Manchester City wegen über 100 Finanzverstössen schuldig gesprochen – Abstieg möglich
Paukenschlag in der Premier League: Manchester City ist am Donnerstag in fast allen Anklagepunkten im Zusammenhang mit Verstössen gegen die Finanzbestimmungen der höchsten englischen Liga für schuldig befunden worden. Dies berichtete die BBC am Donnerstagabend.
Dem Club wurde Folgendes vorgeworfen: In 54 Fällen soll ManCity es unterlassen haben, im Zeitraum von 2009 bis 2010 sowie von 2017 bis 2018 genaue Finanzdaten an die Liga weiterzugeben. In 14 Fällen soll der Club in denselben Zeiträumen keine genauen Details zu Spieler- und Managementgehältern geliefert haben.
Fünf mal soll City gegen die Uefa-Financial-Fairplay-Regeln verstossen haben. Sieben mal soll der Club die PSR-Regeln (Profit and Sustainability) missachtet haben. Und in 35 Fällen habe Manchester City zwischen 2018 und 2023 nicht mit Ermittlern der Premier League zusammengearbeitet.
Eine Reportage-Serie des deutschen «spiegel» hatte 2018 publik gemacht, dass der Club Kosten ausgelagert und somit nicht in der Bilanz ausgewiesen hatte. Diese Publikationen gaben den Anstoss zur Untersuchung durch die Premier League.
Von diesen insgesamt 115 Regelbrüchen sei ManCity nun in fast allen schuldig gesprochen worden. Die genauen Konsequenzen für den Club sind noch unklar, jedoch schreibt die BBC, dass es einige Möglichkeiten gebe. Diese sind weitreichend – vom simplen Punkteabzug bis hin zum Rauswurf aus der Premier League.
In einem Statement schreibt der Club am Donnerstagabend:
Der Verein hat acht Jahre lang gewissenhaft die vorgeschriebenen Verfahren eingehalten, in der Annahme, dass der Vorstand und die Geschäftsführung der Premier League als unabhängige, unparteiische und faire Regulierungsinstanz agieren würden, die frei von parteipolitischen Einflüssen ist.
(cpf)
