell bessermachen, sind schlicht nicht bezahlbar.»
Degen über Gegenwind aus den Medien und den Fans
«Ich spüre keinen Gegenwind. Ich weiss gar nicht, wieso solcher aufkommen sollte. Wir sind finanziell stabil, wir sind in Basler Händen und wir sind absolut transparent. Wir investieren in die Zukunft und in Dinge, wovon der FCB die nächsten 20, 30 Jahre profitieren kann.

Wir sind auch nicht damit zufrieden, dass wir einige Trainer entlassen mussten, aber wir sind voller Tatendrang und Energie. Die Leute müssen endlich verstehen, dass wir keine Geldmaschine sind und keinen Mäzen im Hintergrund haben. Wir müssen eine schwarze Null schreiben oder sogar einen kleinen Gewinn. Wir haben den Klub mit dem Rücken zur Wand übernommen und ihn aufgeräumt, finanziell stabilisiert.»
Degen: «Ich war nicht involviert.»
«Ich war in der Trainerwahl nicht involviert. Ich habe ihm gestern das erste Mal die Hand geschüttelt. Er macht ziemlichen Eindruck. Er ist ein anderer Typ, als wir bisher hatten. Ich war auch in der Vergangenheit nicht immer involviert und ich bin überzeugt, dass die Verantwortlichen um Andreas Herrmann und Valentin Stocker ihre Hausaufgaben gemacht haben und wir so in die Erfolgsspur zurückkommen können.»
Degen über den neuen Trainer Jokanovic
«Mitte September ist nie ein optimaler Zeitpunkt für eine Trainersuche, da viele gute Trainer beschäftigt sind. Nichtsdestotrotz haben wir nun einen guten Trainer und ich bin gespannt, was auf uns zukommt.»
Degen spricht über Kritik der Medien
Degen wird auf Kritik von der BZ Basel angesprochen, dass sein System am Ende sei. Dazu will er aber nicht viel sagen: «Seit fünf Jahren gibt es eine Fehde gegen mich, vermutlich auch persönlicher Natur. Das will ich nicht weiter kommentieren. Es ist nicht ein System Degen, es geht um den FC Basel. Alles andere ist Polemik.»
So sieht es beim FCB aus
Nach einem knappen Viertel der Saison steht der FC Basel mit einer ausgeglichenen Bilanz auf dem vierten Platz der Super League. Vier Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen holte das Team unter Trainer Stephan Lichtsteiner und Interimstrainer Luigi Nocentini bisher. Obwohl der FCB auf Platz 4 steht, kann nicht davon die Rede sein, dass er oben mitspielt. So beträgt der Rückstand auf Leader Lugano bereits zwölf Punkte, YB und Sion sind auf sechs Zähler enteilt.

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Jokanovic: «Ich kann mich an das Basel aus vergangenen Zeiten erinnern»
Im ersten Interview auf der Vereinswebsite schwärmte Slavisa Jokanovic von seinem neuen Arbeitgeber. Der FC Basel sei «der grösste Klub der Schweiz. Dass ich nun hier arbeiten darf, ist traumhaft, und ich erwarte, dass wir sehr erfolgreich sein werden.» Das Ziel sei es, den FCB wieder dorthin zu bringen, wo er vor rund zehn Jahren war. Damals waren die Basler noch Serienmeister und regelmässig in der Champions League dabei. «Ich kann mich an den FC Basel aus vergangenen Zeiten erinnern und bin mir sicher, dass der Klub eine grosse Zukunft vor sich hat.»
Der neue Trainer
Für Slavisa Jokanovic ist der FC Basel die elfte Station als Cheftrainer. Zuletzt war er bis im Juni Trainer von Al-Nasr in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zuvor trainierte er unter anderem Sheffield United, Fulham und Watford in England. Die letzteren beiden führte er gar zum Aufstieg in die Premier League. In Watford wurde sein Vertrag trotz Aufstieg aber nicht verlängert, bei Fulham wurde er nach zwölf Spielen im englischen Oberhaus entlassen. In Basel hat er nun einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben.

Der 58-jährige serbisch-spanische Doppelbürger war bis 2004 selbst Profi. Als defensiver Mittelfeldspieler absolvierte er 65 Länderspiele für Jugoslawien. Einen Grossteil seiner Karriere verbrachte er in Spanien, wo er mit Deportivo La Coruña Meister wurde, ausserdem spielte er zwei Jahre für Chelsea.

Herzlich Willkommen!
Der FC Basel hat für den heutigen Dienstag gleich zwei Medienkonferenzen einberufen. Erst wird Präsident David Degen ab 10 Uhr zu «übergeordneten Themen» Stellung nehmen, anschliessend wird der neue Trainer Slavisa Jokanovic vorgestellt. Mit dabei ist dann mit Andreas Herrmann auch der technische Direktor des Klubs, der in der Trainersuche federführend war.

Hier kannst du beide Medienkonferenzen live im Ticker und im Stream mitverfolgen.

Der FC Basel stellt am heutigen Dienstagmorgen in einer Pressekonferenz seinen neuen Trainer Slavisa Jokanovic vor. Der 58-jährige serbisch-spanische Doppelbürger hat einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben. Neben ihm wird auch Andreas Herrmann, der als technischer Direktor für die Trainersuche verantwortlich war, Stellung zu der Entscheidung beziehen.

Bereits zuvor wird sich Präsident David Degen den Fragen der Medien zu «übergeordneten Themen» stellen. Zum neuen Trainer werde sich der 43-Jährige aber nur bedingt äussern.

Die Pressekonferenz des FC Basel ab 10 Uhr kannst du hier im Liveticker und im Livestream verfolgen.

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Christian Gross (SUI): Juli 1999 bis Juni 2009.
quelle: keystone / peter klaunzer
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