DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Lance Armstrong über Jan Ullrich: «In so einem Zustand hatte ich noch keinen gesehen»

Jan Ullrichs Tour-de-France-Gesamtsieg jährt sich zum 25. Mal. Passend zum Jubiläum erinnert sich sein Rivale und Freund Lance Armstrong an die dunklen Zeiten des einstigen Rad-Stars.
25.06.2022, 10:56
Ein Artikel von
t-online
Jan Ulrich 2015
Jan Ulrich 2015Bild: KEYSTONE

Dieser Tage jährt sich Jan Ullrichs historischer Gesamtsieg bei der Tour de France 1997 zum 25. Mal. Pünktlich zu diesem Jubiläum produzierte die ARD eine mehrteilige Dokumentation über den Aufstieg und Fall des einstigen Rad-Stars.

In «Being Jan Ullrich» kommt auch Lance Armstrong zu Wort. Der US-Amerikaner, der den Radsport um die Jahrtausendwende dominierte und später alle seine sieben Tour-Titel wegen Dopings aberkannt bekam, verband zu aktiven Karrierezeiten eine erbitterte Rivalität mit Ullrich. Doch zwischen dem Texaner und dem Rostocker entwickelte sich über die Jahre auch eine enge Freundschaft – die sich auch in schweren Zeiten bewährte.

Lance Armstrong und Jan Ulrich 2005 nach der Tour de France.
Lance Armstrong und Jan Ulrich 2005 nach der Tour de France.Bild: EPA

Armstrong reiste nach Mexiko, um bei Ullrich zu sein

So erinnert sich Armstrong in «Being Jan Ullrich», wie er ihn vor gut vier Jahren in einer Entzugsklinik in Bad Brückenau besuchte. Ullrich hat seit seinem Karriereende 2006 mit verschiedenen Suchtproblemen zu kämpfen. «Ich sah einen Mann an einem Ort wie noch kein menschliches Wesen zuvor», blickt Armstrong auf seinen damaligen ersten Eindruck zurück. Ullrich habe «stark» und zugleich «unheimlich» auf ihn gewirkt. «Wir kennen alle ein paar verrückte Freunde. Aber in so einem Zustand hatte ich noch keinen gesehen», so der US-Amerikaner.

Zwei Jahre später habe er Ullrich in einem noch desolateren Zustand angetroffen. Der einstige deutsche Rad-Star war nach einem Zwischenfall an Bord eines Flugzeugs in einer Klinik im mexikanischen Cancun gelandet. Nachdem ihn diese Nachricht erreicht hatte, reiste Armstrong mit dem ersten Flieger zu seinem Freund. 

«Er war ans Bett gefesselt ohne Bewusstsein. Es war das Allerschlimmste», berichtet Armstrong. Auch aufgrund dieser Erfahrung glaubt der 50-Jährige, Ullrich habe noch einen langen Weg zurück in ein geordnetes, stabiles Leben vor sich.

Verwendete Quellen:

((t-online,dsl ))

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

26 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Sanja
25.06.2022 11:23registriert Februar 2022
Zwei Doping Legenden
9111
Melden
Zum Kommentar
avatar
schille
25.06.2022 13:50registriert Februar 2014
Auf jeden Fall sehr schade das beide letztlich dem Radsport mehr geschadet als geholfen haben! Für uns Zuschauer war es auf jeden Fall immer ein Highlight des Julis das Duell zu verfolgen! Und sie haben beide für einen unglaublichen Radsportboom sowohl in Deutschland als auch in den USA gesorgt!
Umso trauriger wie dann der Absturz des Radsports kam!
So ein Duell zwischen zwei Fahrern bräuchte der Radsport auf jeden Fall wieder! Allerdings ohne das Doping!
394
Melden
Zum Kommentar
avatar
Philguitar
25.06.2022 11:39registriert Dezember 2018
Ja zwei Radlegenden treffen sich in Mexiko…
klingt eher nach Drogenexzess statt nach Entzug.
Schlussendlich muss es immer schneller höher weiter sein, auch wenn schon jeder weis was die Radfahrer sich jeweils einverleiben. Die einen werden erwischt und die andern „Beichten“ am Ende wünscht man keinem ein solches Schicksal. Hoffentlich wird sein langer Weg erfolgreich in einem zufriedenen Ruhestand enden. Viel Glück und gute Besserung
399
Melden
Zum Kommentar
26
«Am liebsten alle ausgewechselt», «Wie eine U9» – die Reaktionen auf ManUnited-Pleite
Nach der zweiten Niederlage im zweiten Ligaspiel liegen bei Manchester United die Nerven blank. Trainer Erik ten Hag nimmt seine Mannschaft in die Verantwortung, Klublegende Gary Neville wählt harsche Worte.

Das 0:4 in Brentford muss sich für Manchester-United-Fans wie eine Ohrfeige angefühlt haben. Trainer Erik ten Hag entschuldigte sich nach dem Spiel bei den mitgereisten Anhängerinnen und Anhängern für die Leistung. Erstmals seit 30 Jahren steht der englische Rekordmeister auf dem letzten Tabellenplatz und für ten Hag ist es ein denkbar schlechter Start in seine Amtszeit.

Zur Story