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Schaun mer mal

Afrika Cup: Goalie Mouez Hassen lässt sich auswechseln und Tunesien siegt

Tunisia goalkeeper Mouez Hassen, right, and England's Harry Kane fight for the ball during the group G match between Tunisia and England at the 2018 soccer World Cup in the Volgograd Arena in Vol ...
Mouez Hassen im Einsatz an der Weltmeisterschaft 2018 gegen England.Bild: AP/AP

Darum sollst du als Torhüter auf den Trainer hören – auch wenn es eine bittere Pille ist

09.07.2019, 08:2709.07.2019, 08:27

Erinnerst du dich noch an den englischen Ligacup-Final zwischen Manchester City und Chelsea? Die Partie ging ins Penaltyschiessen und kurz vor Ende der Verlängerung wollte Chelseas Coach Maurizio Sarri seinen (angeschlagenen) Torhüter Kepa auswechseln und stattdessen Ersatzmann Willy Caballero bringen.

Doch der Spanier verweigerte seine Auswechslung. Er stellte seinen Trainer bloss, blieb auch für das Penaltyschiessen zwischen den Pfosten – und verlor dieses am Ende trotz eines gehaltenen Elfers.

Kepas Nichtauswechslung im Video.Video: streamable

Eine ähnliche Szene gab es nun auch am Afrika Cup zu sehen. Auch der Achtelfinal zwischen Ghana und Tunesien ging ins Penaltyschiessen. Und in der Nachspielzeit der Verlängerung signalisierte Tunesiens Trainer Alain Giresse ebenfalls, dass er seinen Keeper Mouez Hassen auswechseln möchte.

Der Spieler vom französischen Erstligisten Nizza weigerte sich auch – zunächst.

Doch nach einigen Sekunden guten Zuredens von Mittelfeldspieler Ferjani Sassi schluckte der Keeper die bittere Pille und machte seinem Ersatz, dem erfahrenen Farouk Ben Mustapha, Platz.

Hassen hasst es zwar, aber er geht am Ende doch.Video: streamable

Während Kepa für seine Trotzaktion 220'000 Euro an eine Stiftung Chelseas bezahlen musste, wurde Hassens Teamgeist am Ende tatsächlich belohnt. Mustapha hielt den dritten Versuch Ghanas und sicherte Tunesien so den Platz im Viertelfinal.

Das Penaltyschiessen zwischen Ghana und Tunesien.Video: streamable

Dort treffen sie dann auf den überraschenden Aussenseiter aus Madagaskar. Und vielleicht steht dann Mouez Hassen wieder selbst im Tor. (abu)

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