Warum ein Tor zählt, obwohl auch der VAR das Hands sah
Es gibt keine zwei Meinungen. Vor dem 2:1 von Manchester United gegen Ipswich Town (5:2) geht der Ball an den Arm von Harry Maguire. Der Verteidiger läuft ein paar Schritte, schiesst, und bejubelt seinen Treffer.
Absolutely crazy. The ref failed to see the handball, but VAR can't do anything about it because it's an own goal. Game's gone.pic.twitter.com/Rg2uoY0Lnb https://t.co/2E4cH5sIFL
— 🇳🇴 kimmoFC (@kimmoFC) August 30, 2026
Das Handspiel war klar zu sehen. Und die Regel sagt: Wenn der Torschütze vor seinem Treffer ein Hands begeht, ganz egal wie es zustandekommt, dann zählt das Tor nicht.
Doch dieses Tor zählte – weil eben nicht Maguire der Torschütze war, sondern der Ipswich-Verteidiger Jacob Greaves den Ball noch abfälschte, weshalb der Treffer als Eigentor gewertet wurde. Der VAR sagte dem Schiedsrichter: «Es ist ein Eigentor und das versehentliche Handspiel ist nicht strafbar. Wir empfehlen, das Tor anzuerkennen.»
«Versehentlich» ist das Schlüsselwort. Hätte der Schiedsrichter Maguires Hands als Absicht taxiert, hätte er das Tor annullieren können. «Das ist eine dieser Regeln, die ich zwar verstehe, weil sie schwarz auf weiss festgehalten ist, die sich aber trotzdem nicht richtig anfühlt», sagte TV-Experte Darren Bent und sprach damit aus, was wohl auch viele Fans dachten.
Accidental you say? pic.twitter.com/KSEYkBMIjK
— Pie Sports Booze 🔞 PARODY (@piesportsbooze) August 31, 2026
Aufsteiger Ipswich Town hatte gut mitgehalten, zur Pause stand es im Old Trafford 1:1. Greaves' Eigentor fiel elf Minuten nach Wiederbeginn und war der Anfang vom Ende: Bruno Fernandes legte innert zwölf Minuten zwei weitere Tore nach und sorgte mit drei Treffern für einen komfortablen 5:2-Sieg von Manchester United. (ram)
