Zeitspiel von Zverev beim Aufschlag – Gegner fordert neue Regel
Alexander Zverevs unterlegener Finalgegner Ben Shelton fordert auch angesichts der Aufschlagroutine des US-Open-Siegers eine Regeländerung. Der Hamburger liess den Ball beim Grand-Slam-Turnier in New York sehr oft aufspringen, bevor er servierte. Vor dem zweiten Aufschlag gibt es dafür bislang keine Zeitbegrenzung.
«Ich denke, es sollte eine Regel geben», sagte der Amerikaner Shelton nach dem 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2-Endspielsieg von Zverev. «Man sollte keine unbegrenzte Zeit haben. Ich denke, für unseren Sport ist es schwierig, so lange auf den nächsten Ballwechsel zu warten.»
Ben Shelton was asked about Zverev bouncing the ball a lot between 1st and 2nd serves
— The Tennis Letter (@TheTennisLetter) September 14, 2026
“For a first serve you should be able to do whatever you want and use the full 25 seconds every time. There should be some sort of rule limiting time on 2nd serves. There shouldn’t be unlimited… pic.twitter.com/poIKNS8Grn
Sheltons Vater: «Das bringt dich raus»
Bereits Zverevs Halbfinalgegner Karen Chatschanow hatte sich über die Marotte von Zverev beklagt. «Das nervt nicht nur mich, sondern natürlich viele Spieler, weil es so viel Zeit kostet», sagte der Russe. Während des Finals kritisierte Sheltons Vater und Trainer Bryan das Verhalten. «Sascha bounced den Ball so oft, das bringt dich raus», sagte der frühere Profi bei ESPN.
Vor dem ersten Aufschlag haben die Spieler 25 Sekunden Zeit, um den Ball ins Spiel zu bringen, nachdem der Unparteiische den Spielstand angesagt hat. Weil dies zu lange dauerte, kassierte Zverev während des Finals eine Verwarnung. Zverev selbst sagte im Laufe des Turniers, es sei ihm gar nicht bewusst gewesen, dass er den Ball derart oft aufspringen lasse. «Ich mache das nicht absichtlich und habe ehrlich gesagt keine Ahnung, warum ich das mache», erklärte der Deutsche.
Alexander Zverev on his viral ball-bouncing habit:
— Kalshi Tennis (@KalshiTen) September 12, 2026
"I have no idea why... I saw the stat that I bounced it 12,000 times, that was quite funny. I’m not doing it on purpose, I’m not counting in my head. Honestly, no idea."pic.twitter.com/LD2rpXeMYl
Debatte mit Final-Schiedsrichterin
Auch sonst gab es Debatten zu diesem Thema. Schiedsrichterin Marijana Veljovic habe ihm gesagt, dass er sich vor dem Aufschlag Zverevs früher bereitmachen müsse, berichtete Shelton.
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«Ich werde nicht 30 Sekunden lang in einer Position mit angewinkelten Knien und angespanntem Körper verharren, während ich warte», sagte der 23-Jährige dazu. «Wenn er den Ball 20 bis 25 Mal aufprallen lässt, sollte ich nicht einfach nur da warten müssen.» Er betonte, dass seine Müdigkeit gegen Ende des Finals nicht damit in Verbindung gestanden habe. (abu/t-online.de)

