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Lugano brilliert – doch nun kommt wieder die Dreifachbelastung

Daniel Dos Santos (LUG), right, celebrate the 1 - 0 goal with team mate, during the Swiss Super League football match between FC Lugano and FC Luzern on Saturday 10 October 2026 at the AIL Arena in Lu ...
Lugano ist aktuell nicht zu stoppen.Bild: keystone

Lugano marschiert – doch nun kommt wieder die Dreifachbelastung

Mit dem neunten Sieg im zehnten Spiel unterstreicht der FC Lugano seine starke Form. Dem Team von Trainer Mattia Croci-Torti steht nun aber ein intensiver Herbst bevor.
12.10.2026, 10:5712.10.2026, 10:57

28 Punkte aus den ersten zehn Runden: Nur einmal in der Geschichte der 2003 eingeführten Super League legte ein Team einen noch besseren Start hin. Vor 23 Jahren, in der ersten Super-League-Saison, stellte der FC Basel mit 13 Siegen in Serie eine bis heute unerreichte Marke auf.

Es ist eine eindrückliche Ausbeute des FC Lugano, der in dieser Saison kaum zu stoppen scheint. In insgesamt 17 Pflichtspielen stehen 14 Siege und 3 Unentschieden zu Buche. Auch die gut dreiwöchige Länderspielpause hat dem Team offenbar nicht geschadet.

Keine Nachlässigkeit erlauben

«Es war eine ungewohnt lange Pause, das hat man gemerkt», sagte Captain Renato Steffen im Interview mit SRF. Während der Unterbrechung absolvierte Lugano ein Testspiel gegen Hellas Verona, das mit einer 1:3-Niederlage endete. Das sei eine Warnung gewesen, so Steffen. «Wir haben danach besprochen, dass wir sicher keinen Schlendrian reinkommen lassen wollen.» Gegen Luzern galt es deshalb, ein Zeichen zu setzen. Mit dem 4:0 ist das gelungen.

Das Polster, das sich die Tessiner damit geschaffen haben, ist vor allem mit Blick auf die kommenden Wochen wichtig. Denn nun steht der Europacup-Herbst an. Bis zur am 21. Dezember beginnenden Winterpause bestreitet Lugano neben den Spielen in Meisterschaft und Cup auch sechs Partien in der Conference League. Den Auftakt macht am kommenden Donnerstag das Heimspiel gegen Roter Stern Belgrad.

Der Dreifachbelastung blickt Steffen allerdings einigermassen gelassen entgegen. Gerade gegen Luzern habe sich gezeigt, dass sich Spieler praktisch eins zu eins ersetzen liessen. «Wir haben so viele gefährliche Spieler, die wir einsetzen können. Dem Team zuzuschauen, macht Spass.»

Nun gelte es, den Zusammenhalt weiter zu stärken. Dieser hatte gerade in der vergangenen Saison unter anderem durch die Auseinandersetzung zwischen den Stürmern Kevin Behrens und Georgios Koutsias gelitten. «Dann holen wir noch viele Punkte.»

Luxusprobleme für Croci-Torti

Dass Lugano mit der Dreifachbelastung umgehen kann, hat das Team bereits in der Qualifikation zur Conference League bewiesen, in der es drei Runden überstand. Allerdings liegt diese intensive Phase bereits einige Wochen zurück.

Dennoch sieht Trainer Croci-Torti sein Team für die kommenden Aufgaben gerüstet. So habe man gegen Luzern die Ausfälle von Uran Bislimi, der wegen einer Gelbsperre fehlte, und Lukas Mai, der zur Pause wegen Bauchschmerzen ausgewechselt werden musste, gut kompensieren können. «Die neuen Spieler haben sich gut eingefügt, und ich habe gesehen, dass ich mehrere Alternativen zur Verfügung habe.»

Der 44-jährige Trainer sieht sich inzwischen sogar mit dem Luxusproblem konfrontiert, aus den vielen guten Spielern jeweils nur elf für die Startaufstellung auswählen zu können. Beklagen wolle er sich darüber jedoch nicht, betonte Croci-Torti. In seinen mittlerweile fünf Jahren als Lugano-Trainer war die fehlende Kaderbreite immer wieder ein Thema gewesen. «Nun bin ich sehr zufrieden, die grosse Auswahl zu haben.» Der Europacup-Herbst kann kommen. (riz/sda)

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