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Die «reichen Fünf» spalten die Serie A – doch was geschieht mit der Liga?

epa06208618 Inter's players celebrate after the Italian Serie A soccer match between FC Crotone and FC Inter at Ezio Scida stadium in Crotone, Italy, 16 September 2017. EPA/ALBANO ANGILLETTA
Ein Sommer lang Geld ausgeben und schon ist Inter wieder ganz vorne mit dabei.Bild: EPA/ANSA

Die «reichen Fünf» spalten die Serie A – doch was geschieht mit der Liga?

In der Serie A nisten sich die «Big Five» mehr und mehr vorne ein. In der 4. Runde gewinnen Juventus Turin, Inter Mailand, Napoli, die AS Roma und Milan allesamt – mit einem Torverhältnis von 16:2.
18.09.2017, 09:5718.09.2017, 10:12

Meister Juventus, Leader Napoli und das wieder erstarkte Inter Mailand führen die Tabelle mit dem Punktemaximum an, Milan folgt mit drei Zählern Rückstand, die AS Roma liegt etwas weiter zurück, hat aber ein Spiel weniger ausgetragen als die Konkurrenz.

Erstaunlich ist die Bilanz dieser fünf Top-Teams in den bisherigen Spielen gegen die «Anderen». 17 solcher Partien gab es bislang, das Quintett gewann 16 Mal und schoss dabei 47 Tore.

Die Tabellenspitze der Serie A. Die Topklubs nisten sich oben ein.
Die Tabellenspitze der Serie A. Die Topklubs nisten sich oben ein.bild: srf.ch

Den einzigen Hänger hatte Milan, das allerdings gegen Lazio Rom verlor, die etatmässige Nummer 6 der Liga. Für die Niederlage vor Wochenfrist in der Hauptstadt rehabilitierte sich Milan mit einem knappen, aber hochverdienten 2:1-Heimsieg gegen Udinese. Der Kroate Nikola Kalinic, kurz vor Transferschluss für rund 25 Millionen Euro von der Fiorentina verpflichtet, schoss beide Tore für die Mailänder.

Dybala in der Liga unaufhaltsam

Noch besser als Kalinic verrichteten am Sonntag Juventus-Stürmer Paulo Dybala und Napoli-Angreifer Dries Mertens ihren Job. Beide erzielten drei Tore. Für Dybala waren es beim 3:1-Auswärtssieg gegen Sassuolo die Saisontore 6 bis 8, nachdem er am Dienstag nach dem 0:3 in der Champions League gegen den FC Barcelona in den Medien noch heftig kritisiert worden war.

epa06209843 Juventus' Paulo Dybala (C) celebrates scoring the lead goal during the Italian Serie A soccer match between US Sassuolo and Juventus FC at Mapei Stadium in Reggio Emilia, Italy, 17 Se ...
An diesen Torjubel haben wir uns in dieser Saison längst gewöhnt: Paulo Dybala trifft für Juve.Bild: EPA/ANSA

Zumindest in der Serie A aber ist Dybala bisher unfehlbar; der Argentinier hat in allen vier Spielen mindestens einmal getroffen. Der Belgier Mertens war beim 6:0 von Napoli gegen Aufsteiger Benevento zweimal mittels Foulpenalty erfolgreich.

Geld entscheidet die Liga

Verwunderlich ist es eigentlich nicht, dass die fünf Grossklubs so dominieren. Alleine im vergangenen Transferfenster investierte Milan fast 200 Millionen Euro, Juventus 150, die AS Rom 93 und Inter Mailand 87 Millionen. Einzig die AC Florenz schob sich vor Napoli auf Rang 5.

epa06210152 Milan players celebrate their 1-0 lead during the Italian Serie A soccer match between AC Milan and Udinese Calcio at Giuseppe Meazza stadium in Milan, Italy, 17 September 2017. EPA/MATTEO ...
Kann Milan in dieser Saison wieder ganz oben mitreden? Es sieht nach dem Saisonstart danach aus.Bild: EPA/ANSA

Es scheint, als ob das Geld der Grossklubs die (alten) Machtverhältnisse wieder herstellt. Die Liga könnte gespalten werden in die Top 5 und den Rest. Aber vielleicht ist das für Italien gar nicht schlecht. Der Alleingang von Juventus langweilt auch. Die Frage ist nur: Können die anderen vier der alten Dame das Wasser reichen? (fox/sda)

Seit Inzaghi weg ist, fallen die Italos auch nicht mehr immer nur hin.

Video: watson/Quentin Aeberli, Emily Engkent

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quelle: ap/ansa / alessandro di marco
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