Sport
Schwingen

Das musst du zum Kilchberger Schwinget 2026 wissen

Die Crème de la Crème des Schwingsports zu Gast – das musst du zum Kilchberger wissen

Am Samstag steht mit dem 18. Kilchberger Schwinget der Höhepunkt der Schwing-Saison im Programm. Ein Überblick vor dem Fest mit eidgenössischem Charakter.
04.09.2026, 19:2104.09.2026, 19:21

Das Fest

1927 von Emil Huber ins Leben gerufen, messen sich seither die besten Schwinger des Landes im Sechs-Jahres-Rhythmus beim Kilchberger Schwinget am Westufer des Zürichsees. Wie das zweitägige Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) und das Unspunnen in Interlaken gehört es zu den Festen mit eidgenössischem Charakter, an dem sich die gesamte nationale Elite aus allen Landesteilen misst.

Es kommt stets im Jahr nach dem alle drei Jahre stattfindenden ESAF zur Austragung und wechselt sich mit dem Unspunnen ab. Während beim Eidgenössischen rund 270 Schwinger antreten und in Interlaken deren 120 am Start sind, dürfen die fünf Teilverbände für das Kilchberger insgesamt nur 60 Schwinger selektionieren. An keinem anderen Fest ist die Dichte an Topschwingern grösser.

Die Arena

Auf dem Hof Stockengut hoch über dem Zürichsee bietet die errichtete Arena um die lediglich zwei Sägemehlringe Platz für rund 10'000 Zuschauer. Diese folgen einer Einladung – einen öffentlichen Ticketverkauf gibt es am Kilchberger nicht. Zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zugänglich ist jedoch das Festgelände, das bisher ebenfalls nur geladenen Gästen vorbehalten war.

ARCHIVBILD ZUR VORSCHAU AUF DAS KILCHBERG SCHWINGET, AM MITTWOCH, 22. SEPTEMBER 2021 - Blick auf den Festplatz am 16. Kilchberger Schwinget am Sonntag, 7. September 2014, in Kilchberg. (KEYSTONE/Urs F ...
Am Samstag wird auf dem Hof Stockengut um den Sieg geschwingen.Bild: keystone

Die Preise

Anders als am ESAF gibt es am Kilchberger keine Kränze zu gewinnen – es zählt nur der Sieg. Der Gewinner der 18. Austragung erhält den Siegermuni «Ultimo». Das vierjährige Braunvieh bringt es auf ein Gewicht von 1,2 Tonnen und hat einen Gegenwert von 8000 Franken. Mit vier weiteren Rindern sowie einem Fohlen gibt es insgesamt sechs Lebendpreise. Jeder der 60 Teilnehmer erhält eine Gabe aus dem Gabentempel, die mindestens 1000 Franken Wert hat. Zudem wird am Kilchberger der Schönschwingerpreis an jenen Athleten vergeben, der während des ganzen Tages besonders ansehnlichen und attraktiven Schwingsport zeigt. Gewählt wird er von einer Jury bestehend aus allen Kilchberger Siegern sowie den Schwingerkönigen.

Die Sieger

Bei der letzten Austragung im Jahr 2021 – das Fest musste aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden – gab es gleich drei Gewinner. Die Nordostschweizer Samuel Giger und Damian Ott teilten sich den Festsieg mit dem Berner Fabian Staudenmann. Es war das erste Mal in der knapp 100-jährigen Geschichte des Kilchberger Schwingets, dass es einen Co-Sieg gab. Den prestigeträchtigen Sieg holten sich in diesem Jahrtausend auch die Schwingerkönige Matthias Sempach (2014), Christian Stucki (2008) und Jörg Abderhalden (2002). Karl Meli ist der einzige Schwinger, der zweimal Kilchberger-Sieger wurde. Der 2012 verstorbene Winterthurer siegte am Zürichsee 1967 und 1973.

Der Kilchberger Schwinget 2021 endete mit drei Siegern: Fabian Staudenmann, Samuel Giger und Damian Ot (von links).
Vor fünf Jahren gab es drei Sieger.Bild: Claudio Thoma/Freshfocus

Die Favoriten

Topfavorit ist Fabian Staudenmann. Der Berner hat in dieser Saison sechs Kranzfeste gewonnen und triumphierte an den letzten fünf Festen, an denen er teilnahm. Mit Michael Moser hat der Bernisch-kantonale Verband einen zweiten Schwinger in seinen Reihen, der zum engsten Favoritenkreis zählt. Die Nordostschweizer halten mit Schwingerkönig Armon Orlik, Werner Schlegel, Damian Ott und Samuel Giger dagegen. Alles andere als ein Berner oder Nordostschweizer Sieg wäre eine Überraschung. Diese streben die Innerschweizer mit Lukas Bissig, die Nordwestschweizer mit Nick Alpiger und Sinisha Lüscher sowie die Südwestschweizer mit Romain Collaud und Lario Kramer an. (riz/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Alle Schwingerkönige der ESAF-Geschichte
1 / 48
Alle Schwingerkönige der ESAF-Geschichte

2025 in Mollis: Armon Orlik.

quelle: keystone / gian ehrenzeller
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das ESAF 2025 ist vorbei – ein Rückblick im Video
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Verstappen gewinnt erstmals in Singapur – Hülkenberg fährt in die Punkte
Max Verstappen gelingt beim Grand Prix von Singapur der totale Triumph. Erstmals gewinnt der vierfache Weltmeister auf dem engen Stadtkurs - und das in seinem 250. Rennen.
Max Verstappen krönte ein perfektes Wochenende mit einem nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg. Auf trockener Strecke entwickelte sich ein deutlich ereignisärmeres Rennen als am Vortag im Sprint auf regennasser Piste. Verstappen behauptete diesmal von der Pole-Position - der 50. seiner Karriere - aus die Spitze und gab sie nicht mehr ab. In seinem 250. Grand Prix triumphierte der Niederländer zum 73. Mal - jedoch erstmals in Singapur. Charles Leclerc im Ferrari und Kimi Antonelli im Mercedes folgten mit deutlichem Abstand.
Zur Story