Wenn keine Extrazüge fahren: Mehrere Super-League-Partien könnten verschoben werden
Die SBB hat auf die laufende Saison hin bei den Extrazügen eine wichtige Änderung vorgenommen. Die Fanzüge für die Anhänger fahren nur so lange, wie es auf dieser Strecke auch einen Pendelverkehr gibt. Das heisst: Bei den 20.30-Uhr-Spielen kommt es öfter vor, dass die Fans in einer fremden Stadt stranden und nicht mehr nach Hause kommen.
Eigentlich wäre dieses Problem am 12. September eingetroffen, wenn YB nach Lugano reist. Doch die Partie findet nun bereits um 19 Uhr statt. Wie die Swiss Football League mitteilt, setzte sich die Tessiner Kantonspolizei stark dafür ein, damit die YB-Fans auch sicher heimreisen können.
Weitere betroffene Partien, der Anspielzeit bereits festgelegt worden war, sind Sion – Zürich und Lugano – Luzern. Gemäss der Luzerner Zeitung ist es durchaus realistisch, dass auch diese Spiele nach vorne verlegt werden. Auf Anfrage sagt beispielsweise der FC Luzern: «Wenn eine Anpassung der Anspielzeit nötig ist, damit der Extrazug fährt, begrüssen wir dies.»
Zu Beginn der Saison gab es von den GC-Fans Protestaktionen, weil es immer weniger Extrazüge gibt. Die Zürcher mussten mit dem normalen Pendelzug nach Lausanne reisen und zogen mehrmals die Notbremse. Die Zürcher Südkurve vom Stadtrivalen FCZ hatte die Fans dazu aufgefordert, sich den Tag für das Auswärtsspiel in Sion freizuhalten, und dass noch Informationen folgen werden, wie die Reise ins Wallis stattfinden wird, sollte es keinen Extrazug geben.
Für die SBB sind die Extrazüge schon lange ein Problem und es entstehen jedes Jahr ungedeckte Kosten in Millionenhöhe. Eine Alternative gibt es: Die Fankurven könnten Züge von der SBB chartern, müssten diese aber selbst bezahlen. (riz)
