Shaqiri lässt mit Aussage über Ex-Coach Lichtsteiner tief blicken
Drei Tore erzielte Xherdan Shaqiri in 23 Einsätzen unter Trainer Stephan Lichtsteiner. In der ersten Partie nach dessen Entlassung wirkte Shaqiri wie entfesselt und führte sein Team mit zwei Toren und einem Assist zum 4:2-Sieg in Luzern.
Der grosse Star des FC Basel und Trainer Lichtsteiner hatten dem Vernehmen nach kein einfaches Verhältnis, zuletzt kam Shaqiri gar mehrmals nur von der Bank. Interimstrainer Luigi Nocentini setzte nun von Beginn weg auf den Spielmacher, der dieses Vertrauen direkt zurückzahlte. Da liegt die Vermutung natürlich nahe, dass es zwischen Lichtsteiner und Shaqiri schlicht nicht gepasst hat.
Ein Nachtreten gibt es vom 34-Jährigen gegen seinen früheren Nati-Kollegen aber nicht. «Es ist nicht immer der Trainer schuld, auch wenn er am Ende den Kopf hinhalten muss», sagte Shaqiri nach seiner Glanzleistung bei Blue stattdessen und fügte lediglich an: «Es war nicht immer alles perfekt. Am Schluss sind aber auch wir in der Pflicht und unsere Leistung war in den letzten beiden Heimspielen nicht gut genug.»
Mit expliziter Kritik an Lichtsteiner hielt sich Shaqiri zwar zurück, doch liess er trotzdem tief blicken. So sagte der FCB-Leader nach dem Erfolg in Luzern: «Ich habe schon unter der Woche im Training gemerkt, dass viele Spieler freier aufgespielt haben und nicht so verkrampft waren.» Die jungen Spieler sollten nicht so viel überlegen müssen und einfach Spass haben, meint Shaqiri. Eine Spitze in Richtung Lichtsteiner, der bei seiner Vertragsunterschrift in Basel ankündigte, dass jeder Spieler von ihm klare Vorgaben bekommen werde?
Unglücklich dürfte Shaqiri in jedem Fall nicht sein, wenn er auch unter dem neuen Trainer wieder mehr Freiheiten sowie Vertrauen geniesst. Valentin Stocker, Sportlicher Leiter beim FCB, kündigte an, bis zur Länderspielpause in einer Woche einen Nachfolger gefunden haben zu wollen. (nih)
